Zitat von Femira:Hey Ally,
Sie meint, dass die ES einfach dafür sorgt, dass sie ziemlich mit sich zu tun hat und ja auch nicht in einem so guten Kontakt mit sich steht, sonst wäre sie ja gut zu sich.
Deshalb sucht sie sich - natürlich nicht bewusst - emotional nicht verfügbare Männer aus. Zum einen kann sie dann um die kämpfen (nach Liebe und Aufmerksamkeit etc) und das lenkt ab, zum anderen kommen sie ihr nicht zu nah.
Bist du in Therapie?
Ja, das sehe ich bei mir definitiv als ein großes Problem an. Meine erste Beziehung klammerte zu stark, das hat mich unglaublich abgeschreckt und war dann auch schnell vorbei. Danach waren meine Beziehungen (gut so viele waren es nicht) durchweg Partner, die die Emotionalität eines "Teebeutels" (danke Hermine

) besaßen, und es eig. gar nicht so genau wissen wollten. Einer meiner Partner hat über 1,5 Jahre überhaupt nichts gemerkt und dann war es auch schon vorbei, mein jetziger Ex wusste es von Anfang an und hat auch mal nachgefragt, aber so wichtig war es ihm dann auch nicht. Dennoch hat er es immer als einen Hauptgrund für sein "nicht-einlassen-können" angebracht. Ich bin heute in einem ganz anderen Stadium als noch vor 4,5 Jahren, das fand ich immer sehr unfair. Bei ihm habe ich so gut wie nie erbr* . (Ja ich bin in Therapie, seit einigen Jahren und würde mich als einigermaßen stabil bezeichnen. Die letzten Wochen waren allerdings zugegeben dahingehend auch ein ziemlicher Rückschlag, gut, dass er das nicht mehr mitbekommen hat) Dafür ist meine Leidensfähigkeit bei Männern schon immer sehr hoch angesiedelt gewesen, mein Ex hat dem da nochmal die Krone aufgesetzt. Im Nachhinein muss ich über so viele Vorfälle den Kopf schütteln . wie konnte ich das nur mitmachen

[/quote]
Zitat von Tin:Meine Sicht der Dinge: Süchte sind Kompensationen. Diese Kompensation projeziert der kranke Mensch gerne auch auf potentielle Partner, die dann oft einem bestimmten Typus entsprechen, da gewisse Dinge in deren Grundpersönlichkeiten triggern. Ich möchte dazu sagen, dass es wenige Grundpersönlichkeiten bei Menschen gibt, obwohl wir grade zur jetzigen Zeit und die letzten Jahre über alle möglichen Kanäle eingetrichtert bekommen, wie krass individuell wir doch alle sind.
Aaah, damit hatte ich immer meine Probleme. Bei mir gibts und gabs keine tiefen traumatischen Erlebnisse zu überwinden, als ich das erste Mal in Therapie war (muss gut und gern 13 Jahre her sein), wollte mir mein damaliger Therapeut auch irgendwelchen tiefgründigen Erklärungen entlocken, warum ich so eine schlimme Kindheit gehabt haben muss. War zum K* - ich habs gehasst und auch ziemlich schnell abgebrochen. Meine jetzige Th. kommt da mit ihrer Verhaltenstherapie viel besser durch. Ich bin bis heute der Meinung, dass sich das anders entwickelt hat. Mag naiv sein aber ich fahre grundsätzlich ganz gut damit und ich werde mir auf meine alten Tage auch nichts anderes mehr erzählen lassen.
Danke auf jeden Fall für eure ehrlichen Antworten. Mir ist bewusst, dass ich sicher keine einfache Persönlichkeit bin und es meinen Partnern auch nie wirklich leicht gemacht habe. Das waren aber auch immer sehr "spezielle" Exemplare, tatsächlich wollte ich in erster Linie geliebt werden. (Da schließt sich der Kreis wieder). Ich glaube sogar, mein Ex hat das. Er konnte das leider nur nie zeigen. Das war mir dann zu wenig.