Hallo zusammen.
Ich bin gestern Abend auf dieses Forum gestoßen und ich bin so dankbar... endlich habe ich die Bestätigung dass ich nicht verrückt bin!
Ich bin 35, habe eine 6-jährige Tochter und habe im Dezember 2015 den Narzissten kennengelernt. 36, Witwer ( seine Frau starb an Krebs), 2 Kinder (7und

und anfangs der Traum schlechthin. Absolut verbindlich und gab mir das Gefühl, in mir seine Traumfrau gefunden zu haben. Die Kinder haben sich gut verstanden und schnell an mich gebunden. Aber: meine Tochter mochte ihn nie.
Doch schon bald- als er mich sicher wägte- ging das Drama los. Lügen, Machtspiele, Zurückweisungen, alles an mir war plötzlich falsch, Manipulationen, Demütigungen, extremes Misstrauen, immer wieder Nähe und Abstand.
Es hat so viel Energie gekostet. Ich habe 10 kg abgenommen und viel zu viel geraucht, geweint und hab mich Tag und Nacht nur noch um ihn gedreht. Obwohl wir nur sehr wenig Zeit wirklich gemeinsam hatten. Dauernd whatsapps (Kontrolle), stundenlange Diskussionen und Beleidigungen per whatsapp bis ich nervlich völlig kaputt war. Er verdrehte in stundenlangen Diskussionen jedes Wort und alles und am Ende fühlte man sich ausgesaugt und völlig Matsch in der Birne. Schuld, in der Beziehung, in der Familie, in Arbeitsverhältnissen, Freundschaften: immer die anderen! Er: immer das Opfer, der doch nichts dafür kann dass die Welt böse mit ihm umgeht.
Mein Narzisst fand immer neue Gründe warum er nicht konnte oder warum er mich nicht (mehr) an sich heranlassen konnte.
Dauernd dachte er sich Krankheiten aus für sich und seine Kinder.
Dauernd hieß es ich würde ihn beleidigen und respektlos sein.
Ich hätte Geheimnisse.
Männergeschichten.
Würde dauernd lügen.
Die Kinder nicht gleich behandeln.
In Wirklichkeit war es genau umgekehrt. Er hat mich belogen,wie im Nachhinein mehrfach festgestellt sogar in völlig unnötigen Angelegenheiten, quasi nur um des Lügens Willen.
Er hat mich fertig gemacht für nichts! Ich war nachher so verunsichert dass ich Angst vor Begegnungen und Telefonaten hatte. Er war im Bett oft auch tendenziell egoistisch und leicht sadistisch. Es war immer auch ein Dorn in seinem Auge dass ich studiert hatte und er nicht. Er hat meiner Meinung nach ein ganz schlechtes Selbstwertgefühl.
Und: er hat mich nie in Ruhe gelassen! Ich war so oft so weit dass ich sagte er soll sich nicht mehr melden, aber wieder und wieder bin ich auf seine Kontaktaufnahme hin weich geworden.
Irgendwann habe ich selbst geglaubt dass ich das Problem in der Beziehung bin, ihn verletzt habe, denn er war doch 10 Jahre mit seiner Frau zusammen und es lief doch ganz gut... wie ich später erfahren habe war es aber so dass er 6-7 Tage die Woche bis zu 16 Stunden gearbeitet hat. Und dass er zu ihr auch nicht besonders gut war. Sie hat es nur ausgehalten, denke ich. Und sie standen in Trennung, als sie die Diagnose bekam. Als sie dem Tode nahe zwischendurch lichte Momente hatte, muss sie auf ihn losgegangen sein. Er sagt dass sei wegen des Gehirntumors gewesen, der habe ihr Wesen verändert und die Wut verursacht. Ich habe eine andere Meinung. Wie schrecklich, wenn man seine Kinder mit so einem Mann alleine lassen muss!
Was ich in dieser Zeit mitgemacht habe, war kaum zu ertragen. Ich habe teilweise echt an meinem Verstand gezweifelt. Ich habe bis zuletzt noch die Hoffnung gehabt dass er erkennt dass ich es gut mit ihm meine und ihn liebe und ihm nicht weh tun will. Dass wir eine Familie werden.
Gestern wollten wir essen gehen. Dinge klären( ich kann es nicht mehr hören- klären.... wir haben nie was anderes gemacht). Ich den Babysitter bestellt, geduscht, mich gerade am fertigmachen- da kommt die Nachricht es wird wieder später als verabredet. Da reichte es mir. Jede Verabredung wurde verschoben und verlegt oder abgesagt und ich mache mich verrückt während er sich null bemühte! Ich habe gesagt: gut, dann nicht. Und zu weiteren Verabredungen und Gesprächen bin ich auch nicht mehr bereit.
Da war er völlig perplex das habe ich gemerkt. Ich habe aber auch in den letzten Wochen trainiert mich abzulenken und nicht mehr so viel an ihn zu denken. So hatte ich einen geringen emotionalen Abstand gewonnen.
Und dennoch: es tut weh und ich habe das Gefühl es nicht aushalten zu können. Es fällt mir schwer, den selbst gebastelten Traum aufzugeben. Ihn egal werden zu lassen.
Im Moment bin ich nur wütend über das was er mit mir gemacht hat und sich immer noch arrogant und feist grinsend im Recht sieht. Ich wünsche ihm die Pest ans Bein und dass er nie wieder glücklich wird und nur noch hässliche Frauen kriegt... sowas halt.
Aber eine Frage habe ich: wie sind Narzissten eigentlich als Väter? Fühlen sie da auch nichts?
Er macht unheimlich viel für die Kinder, aber, genau betrachtet, fast alles nur was eine Aussenwirkung hat ( Vereine, zum Grab gehen, Größe Geschenke, Schulelternbeirat usw)