Kimberly
Gast
Verantwortung und Kontrolle stehen für mich insofern in einem Zusammenhang, weil ich dazu neige, stets und gern (bezogen auf Partnerschaft, aber auch Familie) Verantwortung an mich zu reißen. Denn dann werde ich für mein Tun geliebt, gelobt und kann mich großartig fühlen, somit habe ich eventuelle Verlustängste o. ä. unter Kontrolle, denn wenn ich etwas für dich tue, werde ich unersetzlich für dich (was natürlich rational völliger Quatsch ist). Ich habe sozusagen (vermeidliche) Kontrolle über das Geschehen..
Zitat:was ich für mich auch noch gemerkt und erkannt habe: ich durfte nach der Trennung und darf auch jetzt noch kein MITGEFÜHL und VERSTÄNDNIS für seine "Krankheit" an mich ran lassen, denn dann würde ich wieder zu Inkonsequenz (KS selbst auf freundschaftlicher Ebene halten) neigen, mein Helfersyndrom spüren, weich werden und intensiv noch das kleine Stückchen Restliebe, was ich für ihn empfinde, aber unter normalen Umständen mittlerweile ganz verkramt irgendwo im hintersten Winkel meines Herzens ist, spüren.
Das hatte ich mal ganz am Anfang, aber jetzt besteht die Gefahr nicht mehr, weil ich einfach zu sehr verinnerlicht habe, was er mit mir v. a. gegen Ende hin angestellt hast, da war kein Mitleid oder Mitgefühl mit mir. Zwar streift mich ab und an mal auch der dezente Gedanke an eine Freundschaft, v. a. weil ich die große Illusion der lebenslangen Beziehung begraben muss, an die ich lange Zeit glaubte und auch dieses so fühlte,aber mal ganz ehrlich, will ich so einen Freund? Wie las ich bei Walter Riso: "Gesund wäre s, sich nicht in eine wandelnde Hieroglyphe zu verlieben, sondern den Partner von Grund auf kennenzulernen und ein offenes, durchschaubares Liebesbedürfnis zu schließen. Interessant sind Menschen, die was vorzuweisen haben, nicht die, die etwas verbergen." Und das gilt für mich auch für Freundschaften! Einen manipulativen und empathielosen Freund brauche ich nicht!
LG
Kimberly

