Hallo an alle, die in diesem Forum schreiben,
ich bin neu hier in diesem Thread. Seit mehreren Monaten schreibe und lese ich im Thread für Affären Frauen und Männer.
Seidem ich seit 17 Monaten mit einem gebundenen Mann zuerst eine Beziehung, jetzt eine Affäre habe, die ich schon mehrere Male versucht habe zu beenden, ohne Erfolg, und in den letzten Monaten das Gefühl hatte eine Gehirnwäsche erhalten zu haben, wusste ich (nicht erst zu dem Zeitpunkt), dass mit ihm was nicht stimmt.
Auch in meinem Stamm Thread wurde andeutungsweise von krankhaftem Narzissmus gesprochen. Ich habe monatelang im Netz recherchiert und alle Puzzleteile passten.
Trotzdem brauche ich noch das letzte Tüpfelchen Gewissheit, weil ich ihn nicht diffamieren möchte.
Ich möchte das hier erstmal nur kurz beschreiben.
Wir haben uns in einer SHG für Depressionen und Ängste kennengelernt. Mein Mann ist erst 58 Jahre, lebt seit 5 Jahren in einem Pflegeheim wegen einer Schwerstbehinderung durch eine Krankheit. Ich lebe alleine.
Er hat eine zwangserkrankte EF, die die Wohnung seit Jahren kaum verlassen hat und mehr oder weniger a.lkoholabhängig ist. S.uell und körperlich Nähe lehnt sie ab.
Ich merkte schnell, dass er S.süchtig/p.ornosüchtig ist. Konfrontierte ihn damit. Er war überrascht über meine schnelle Erkenntnis. In der SHG ist er gerade bei einigen der Frauen sehr beliebt und wird als Freund geschätzt.
Er kommt dort immer so hilfsbedürftig und irgendwie lieb rüber, sodass man das Gefühl hat, ihn beschützen zu müssen.
Ich habe ihn dann ganz anders kennengelernt. Konnte es nicht glauben, was er mit mir veranstaltete, um mich zu "kriegen".
Er war überhaupt nicht der Typ Mann, den ich mir freiwillig ausgesucht hätte, eher unscheinbar. Aber nach einigen Tagen, waren wir Seelenverwandte.
Er wusste alles von mir , ich von ihm......glaubte ich. Jetzt weiß ich, dass er mich da schon angelogen hat. Aber manchmal war er ehrlich, das spürte ich. Er berichtete einiges aus seiner Kindheit. Über einen Vater, der ihn ständig schikanierte und seinen Selbstwert zerstörte.
Er machte in den folgenden. 6 Monaten alles für mich. Er hofierte mich, stellte mich als Traumfrau auf einen Sockel, begehrte mich wie kein anderer vorher, der S. ging nicht leidenschaftlicher. Er machte Geschenke, wir hatten viele Unternehmungen und wunderschöne Kurzurlaube. Immer tolles Essengehen..... es war wie im Märchen, nach der jahrelangen Abstinenz.
Ich war ausgehungert nach Zuneigung, hatte vorher Depressionen und Herzprobleme durch die lange Pflege meines Mannes Zuhause. Jetzt ging es mir plötzlich gut.
Trotzdem merkte ich, er ist irgendwie seltsam.
Seine Frau, von der er behauptete, sie würden gemeinsam nur in einer WG leben, bekam keine neurologische oder psychotherapeutische Hilfe, sie war ausgelaugt und nervlich am Ende mit ihm. Er hatte Zuhause cholerische Anfälle, schrie sie nur an und verdrehte ihr jedes Wort, das sie sagte.
Auch ich konnte nicht mit ihm diskutieren. Es war immer Streit und er musste diesen Streit gewinnen.
In der SHG wurde er oft von seinem "Gefolge" wie ich es immer nannte, gefragt, warum er sich nicht trennen würde. Schließlich war er schon Jahre vor mir in dieser Gruppe und er tat nichts, um dieser seiner EF zu helfen. Er besorgte ihr den A.lk, macht den Haushalt mehr oder weniger....eher weniger und redete ständig von Verantwortung, deshalb könnte er sich nicht trennen.
