Zitat von Fanta1:Was ich noch anmerken möchte: hier wurde gesagt, dass - wenn es andersrum wäre- die Mütter, die sich zu Hause um die Kinder kümmerten, hochgejubelt würden während der Mann, der sich in diesem Fall kümmert, von der TE niedergemacht wird . Selbst wenn wir außer Acht lassen, dass die Betreuung von der TE keinesfalls gewünscht wurde und die Sachlage hier anders liegt, ist es auch in diesem Forum so, dass die Mütter, die jahrelang die Kindererziehung übernahmen und nach einer Scheidung plötzlich vor dem Nichts stehen, scharf kritisiert werden nach dem Motto " selbst Schuld, hättest ja arbeiten gehen können
Das unterschreibe ich sofort, falls und nur falls der Verdienst und Vermögensaufbau während der Ehe nicht für ein finanziell sorgenfreies Leben nach der Scheidung ausreicht. Sollte genug Vermögen in einer Zugewinnsgemeinschaft erworben worden sein, spielt es (zumindest finanziell) keinerlei Rolle, wer primär dazu beigetragen und wer den Rücken freigehalten und sich um die Kinder gekümmert hat.
Ich habe beruflich viel Kontakt in die USA. dort ist es nicht ungewöhnlich, dass Frauen die Hauptverdiener, teilweise sogar Alleinverdiener sind. Hier wird so etwas noch sehr stigmatisiert. Im Falle der TE frage ich mich, warum dieses Modell so partout nicht akzeptabel war, denn offensichtlich hat ihr Mann psychische Probleme. Bei ausreichender, beidseitiger Liebe wäre das doch eine hervorragende Möglichkeit gewesen, den gemeinsamen Lebensweg zu meistern. So wirklich wurde nie erklärt, warum die Hausmann-Rolle das Ehe-Aus zementiert hatte. Ja, es war anders abgesprochen, aber in welcher Ehe läuft es schon genau so wie ursprünglich mal abgesprochen?
Andererseits vermute ich mal, dass die unterschwelligen, psychischen Probleme der Auslöser waren. Vielleicht hat er die Hausmanns-Rolle auch nicht wirklich ausgeführt (wenn ich mich richtig erinnere, kochte die TE abends für die Familie) oder konnte sie nicht ausführen.
Jedenfalls eine (von außen betrachtet) sehr interessante und vielschichtige Problematik. Es wäre mehr als spannend, die Gegenseite zu hören. Wie so oft liegt dann meist die Wahrheit in der Mitte zwischen beiden gefühlten Wahrheiten.