Ihr Lieben,
@Momo
Zitat:"ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!" bei Narzissten ein bösartiges Pippi Langstrumpf Prinzip. Ein Wirklichkeitskonstrukt, dass sich je nach seinem Bedarf verändert. Da gibt es keine Wahrheit. Noch nicht einmal ein konstantes Wirklichkeitskonstrukt.
Ich weiß, aber was mich doch noch so manchesmal umtreibt, ist wie Sabi schrieb, das Prinzip "Selbstschuld". Ich schrieb, dass ich in seinen Augen immer "toll" sein musste. Fand er mich "toll", fühlte ich mich geliebt. Ist das nicht auch eine Form der Spiegelung, die ich benötigte, weil mein Selbstwert nicht der Beste ist?
Was ich mir von ganzem Herzen wünschen würde, wäre eine ehrliche Auseinandersetzung mit dieser Beziehung, denn nur so könnte ich meine Anteile erkennen und nur an denen kann ich arbeiten, kann diese verändern.
Aber dies würde ja voraussetzen, dass mir mein Gegenüber offen und ehrlich gegenüber tritt.
Aber da es das nicht geben wird, da jedes Gespräch darüber in weiteren Manipulationen, weiteren Halbwahrheiten, Verdrehungen endet, da er nur ein Ziel hat, seine Weste wieder reinzuwaschen, weil er nur eines nicht will, als Schuft dazustehen, ist es müssig, darüber nachzudenken.
Und von mir ist es nichts anderes als wieder der verzweifelte Versuch, etwas zu fassen zu bekommen, was nicht zu fassen ist, etwas versehen zu wollen, was ich nicht verstehen kann, denn diese Denkweise ist mir derart fremd, dass mir das nie gelingen wird.
Aber da wir schon beim Thema Selbstschuld sind, auch ich habe in mehreren Situationen in dieser Beziehung ihn sehr hart runtergemacht, nämlich dann wenn ich es nicht ertragen konnte, dass er bei anderen so hohe Maßstäbe an die Äußerlichkeit legt (wie kann man bsplw. von einem 7jährigen Kind behaupten, es sähe hässlich aus?) ohne selbst in den Spiegel geschaut zu haben? Auch dann, wenn mir seine bigotte, spießbürgerliche Art mit der entsprechenden Doppelmoral so übel aufstieß, dass ich hätte k...können (wie kann man beispielsweise von Migranten behaupten, dass sie aus schwierigen Verhältnissen aus ihren Ursprungsländern kommen und hier eine überhöhte Anspruchshaltung haben, dass in diesem Land alles optimal sein müsse, ohne auch nur einen Moment daran zu denken, wie schwierig Migration in Wirklichkeit ist). Ja, das waren Situationen, in denen auch ich polemisch wurde und in die Abwertung ging und ihn runtermachte.
Warum sind wir so geneigt, in die Selbstschuld zu gehen? Warum gibt es immer noch Momente bei mir, in denen ich denke, war das überhaupt Narzissmus, bin ich nicht doch eine Dramaqueen, die lediglich auf einen untreuen Mann gestoßen ist und die deshalb Depressionen bekam, weil sie aufgrund ihrer Kindheitsverletzungen "überspitzt" auf seine Untreue reagierte, anstatt zu sagen "leck mich, ich hau ab".
Ihr seht, es gibt doch immer wieder Momente des Selbstzweifels!
Ich wünsche heute und hier all den Müttern, die mit den Nachfolgen einer narzisstischen Beziehung zu kämpfen haben, den Alltag als Alleinerziehende auch noch bewältigen müssen, aufrichtig einen schönen Muttertag. Ich sende euch viel Kraft und Mut und wünsche euch, dass euer Leben bald in besseren Bahnen läuft.
Ich hatte heute auch Tränen in den Augen, als ich die Karte meines erwachsenen Sohnes las, der sich bei mir für alles bedankte und mir schrieb, dass es mich liebt. Ich kann doch nicht alles falsch gemacht haben
Liebe Grüße
Kimberly