Guten Morgen, Gabi,
Zitat von Gabi1955:Ich habe bei mir festgestellt das mir bis auf meine Familie noch nie jemand geholfen hat.
Ich möchte Dir ein paar Fragen stellen, die Du mir aber nicht beantworten sollst, sondern Dir. Vielleicht stellst Du dabei etwas fest?
Zitat von Gabi1955:Ich hab immer egal bei wem es war immer geholfen
Jemandem zu helfen, für jemanden da zu sein ist schön bis zu einem gewissen Punkt.
Wurdest Du nach Hilfe gefragt? Wenn ja, hast Du dann die Hilfe in "Arbeit" umgewandelt, quasi für andere die Arbeit IHRES Vorankommens übernommen, oder hast Du nur unterstützt?
Wurdest Du nicht nach Hilfe gefragt, sondern hast sie angeboten? Wenn ja (denn Du schreibst ja >>immer<<), was hat es in Dir ausgelöst immer Hilfe anzubieten?
Zitat von Gabi1955:Jeder der ein Problem hatte irgendwelche Sachen ausgefüllt bekommen musste, Behördengänge, egal was immer hab ich geholfen, brauchte jemand Geld habe ich geholfen etc
Hattest Du manchmal das Gefühl ausgenutzt zu werden? Wenn ja, hast Du auf dieses Gefühl gehört? Oder hast Du es ignoriert, weil Du nicht als "Schlechtmensch" dastehen wolltest, wenn Du mal nicht hilfst.
Hast Du den Unterschied zwischen "Hilfe annehmen" und "Hilfe ausnutzen" bei anderen erkennen können? (Gabi ist ja immer da, Gabi hilft immer)
Den Menschen, denen Du z.B. in Behördenangelegenheiten oder bei Formularen geholfen hast, hast Du erkennen können, dass sie sich vorher/danach einfach mal selbst informiert haben, wie so was geht? Hatten sie Interesse ihre Kenntnisse dahingehend zu erweitern, oder haben sie sich auf DICH verlassen
? (Gabi macht schon).
Zitat von Gabi1955:Und wann ich Probleme hatte oder habe da war nie einer da.
Hast Du nach Hilfe gefragt, oder angenommen, dass sie wissen müßten, dass Du auch mal Hilfe benötigst?
Wenn Du nach Hilfe gefragt hast, wurde sie von den gleichen Personen, die Deine Hilfe gerne "genommen" haben mehrfach abgelehnt?
Wenn es um Finanzielles ging, hast DU aufgrund der vorgetragenen Stories und Leidminen der anderen, Geld angeboten? Oder wurdest Du gefragt?
Wenn Du gefragt wurdest, und sie haben das Geld angenommen, hast Du erkennen können, dass sie sich im Voraus darum bemühten ihre finanzielle Lage ernsthaft in den Griff zu bekommen, etwas dagegen zu unternehmen, oder warst Du zunächst die 1. Anlaufstelle? (Erstmal Gabi fragen, vielleicht später selbst drum kümmern)
Wenn Du es angeboten hast, magst Du darüber nachdenken, was der wirkliche Grund dafür war? - Ich rede hier nicht von 1 x, sondern anderen mehrmals aus der Patsche helfen (wollen)
Zitat von Gabi1955:Oft habe ich völlig alleine da gestanden und keiner hatte Zeit
Meine Familie war immer für mich da.
Hier kannst Du für Dich erkennen und ENTSCHEIDEN, wer zukünftig den Weg mit Dir beschreiten soll und wer nicht.
Du mußt Dich nicht gleich in einem "Säuberungsakt" von den Menschen trennen, die nicht für Dich da waren, aber Du kannst mal austesten, wie sie reagieren, wenn Du weder Hilfe ANBIETEST noch Hilfe leistest!
Werden sie dann sauer? Sind sie beleidigt? Reagieren sie verzickt?
"Na dann eben nicht!"
"aber du hast doch sonst immer....!"
"was ist denn mit DIR los?"
"wieso denn nicht?"
Oder akzeptieren und verstehen sie Deine Gründe oder (D)ein NEIN ? Und melden sie sich trotzdem noch bei Dir?
Du wirst sehen, wer Dich als der "Mensch Gabi" oder als "DIE, die immer da ist" wahrnimmt.
Zitat von Gabi1955:Ich denke das ist auch etwas was erstmal erlernt werden muss
Nein zu sagen
Gabi, Du hast JEDES Recht NEIN zu sagen.
Das ist nicht einfach, wenn man sein Leben lang JA gesagt hat.
NEIN bedeutet nicht, den anderen nicht zu mögen, oder vor den Kopf stoßen zu wollen.
Das ist lediglich
deren Interpretation Deines NEINs. Sie werden sich an Dein NEIN oder DEIN Ausschlagen von Hilfe gewöhnen müssen, wenn sie
Dich als Mensch mögen und
Dich wertschätzen.
Wenn sie Dich mit den Worten "Du bist so anders geworden. Gar nicht mehr DIE Gabi" ver- oder beurteilen, dann solltest Du sie und Dich selbst fragen, WAS oder WEN sie denn in DER Gabi sonst gesehen haben. Was schwebt ihnen denn so vor,
wie GABI zu sein hat,
damit SIE zufrieden mit Dir sind?
Gabi, es ist nicht schlimm Freunde zu verlieren, die in Wirklichkeit keine sind.
Dir (er)öffnet sich lediglich ein Weg mit neuen Menschen, die Dich als Menschen und nicht als melkende Kuh wahrnehmen und DICH um DEINETWILLEN lieben und mögen; nicht für DAS, was Du für sie tust, tun kannst oder bereit bist zu tun.
Ich werde mich nicht mehr mit unechter Liebe in Partner- und Freundschaften zufrieden geben! Ich habe es nicht (mehr) nötig um Liebe zu buhlen, mich mit Krumen
abspeisen zu lassen; mir Zuneigung mit Taten oder einem "falschen Sein" erkaufen" zu müssen. Entweder man gibt sie mir freiwillig, oder
ich lasse es sein. Ich bin mir zu schade geworden, mich mit falscher Liebe und Zuneigung abzugeben, geschweige denn meinen Wert über falsche Liebe definieren (zu lassen).
Ich werde erst wieder ernsthaft an ein "ich liebe Dich" von einem Partner glauben, wenn ich das täglich FÜHLEN kann und diese Liebe kein Unwohlsein und keine Unruhe mehr in mir auslöst.
Wenn jemand noch ein einziges Mal die Hand gegen mich erhebt (nicht nur physisch) dann weiß ich, dass diese Hand es liebt zu verletzen aber nicht zu lieben.
Ganz liebe Grüße,
Phoenix
Gabi, ich sehe gerade, Du hast einige Fragen in einem Beitrag vor meinem beantwortet. Ich lasse meinen "Senf" trotzdem mal so stehen wie er ist.