Er ist ein sehr depressiver Mann, launisch, der am liebsten Zuhause auf dem Sofa liegt und fern sieht
Ich hab ihm dann mal gesagt, dass ich eine Co/Abhängigkeit zwischen seiner Frau und ihm vermute, konnte das ganze aber damals noch nicht richtig einschätzen. Heute vermute ich, dass sie dasselbe, nur viel länger, mitgemacht hat wie ich jetzt und daran zerbrochen ist.....
Die kommt da niemals raus, weil er eine schwache Frau braucht zur eigenen Bestätigung seines Egos
Er wollte mit mir eine gemeinsame Wohnung, hatte allerdings furchtbare Angst vor dem Alleinsein und vor einer Veränderung in seinem Leben.
Wir stritten uns auch sehr oft schon zu der Zeit, er kramte ständig Kleinigkeiten hervor um sie zu zerreden und mich zu in irgendeiner Art und Weise zu beschuldigen, das ich z. B. alles falsch verstehe. Er das so gar nicht gesagt hat.....das ich total durcheinander bin und vergesslich....., das erzählte er auch anderen Leuten. Dann bewunderte er wieder meine Stärke und mein Verantwortungsgefühl meinem Mann gegenüber.....ein einziges Chaos
Er sagte mal, dass er nicht so tief lieben kann, wie andere Leute , aber dass er mich nie verlieren will, dass ich die einzige Frau bin, die er braucht...und...und ....und...... Der erzählte auch seiner EF , wenn er von mir kam, was hier gelaufen ist, also total daneben.
Er kompensierte seine nicht vorhandenen Gefühle in einer untergeordneten Ebene, nämlich der S.uellen Ebene. Deshalb versuchte er, mich von ihm abhängig zu machen. Immer wieder
Wenn er merkte, dass meine Gefühle nachließen, dann ging er wieder in die Phase 1 zurück. Wenn ich dann wieder alle Gefühle aufgebaut hatte, demütigte er mich, beschimpfte mich. Er saugte mich aus und ich hatte auch keine Energie mehr, wenn er bei mir war.
Dann hatte ich eine KS von 2 Wochen, wo er dann Zuhause wieder anfing mit seiner Frau zu streiten. Ich habe mit meiner Liebe zu ihm diese Ehe stabilisiert und tue es anscheinend immer noch. Jetzt ist es etwas ruhiger dort geworden, aber der will mich wieder ganz für sich. Manipuliert mich ständig.
Ich weiß nicht mehr woran ich bin. Wenn er wirklich eine krankhafte narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, dann hat er mir diese große Liebe, nicht nur am Anfang unserer Beziehung, sondern teilweise ja jetzt auch noch, nur vorgespielt und ich war/bin Mittel zum Zweck. Ein grausamer Gedanke.
Ich habe niemanden mit dem ich darüber reden kann. Es würde keiner glauben, der ihn kennt. Deshalb gehe ich jetzt auch nicht mehr in die SHG. Was soll ich dort erzählen, wenn er neben mir sitzt?
Ich musste leider auch feststellen, dass er auch Lügen über mich verbreitet bei anderen Menschen. Ich glaube, dass er selbst seine Psychotherapeutin täuscht.
Jetzt sind wir auf dem Stand, dass er mir täglich SMSen schickt, wenn ich mich trennen will, weint er und bettelt mich an.
Nach den ersten 6 Monaten veränderte er sich plötzlich. Es kam eine Phase, in der er meinte er hätte sich wieder für seine Frau entschieden. Vom Kopf her, vom Gefühl her für mich. Er will beide behalten und keine Entscheidung treffen.
Jetzt hat er sogar wieder seinen alten Ehering auf, wenn er zu mir kommt.
Die Frau ruft ihn oft an, wenn er bei mir ist und er unterhält sich mit ihr, als ob es das natürlichste der Welt wäre.
Ich muss aus diesem Konstrukt raus, aber ich weiß nicht wie. Kann ich ihm sagen, was ich vermute. Ich denke er wird es nicht verstehen und sich selbst nicht reflektieren können. Also bin ich wohl die Schuldige in seinen Augen.
Wird er mich nach einem "AUS" zufrieden lassen. oder wird er mich stalken... ich finde keine Antworten.
LG
Santosha