Guten Morgen allerseits! Ich bin heute leider bisschen schlechter drauf, aber das ist normal. Bin auch müde, das verstärkt das noch.
Zitat von Elfenstaub26:
War dein Ex.-N. eigentlich eifersüchtig? Ich lese das nämlich oft in Beschreibungen. Meiner war am Anfang der Beziehung, zu dem Zeitpunkt an dem er mich sozusagen "fangen" musste sehr eifersüchtig, am Ende keine Spur mehr, ich war ihm mehr als egal.
Anfangs war er wirklich sehr eifersüchtig. Ich war mal gemeinsam mit ihm auf einer Feier und gab für ein Foto einem Junggesellen einen Kuss auf die Maske im Gesicht. Der hat zwei Tage nicht mit mir geredet, weil er sooo enttäuscht war von mir. Hm...dass er aber davor zwei Frauen neben mir hatte, mit denen er geschlafen hat, war nicht so schlimm....Am Ende war er auch nicht mehr eifersüchtig. Weil ich es ja ständig war..
Zitat von Elfenstaub26:
Zu dem vorher angerissenen Thema wollte ich noch sagen dass mir auffällt, dass ich immer wenn ich in seiner Nähe war und mit ihm im Bett war den unglaublichen Eindruck hatte, dass er sehr weiblich ist, wie du sagst auch eher Komplexe und Hemmungen hatte und im Nachhinein gesehen ich mir oft männlicher vorkomme als er war.
Meine Frage: Müssen N. zwingend Machos im Sinne von sehr männlich wirkenden Vollkerlen sein? Meiner war eher ein Jüngling, der durchaus auch als gleichgeschlechtlich durchgehen hätte können, ich habe mich jedenfalls an seiner Seite nie wie eine Frau gefühlt.
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Elfenstaub, das ist sooo krass, das Du das sagst. Meiner war zwar sehr männlich (Typ Alphamann), aber sehr metros.uell, und als ich ihn kennenlernte, war meine Frage an ihn im Gespräch irgendwann, ob er gleichgeschlechtlich sei. Was nicht schlimm gewesen wäre...aber ich wollte es einfach wissen. Er hatte diesen Touch dann doch irgendwie. Er war dann auch eitler als ich, hat länger im Bad gebraucht, Klamotten waren ihm unendlich wichtig, hatte ca. 15 Parfums und stand gerne vorm Spiegel. Er fand sich sehr gutaussehend. Er hatte leider auch eine so liebenswerte Art, dass er wohl jede Frau um den Finger wickeln kann. Er weiss auch immer, was er sagen muss zu ihnen, er passt sich da immer SEHR an! Bei mir dann in der Beziehung natürlich nicht mehr, da konnte er stur, bockig sein, und wenn er schlecht gelaunt war und wir waren aber mit Familie oder Freunden unterwegs, hatte ich halt Pech gehabt. Denn zusammenreissen ging nicht. Nur wenn er was getrunken hatte, da war er dann suepr drauf (fast zu sehr). Meiner hatte übrigens anders als bei Dunkelrot, kein Alk. in dem Sinne...er war aber schon ein Lebemann! zu sehr für sein Alter, fand ich. Unter der Woche nie vor 2 Uhr ins Bett gegangen und dann sich gewundert, warum man tagsüber müde ist. Dr*gen hat er aber auch in Teenagerzeiten genommen. Aber gut, das machen ja einige. aber das Alk. und Dro. irgendwie fast immer eine Rolle spielen bei dieser Persönlichkeitsst*rung ist auch sehr offensichtlich. Weil sie keine Grenzen kennen? Er hat aber auch die GANZe Beziehung hindurch, versucht, sich zu ändern und es mir recht zu machen, ich muss das schon auch zugeben. Aber es kam mir immer so vor, als würde er THEATER spielen! Mir zuliebe...und wenn er mal was geamcht hat (Müll raustragen) meinte er zu mir treuherzig, "siehst du, ich bin ein GUTER Freund". Das ist mir immer sauer aufgestoßen...dieses "guter Freund". Ich kenne das nicht und ich kann bis heute nicht sagen, was mich daran so gestört hat. Eventuell weil ich das Gefühl hatte, er macht es MIR zuliebe...und ist aber nicht echt.
Im Übrigen war er bei Alk. immer gleich, aber ICH wurde krass: sobald ich was getrunken hatte, kam wohl mein ganzer Hass raus, den ich unbewusst hatte und ich habe ihn dann oft sehr gehasst für alles. Wir haben dann immer sooo gestritten, weil ich mich da kaum beherrschen konnte, was auch nicht gut war. Irgendwann hat mich angefleht, dass ich doch bitte keinen Alk. mehr trinke beim Weggehen. Er hatte regelrecht Angst vor mir. Ich glaube, durch den Alk. kamen meine wahren Gefühle und Ängste total zum vorschein, die ich sonst "erfolgreich" verdrängt habe. Ich habe stets mir gedacht "wenn alle wüssten, wie er wirklich ist" oder ich habe mich im Stillen immer gefragt, wie ich einen Menschen lieben kann, der doch eigentlich so einen schlechten Charakter hat (siehe 3 Frauen parallel und zwei davon schwanger)...das ging nicht und ich habe regelmäßig kognitive Dissonanz betrieben "es mir quasi schön geredet oder so hingeredet, dass es wieder zu meinen vorstellungen gepasst hatte). Ganz schlimm
Zitat von Elfenstaub26:
Was mir dabei nur auffällt ist und vielleicht geht es dir auch so Piccolina, dass sie wenn man längere Zeit nicht in ihrer Gegenwart ist, sich ihr Bild verändert. Ich sehe in ihm dann nicht mehr das ungelenke, unsichere, unmännliche Kind, sondern eher den besten Lover aller Zeiten und idealisiere ihn extrem obwohl ich weiß, dass es nicht so ist. Geht es jemandem ähnlich? Wie kann man sich das erklären?
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Ach, Elfenstaub, das gibts doch nicht...genau das war bei uns auch so. Und da wir eine Fernbeziehung hatten, war es JEDES Mal so, dass ich am Sonntag froh war, dass er am Montag fuhr und kaum war er weg, idealisierte ich ihn schon wieder, stellte mir alles wieder toll vor, und bis Don/Freitag konnte ich es kaum erwarten, ihn wieder zu sehen. Am WE dann hat er mich oft wieder genervt durch seine PC-Spielerei etc. Warum zum Teuefel war das so? Ich habe es auf die Fernbeziehung geschoben...aber ihr hattet ja keine, oder? Wenn er da war, fand ich ihn sogar zu Hause manchmal irgendwie nicht anziehend, sondern naja, ich habe in seinem Körper seinen ungesunden Lebensstil "gesehen" (viele Zig., Alk., Fertiggerichte, kaum Bewegung und mit anfang 30 siehst du einfach irgendwann). Kaum war e weg, schwupps, fand ich ihn wieder toll.
@all: mich freut es, dass die Runde immer größer wird. Obwohl "freuen" als Ausdruck eventuell hier unpassend ist. Anul, ich werde mir nachher deine Geschichte auch durchlesen, aber so wie ich das grad seh, war deiner von einer ganz ganz schlimmen Sorte...Du Arme...