Zitat von Kontra:@fantasia und alle anderen:
Ich möchte noch mal betonen, dass ich das nicht schreibe, um irgendwem die Schuld zuzuschreiben oder abzunehmen. Ich denke nur, dass es wichtig ist zu sehen, dass nicht jeder Narzisst durch und durch gleich ist - weder als Mensch, noch in seinem Gestört-sein. Sie gleichen sich auffallend in ihren gestörten Zügen, das stimmt, oft fallen ähnliche Sätze, Verhaltensweisen ähneln sich ,usw., aber sie sind in verschiedene Graden gestört. Nicht jeder manipuliert aus einer tiefsitzenden Bösartigkeit heraus, es gibt auch einige, die solchen Schiss vor sich selbst und der inneren Leere, dem einsam-sein, haben, dass sie einfach nur rennen - blind, auf Andere zu, über Andere hinweg.
Das entschuldigt nichts, ist keine Rechtfertigung, aber eine Sichtweise. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Und ich denke nach wie vor: Wer sich zu sehr damit beschäftigt hält, den Anderen für sein Krank-sein zu verteufeln, der schaut wieder nicht auf sich selbst. Das ist die größte Falle das Narzissmus, meiner Meinung nach.
Ich persönlich finde es wichtig und gut, den Ex-Gestörten zu verteufeln.
Du vergisst die Mechanismen einer solchen destruktiven Beziehung. Man gerät in einen Strudel der absoluten emotionalen Abhängigkeit, verliert sich selber, "liebt" den anderen immer tiefer und immer vertrauter .....
gerade die tiefe gefühlte "Liebe" lässt einen total blind werden gegen die eigene Seele, das Bauchgefühl, was sich hier und da meldet oder sich äußert in Panikattacken, die man nie zuvor kannte ... sich aber irgendwie durch anderen Stress erklärt ... oder die gefühlte Traurigkeit, die man wieder wegwischt ..... und und und ....
Die Bindung in einer destruktiven Partnerschaft, die ja einmal und manchmal wie bei mir in meiner ersten ....sogar jahrelang "perfekt" war mit meistens einem extrem hübschen Partner, der auch noch überaus charismatisch ist ..... wächst extrem an.
Der geschickte Psychopath weiß es genau, wie er es zum Wachsen bringt.
Und auf der anderen Seite wächst das Gefühl, dass je mehr man hier und da die "schrägen" Seiten des Partners in Kauf nimmt, man in eine bedingungslose Liebe hineinwächst.
Wie die Mutter für ihr Kind, die ihr Kind immer weiter liebt, auch wenn es sich gegen die Mutter richtet.
Familiäre Bindung entsteht. Tiefe Verbundenheit.
Dann gibt es noch das Stockholm Syndrom. Die Seele überlebt, in der sie nur auf das Gute schaut, sich selbst die bösen und komischen Taten erklärt und Mutter Theresa spielt.
"Er kann nicht anders. Er merkt es ja gar nicht. Er sieht es nicht, dass es mich verletzt. Er will mich ja nicht verletzen. Er sagt das ja auch alles selber zu mir. Ich glaube ihm."
Also quasi dein Erklärungsmuster hernimmt, die du, Kontra, hier aufgeführt hast!
Und dann natürlich eigene Muster .... Beziehungsmuster aus der Kindheit ... immer nur das Gute sehen, sich selber nicht wahrnehmen oder es so erlernt zu haben, dass man sich selber nicht wahrnimmt. Also sich selber auch sowieso eiskalt behandelt.
Aber all das führt nunmal dazu, dass man sich nicht vom Partner lösen kann und ewig lang im Gedankenkarussell um den Partner verbleibt, es immer noch nicht richtig wahrhaben will und auch immer noch bei sich selber die Schuld für sein Verhalten sucht.
Und damit auch noch super anfällig ist für Rückfälle.
Um die eigene Bindung zu lösen, ist die "Verteufelung" ein super wichtiger Schritt.
Sich immer wieder und wieder klar zu machen, dass es da nichts liebenswertes auf der anderen Seite gibt.
Sich immer und immer wieder klar zu machen, dass die gefühlte "Restliebe" keine wahre Liebe ist.
Sondern Sucht und vor allen Sehnsucht nach etwas, was nur Schein war. Aber nicht wahr.
