Liebe Dunkelrot und alle,
ja, ich habe noch ab und an mitgelesen, mich aber aufgrund der Querelen im Thread zurückgezogen, weil mich dies triggerte.
Da ich aber immer noch Probleme mit der kognitiven Dissonanz habe und auch aus anderen privaten Gründen, werde ich hier nicht mehr regelmäßig mitschreiben.
Nur so viel zu meinem Verarbeitungsstatus: Das Gute am Schlechten ist in meinem Fall, dass die bereits 2007 im Rahmen einer Therapie kognitiv gemachten Erkenntnisse ausgelöst durch den Missbrauch des Narz nun in eine neue Runde gehen, was so viel heißen soll, dass sie nun auch seelisch von mir nachvollzogen werden können.
Nachdem mich Phoenix vor langer Zeit mal fragte, ob ich wirklich nie was gemerkt hätte und ich das weitgehendst von mir wies mit der Begründung, Narz hätte eben besonders gut manipuliert, muss ich heute sagen, dass das keineswegs stimmt. Die Entdeckung alter Mails bewies mir nämlich, dass ich bereits von Anfang an die wesentlichen Aspekte erkannte und so bsplw. formulierte, dass Narz die perfekte Frau will, um seinen Selbstwert aufzupolieren u. ä. Ich wusste alles, hatte ein großes Unbehagen, konnte seine Eigenschaften allerdings nicht dem dem sozial angepassten Narzissten zuordnen, da dieser mir unbekannt war. Aber was tat ich? Nun ich ging auf die Verführungsmasche zu 100% ein, verdrängte was das Zeug hielt, weil ich unbedingt ein Quentchen vom Glück anderer dauerhafter zufriedenstellender Beziehungen haben wollte. Das genannte Unbehagen wurde verdrängt, weil ansonsten ich mir hätte zugestehen müssen, dass ich es u. U. mit einem betrügerischen, manipulativen und feindseligen Fremdgänger zu tun habe, der lediglich meine Merkmale schätzt, aber nicht mich als Person, denn die Merkmale waren es, die er haben wollte, und nicht die Person.
Für meinen Teil gilt, bei uns funktionierte das Schlüssel/Schloss Prinzip bestens, denn ich ließ zu, dass ich meinen Selbstwert von einem an sich selbstwertschwachen Mann abhängig machte, ich ließ mir den TÜV-Siegel aufdrücken und wähnte mich dennoch in einer an sich gesunden Partnerschaft.
Heute weiß ich, dass wenn ich nicht an meinen Mustern arbeite, ich derart wiederhole werde, dass ich mich nicht unbedingt in der nächsten narzisstischen Partnerschaft wiederfinden werde, aber diese meine Muster auf eine andere Art und Weise hemmend in einer Partnerschaft auswirken werden.
Es gilt also nicht nur, die Trauma der Kindheit zu verarbeiten, sondern auch von dem Gedanken Abschied zu nehmen und ihn auch zu betrauern, dass da irgendwo der Erlöser auf mich wartet, der mich für all das entschädigt, was mir als Kind vorenthalten wurde, ich also aus dem Paradies vertrieben werde, was ich nie hatte. Meine Vermutung ist, dass ich mich immer noch in der kognitiven Dissonanz befinde, eben weil mir der Gedanke schwer fällt, zu sagen, du bist getäuscht worden und hast dich täuschen lassen, eben weil du so sehr das Paradies wolltest und auch jetzt dich nicht von dem Gedanken verabschieden kannst, dass es das Paradies nicht gibt und immer ein Teil in der Kette fehlen wird.
Insbesondere zwei Bücher haben mir in letzter Zeit geholfen: Susan Forward "Die Lügen der Männer und Alon Gratch "Die 7 Todsünden der Liebe". Beachtet bitte nicht die reißerische Titel der deutschen Übersetzung, hier geht es um Verkaufszahlen auf dem Markt der Psychopoplieteratur, die Bücher an sich fand ich sehr hilfreich. Insbesondere Forward erläutert ausführlich, wie Verdrängung funktioniert und wie unterstützend sie sich auf den Lügner und das ganze Lügenkonstrukt auswirkt.
Piccolina und Elfenstaub, ihr seid noch relativ am Anfang.Mit eurem Entsetzen und auch Fassungslosigkeit darüber, wie bösartig narzisstisches Verhalten sein kann, habt ihr mich gut am Anfang gespiegelt, wo die Erkenntnis über eine derartige Verschlagenheit schlicht und ergreifend meinen Horizont überschritt. Ich wünsche euch viel Kraft und Durchhaltevermögen. Denkt dran, ihr habt mit eurer Entscheidung- um mit S. Forward zu sprechen- die Integrität und eure emotionale Gesundheit gewählt. Alles andere wäre auf Selbstverlust hinausgelaufen.
Ja Dunkelrot, unsere waren sich wohl sehr ähnlich, bis auf die Dro. und den Alk, die waren bei dem Kontrollfreak an meiner Seite verpönt. Übrigens habe auch ich den Spruch: "Ich kann mit Liebe nichts anfangen..." mehrfach gehört. Aber sofort kam die Entschuldigung, aber das können ja die meisten Menschen nicht. Nun, viele Menschen können Liebe zwar nicht definieren, aber sie dennoch fühlen. Narzissten können oft weder das eine noch das andere, je nach Schwere der narzisstischen Ausprägung.
Leider verhält es sich bei mir immer noch so, dass der Betrug (und ich meinen damit das gesamte Paket an *beep*, Maskierung, Lügen, virtueller/nichtvirtueller Betrug etc.) immer noch Übelkeit bei mir erzeugt, das scheint sich auch noch nach 10 Monaten noch nicht ausgeschlichen zu haben.
Ein Kalauer zum Ende, bei unserem allerletzten Telefonat meinte Mr. Exsuperverklemmt zu mir, dass ich immer die einfachste Lösung bevorzugen würde, weil bei mir immer die anderen schuld wären

Eigentlich steht mir immer noch der Mund offen, wenn ich daran denke, kurz, weil es so absurd ist, dass es Eingang in ein Lexikon "Einführung in die Grundlagen der Psychologie" finden könnte, Stichwort: projektive Identifikation. Das jeder immer wieder Projektionen unterliegt, liegt auf der Hand, aber so
Bis auf Weiteres wünsche ich euch allen alles Gute und die nötige Kraft!
Kimberly