Schon wieder ich:
Vermutlich liegt es am Vollmond und am Schlafmangel, vielleicht ist jetzt aber endlich mal die Zeit gekommen meine eigene Fassade einzureißen und nicht immer nur so zu tun, als ginge es mir "ach-so-super". Das tut es nämlich ganz und gar nicht immer.
Im Moment rast die Wut durch die innere Leere und die Hilflosigkeit und wühlt einiges auf. Ich mache sehr viel um nicht auch noch zusätzlich mit Depressionen zu tun zu bekommen. Bin viel spazieren, wandern, sporteln und treffe mich mit Freundinnen, tue was mir Spaß macht und übe mich in Disziplin, damit ich Erfolge erzielen kann, die mich aufbauen und freuen.
Meistens funktioniert das, aber es entsteht aus Disziplin und nicht aus einem inneren Willen heraus, so wie das vorher war.
Selbsthilfegruppen gibt es in meiner Gegend keine und eine Therapeutin, die ich kurz nach dem Ende aufsuchte, hat nicht verstanden, wie ich mich von dieser "Lichtgestalt" trennen konnte. Sie wäre froh, wenn sie mit solch einem Mann zusammen sein konnte.
"Prima", dachte ich nach der ersten Sitzung, Es sieht so aus, als müsste ich auch diesen Weg alleine gehen. Naja, vielleicht bin ich ja deshalb noch nicht weiter.
Elim, ich glaube auch daran, dass diese ganze Geschichte irgendwo irgend einen tieferen Sinn haben muss. Aber ich frage mich zuweilen wirklich, wo und was der sein soll. Und dann frage ich mich: wie oft denn noch? Wie oft will mich Gott denn noch prüfen bis er mir endlich die Aufgabe zuteil werden lässt, in der ich aufgehen kann? Langsam werde ich nämlich alt.
Wie viele Prüfungen muss ich noch bestehen, bis ich endlich ankomme? Oder waren die ganzen vorherigen Prüfungen nur für die eine Große bestimmt?
So wie man viele Klassenarbeiten schreiben muss, bis man endlich Abitur machen kann?
Wann kommt diese eine große Prüfung und wofür ist sie gut?
Heute ist noch nicht mein Tag....