Diese tiefen Gefühle, die man hat, sind kein Zuckerschlecken. Es ist super schwer, sie wegzukriegen.
Das ist nicht so einfach nach dem Motto: "Er ist ein A.... und sowas will ich nicht."
Man weiß es, aber dummerweise liebt man ja weiter. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist.
Und die Wut, die man hinterher hat ist auch nur Liebe, die auf dem Kopf steht.
Um überhaupt zu erkennen, wieder zu sich selbst finden zu können und endlich mal anzufangen, sich "aus dem Partner oder Ex-Partner" rauszudenken, ist der beste Weg NUR noch auf die Taten zu schauen. Sich nur noch das Schlechte, das Böse anzuschauen.
Und nicht SCHON WIEDER wie in der Beziehung mit mütterlichem Verständnis und hochempathischen Erklärungsansätzen die destruktiven, erbarmungslosen Taten des Narzes als "was weiß ich was" zu erklären.
Insbesondere die Nummer: "er ist nicht so wirklich schlimm wie andere und hat mich ja noch nie abgewertet und er ist irgendwie nur gefangen in seinen Mustern und macht das alles nicht absichtlich"
ist einfach super gefährlich.
Mögen die Psychologen das denken. NIEMAND weiß wie der Narz innen drin funktioniert. Noch nicht mal der Narz oder Psychopath selber.
Die Taten sprechen das Gegenteil.
Und der maligne Psychopath funktioniert genauso wie der "harmlosere". Sie unterscheiden sich nur im Ausmaß ihrer Taten. Der eine geht so weit, dass er keine Grenzen mehr in seinen Taten hat, der andere hat noch gewisse Grenzen.
Wenn man sich einen narzisstisch gestörten Serienmörder anschaut, erhält man einfach das, was der Narz ist.
Der eine tötet physisch, der andere psychisch, der dritte macht beides.
Der eine quält physich, der andere psychisch, der dritte macht beides.
Wer so harmlos ist, dass er nichts von alle dem tut, ist auch einfach nicht wirklich gestört. Sondern einfach nur destruktiv oder ein Ar*** oder total egoistisch und selbstsüchtig oder vielleicht ein Borderliner oder hat irgendeine andere Störung.
Aber EGAL:
Um sich aus der gefühlten Bindung heraus zu lösen, bedarf es einer knallharten Verurteilung.
Der Typ/die Typin ist abartig, hat einen TOTAL verar*scht, hat alle Grenzen überschritten, hat noch nicht einmal die normale Nächstenliebe gezeigt, sobald man nicht mehr "zu gebrauchen" war.
So jemand ist zerstörerisch! Und kann zudem höchstgefährlich werden.
..... alles ist erlaubt, um sich endlich aus der emotionalen Falle zu lösen.
Solange man sich nicht selbt verrät und selber verliert in Verbitterung.
NACH dem seelischen Ablösungsprozess sollte der Narz sowieso nicht mehr interessieren.
DANN geht es nur noch um einen selbst.
Um die eigenen Muster, den (Wieder) Aufbau der Eigenliebe, der Ehrlichkeit zu sich selbst, ob man nicht doch einiges komplimentäres in sich trägt ..... was ja nicht schlimm ist. Kann man reparieren und ändern. Und es ist ein Gewinn für einen selbst.
Und den inneren Frieden kann man auch wieder erlangen.
Ich brauche dazu nicht diese eiskalten Aliens zu betrachten und mit jedem Mittel versuchen, ihm Menschlichkeit zu zusprechen.
Das einzige, was ich weiß ist:
Seine Taten hatten GAR NICHTS mit mir zu tun. NICHTS.
Nur mit ihm und was mit ihm ist.
UND: ES IST VORBEI.
Es ist Vergangenheit. Und ich habe keinen Bock, dass diese Vergangenheit in meinem Restleben eine unangenehme Rolle spielt.
Und deshalb räume ich der Vergangenheit nur noch so viel Platz in meinem Leben ein, wie ICH es brauche, um MICH zu reflektieren und um MICH aus mir selbst heraus wieder glücklich zu machen.
Und mich selbst so, wie ich gerne sein möchte.
Unabhängig, fröhlich, glücklich, seelisch gesund, lebensfroh, liebend, .....
gemein, fies, abartig ... (neeeeeeee .... nur Spass

)