Zitat von der alte:Hi all!
Ich habe mich durch diesen Threat durchgelesen. Die Thematik beschäftigt mich selbst sehr stark und ich habe eine Menge guter Gedanken dazu hier gefunden.
Ich beziehe mich jetzt ausschliesslich auf skapunkts Geschichte. Ein Gedanke hat sich dabei in meinem Kopf festgesetzt, der einerseits noch nicht angesprochen wurde, sich mir aber fast sofort aufgedrängt hat.
Hier geht es nicht um Liebe und Abhängigkeit und um das Suchen von Nähe und ähnlichem.
Hier geht es um Krieg. Hier geht es um Unterwerfung. Hier geht es um Destruktion.
Schon wie der Lover eingeführt wird zeigt, hier wird eine Frontstellung aufgebaut. Und meiner Ansicht nach weiß skapunkt, dass sie eine vernichtende Niederlage erlitten hat. Deshalb hat sie sich meiner Meinung nach an das Forum hier gewandt, weil sie sich hier irgendwie Unterstützung erhofft hat, um die Schlacht wieder aufnehmen zu können. Und ja, sie kann sich nicht lösen, denn sie kann diese Mesalliance erst dann beenden, wenn sie diesen "Aufreisser" besiegt hat, wenn sie ihn zurechtgestutzt hat, wenn sie ihm gezeigt hat, dass er nicht über "den Dingen" steht, die Frauen verachten kann weil er der Überlegene ist.
Und klar, diese destruktiven Neigungen kann sie in ihrer Ehe so nicht ausleben. Insofern bleibt ihre Ehe davon für sie unberührt. Und lässt sie mit einem schalen Gefühl ihre Ehe betrachten. Denn ihre momentane Leidenschaft, ihre ganze Energie und ihre ganze Aufmerksamkeit sind auf ihren Kriegsschauplatz gerichtet.
Was mich dabei sehr stark berührt ist, welche Menge an Leid und Trauer und Verzweiflung und psychischem Elend einerseits in dieser Geschichte mehr oder weniger explizit zum Ausdruck kommen und perspektivisch noch erzeugt werden. Wie sich das noch zum Guten wenden soll, erschließt sich mir nicht wirklich.
Danke für deinen Beitrag. Ich habe tatsächlich auch diese Gefühle in mir...du sprichst mir aus der Seele...trotzdem empfinde ich Liebe. Aber es ist richtig, ich hasse es, dass er diese Macht über mich hat und ich würde liebend gerne den Spieß umdrehen. Ich hasse es, dass er so "diszipliniert" und "kontrolliert" mit der Sache umgeht. Er wollte mich unterwerfen, hat dies sogar mal genauso kommuniziert. Und ja, es IST eine Niederlage für mich, würde für mich an Kapitulation grenzen, ihn einfach ziehen zu lassen. Ich bin eine Kämpfernatur. Genau das, hat er mir zumindest mal gesagt, fasziniert ihn so an mir. Er sagte, ich sei seine große Herausforderung. Ich sehe ihm nach wie vor an, dass er von irgendwas an mir fasziniert ist...vmtl ärgert ihn das.
Er hatte letztens auch bei nem Grillabend abgesagt, mir abgesagt, weil ich das Fleisch besorgt hatte für die Jungs. Und was war am Ende? Er kam dann überraschend doch. Setzt sich demonstrativ neben mich, spielt seine Spiele, gibt mir seine Schokolade, nimmt mir mein Feuerzeug weg, grinst mich frech in der Art und Weise an, wie wenn wir alleine waren...der Kerl ist sowas von machtbesessen und kompliziert!