Waldbewohnerin
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Zitat von fantasia:@Waldbewohnerin
Hmm .... aber die Vergangenheit kann man nicht ändern.
Auch nicht gedanklich.
Ich habe mal etwas sehr interessantes gelesen:
Vergebung bedeutet zu akzeptieren, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann.
Finde ich auch hilfreich.
Dieses Herumeiern mit "wie konnte er nur", "wieso", "wie kann man nur so sein"....diese Fassungslosigkeit hört dann auf.
Ist aber auch ein harter und längerer Weg, dahin zu kommen.
Ein kleiner Satz reicht da nicht....
Das ist immer die Problematik an diesen schweren Verletzungen. Harte Arbeit, bis man sich da wieder ins Normale gezogen hat.
Dazu gibt es einen sehr interessanten Artikel, Auszug: Mentales Revidieren der Vergangenheit: Kontrafaktisches Denken:
Wann schalten Menschen den Autopiloten ab und reflektieren die Sachlage langsamer und bewusster? Das geschieht zum Beispiel bei negativen Erfahrungen, die sehr knapp ausfielen, etwa wenn eine Prüfung um einen oder zwei Punkte nicht bestanden wurde. Unter solchen Bedingungen verfallen wir in kontrafaktisches Denken, verändern also gewisse Aspekte der Vergangenheit mit dem Ziel, uns auszumalen, was auch hätte passieren können (Gilovich & Medvec, 1995b;)
Je mehr sich die Betroffenen ausmalten, auf welche Weise diese oder jene Tragödie hätte vermieden werden können, indem sie mental die Umstände revidieren, die dazu geführt hatten, desto stärker litten sie nach eigener Aussage (Davis, Lehmann, etc.)
Auszug Ende.
Diese 'Denkschleife' gibt es bei N nicht, weil immer die anderen schuld sind.
Manchmal würd ich mir wünschen, etwas dümmer zu sein, denn diese Leute leben unbeschwerter ... jetzt ganz ehrlich