Zitat von Nicoledexter:.... Aber dieses ganze Schauspiel dazu. Heulen, Psychische Probleme, warum macht man sowas? Und gibt sie zu um dann so zu sein statt dran zu arbeiten? Und warum lässt man den andren leiden? Echt ich hab dem nie was böses getan. Es gab noch nichtmal Streit. Und dann so?.
Ich habe lange gebraucht, mir ähnliche Fragen beantworten zu können... ich musste mir das Ganze mehrfach aus nächster Nähe anschauen und fühlen, um FASSEN zu können und auch mit dem Herz zu verstehen, was der Kopf schon 1000 gelesen und nachvollzogen hatte.
Ja. Es war immer wieder
unfassbar. Das Wort trifft es für mich einfach am allerbesten und alle Menschen, die ich treffe, die Ähnliches erlebt haben, benennen und beschreiben es so.
Ja. Er kann im einen Moment herzzerreissend weinen und seine Gefühle offenbaren (ist mir auch so ergangen) und ich bin auch sicher, in dem Moment glaubt er (meist) selbst, was er sagt und tut.. Und nur kurze Zeit darauf schneidet er einen ab und verlässt einen aufgrund irgendeines fadenscheinigen, wirren, nicht nachzuvollziehenden Vorwands.
Er hat zur gleichen Zeit eine riiiiiesengroße Sehnsucht nach Nähe und Verbindung, aber nahezu im gleichen Moment eine überflutende panische Angst davor....Daher ist in ihm eben NICHTS von Dauer... kein Gedanke... keine Idee... kein Gefühl... welches er ja nie benennen kann... (Sie haben schon Gefühle, aber greifen, benennen, verstehen, tun sie sie nicht... Sie haben keine Worte für irgendetwas, was IN ihnen vor sich geht... sie sind sich fremd.) Konstant ist daher nur ihre innere Instabilität.... in jeder Hinsicht.
"Sie" kennen ihr eigenes wahres Selbst so wenig, dass im nächsten Moment, aufgrund ihrer Näheängste, alles ins absolute Gegenteil kippen MUSS. Das habe ich jetzt für mich begriffen.
Er wird in der Nähe von panikartigen Ängsten überflutet, die er immer falsch zuordnet und interpretiert. Er kann sie niemals dorthin verorten, wo sie "hingehören".... nämlich in seine frühen Beziehungserfahrungen mit der Mutter oder anderen frühen wichtigsten Bezugsperson (meist wird die ja noch absurderweise stark idealisiert.... puuuuuhhh - das hat mich immer so aufgeregt), die in ihm getriggert werden. Nein - er bringt diese Panik mit der jeweiligen aktuellen Frau (in meinem Fall mit mir!) in Verbindung und kippt innerlich - von jetzt auf gleich, projiziert auf mich in dem Moment alles mögliche krude Zeug... beginnt mich in solchen Momenten, wie eine "böse, hexenartige" Frau wahrzunehmen, vor der man gaaaaaanz schnell weglaufen muss. Buuhhh!

Das ist auch nicht besprechbar... Kein Rankommen.... Alle Gefühle werden schlagartig abgeschnitten, abgespalten... ein ganz krasser sehr früher Abwehrmechanismus...
Und ja. Und ich habe es genauso erlebt wie ihr beschreibt... es ist
furchtbar schmerzhaft, demütigend in dem Moment des Fallengelassen und Abgeschnitten Werdens. Man wird ausgetauscht... es gibt immer schon jemand Anderen, den er anzapfen kann. Bis das Verstehen auch im Herz angekommen ist, scheint alles völlig unverständlich und wie aus heiterem Himmel zu passieren. Höllenschmerzen - so würde ich das auch beschreiben. Ohnmacht... Hilflosigkeit... kein mögliches klärendes Gespräch... keine Antworten... einfach nur gleichgültiges Desinteresse.
Und ja - ich bin mir sogar sicher, dass er sich nach dem Fallenlassen von jetzt auf gleich noch an unserem Leid erfreut bzw. sich daran psychisch aufrichtet. DAS wirklich in seiner Gänze zu verstehen (nicht nur vom Kopf), hat zuletzt bei mir dazu geführt, dass ich nur noch Ekel empfinde und die Erkenntnis:
Ich habe mich für einen Menschen ereifert und begeistert, der
in höchstem Maße unzuverlässig, unehrlich (Lügen wegen jedem kleinen unwichtigen Sch...., wie ich festgestellt habe), absolut gleichgültig/desinteressiert an meiner Persönlichkeit und absolut unfähig zu echtem schönem wechselseitigen Kontakt (übrigens auch in der S.....tät ist!) und überhaupt nicht zu Liebe fähig ist, eine Niete in Bezug auf Einfühlungsvermögen, Selbstreflexion und die Fähigkeit, Konflikte auszutragen...
Daher: es ist einfach nur schrecklich, so fallengelassen zu werden... aber ein stetig wachsendes Verständnis für das, was da passiert ist und dieser kranken Verhaltensweisen und eine Beschäftigung damit, warum ich mich selbst habe auch auf ihn eingelassen... haben mir sehr geholfen. Seither hat sich in meinen Beziehungen und meinem Leben Einiges verändert...
In der Folge begann ich mich ganz selbstverständlich mehr mit mir und meinen Themen - für die der N. sicherlich
der beste "Leuchtturm" und "Wegweiser" war.... zu beschäftigen - und immer mehr MEIN Leben zu leben.
Liebe Grüße und viel Kraft an alle, die gerade durch diesen gruseligen Schmerz müssen... Ihr habt mein vollstes Mitgefühl...