Zitat von Lyra:...Also das mit der Spiegelung krieg ich nicht zusammen. Für mich ist er ein emotional armes A***, der sich bei mir eine Zeitlang bedient hat. Ich finde in mir wirklich nichts dergleichen....lg Lyra
Liebe Lyra, mir ist es auch sehr lange an dieser Stelle so gegangen. Hab das mit der Spiegelung lange immer nicht so richtig verstanden...
mir halfen später u.a. die folgenden Fragen, die zur Spiegelung anregen sollen... da leuchtete es mir dann mehr ein:
Was hat mich an N. begeistert? Durch was fühlte ich mich angezogen? Habe ich ihn für etwas bewundert? Hat mich das aufgewertet, diesen Menschen an meiner Seite zu haben?
Was hat mir vor der Beziehung mit N. gefehlt? Was habe ich vermisst? Was konnte er in mir ausfüllen? Was brauchte ich um mich besser zu fühlen? Welche Sehnsüchte und geheimen Wünsche hat er angesprochen? Was hat er mir gegeben, was ich zuvor niemals gefunden habe?
Wollte ich aus der Einsamkeit raus? Konnte ich mir nicht selbst genügen? Fühlte ich mich alleine unvollkommen?
Hatte ich das Gefühl, helfen und ihm zur Verfügung stehen zu wollen, damit es ihm besser ging?
Oder habe ich nach Schutz und Halt gesucht, glaubte es bei ihm gefunden zu haben?
Glaubte ich endlich die Anerkennung udn Akzeptanz zu bekommen, die ich in meinem Leben immer wieder vermisst hatte? Habe ich mich größer an seiner Seite gefühlt? Hat er mein Selbstwertgefühl aufgebaut?
Habe ich mich von ihm gesehen und wahrgenommen gefühlt?
Hat er mich und meine Bedürfnisse gespürt und ist er darauf eingegangen? Oder hat er mich wie Luft behandelt? Hat er meine Probleme als Bagatelle abgetan? War er hart und schroff dabei, wenn er sich abgewendet hat?
Hat er mich an Entscheidungen teilhaben lassen? Hat er mich mit eingebunden? Hat er mich um meine Meinung gefragt? Hatte ich Gefühl meine Meinung war wichtig für ihn? Oder hat er mich ständig übergangen und wenn ja - wie habe ich mich dabei gefühlt? Wut, Enttäiuschung, Ohnmacht
Spiegelung: Übergehe ich mich selbst manchmal und achte nicht auf eigene Meinung, Bedürfnisse und Interessen?
Binde ich mich selbst nicht mit ein?
Höre ich mir selbst zu und nehme ich mich wirklich selbst ernst?
Hat N. unter irgendetwas gelitten und hat er mich das spüren lassen?
Alk. Depression, Elternhaus etc.
Wie hat sich das geäußert?
Habe ich ihm geholfen? Hatte ich Verständnis für seine Situation? Habe ich es gerne getan oder hat es sich wie Pflicht angefühlt? Wie hat er reagiert, wenn ich seine Probleme ignorierte?
Habe ich selbst unter irgendeinem Handycap gelitten?
Wie ist er darauf eingegangen? Hat er sich liebevoll um mich gekümmert?
Hatte er Verständnis für meine Lage oder hat er meine Probleme nicht ernst genommen oder mir sogar selbst die Schuld gegeben?
Wie wechselseitig sind wir auf die Bedürftigkeit des Anderen eingegangen?
Anfang der Beziehung: Was hat er versprochen oder in Aussicht gestellt? Was hat er davon umgesetzt?
Hat er seine Versprechen glaubhaft in Aussicht gestellt, aber immer wieder vertagt?
Wie fühlt es sich jetzt noch für mich an, wenn er Dinge nicht eingelöst hat?
Wie war das in vergangenen Beziehungen? Habe ich mich früher schon einmal blenden lassen?
Hat vielleicht die Mutter oder der Vater etwas versprochen, was so niemals eintrat?
Wenn ja - wie habe ich mich damals gefühlt und inwieweit ist es mit heute vergleichbar?
Spiegelung: Wie gehe ich selbst mit mir um?
Blenden ich mich selbst manchmal? Verspreche ich mir selbst manchmal Dinge, die ich nicht halten kann? Und ärgere ich mich hinterher über mich? Bin ich manchmal unehrlich zu mir selbst?
Gestehe ich mir die Wahrheit manchmal nicht ein oder will ich die Wahrheit manchmal lieber gar nicht sehen, weil ich lieber von einer idealisierten Welt träumen will?
Verschließe ich manchmal die Augen vor der Wirklichkeit oder mache ich manchmal mir oder jemand anderem etwas vor, was eigentlich gar nicht den Tatsachen entspricht?
Oder nicht realisiertbar ist?
Spiegelung: Inwieweit finde ich Anteile der vergangenen Geschehnisse in mir selbst wider?
Inwieweit können meinne Erlebnisse in Beziehungen zu anderen Menschen etwas für mich selbst ausdrücken? Inweiweit finde ich Anteile von dem, was ich in anderen Menschen entdecke in mir selbst wider?
Was habe ich an dem N. nicht gemocht? Was habe ich abgelehnt? Welche Seiten des N. konnte ich einfach nicht ausstehen? Was löste Wut oder Äger oder Ekel aus?
Sind mir diese Eigenschaften schon an anderen Menschen negativ aufgestossen?
Wann ist mir dieses Verhalten schon einmal begegnet in meinem Leben?
Und kann es nicht sein, dass ich genau diese Eigenschaften manchmal an mir selbst ablehne oder mir verbiete?
Welches Bild hatte der N. von mir? Wie hat er mich gesehen und wie wollte er mich sehen?
Hat er mich so gesehen, wie ich war oder hat er ständig an mir rumgemäkelt? War er ständig unzufrieden mit mir?
Hatte er hohe Ansprüche an mich und musste ich mich sehr anstrengen diesem Bild gerecht zu werden? War es nie genug? Was habe ich dabei empfunden? Habe ich versucht, diesem Bild zu entsprechen oder habe ich es ignoriert?
Habe ich mich an seinen Massstäben messen lassen? Bin ich ständig seinen Vorstellungen hinterhergelaufen?
Wie habe ich mich dabei gefühlt, etwas zu machen, was ich eigentlich gar nicht wollte.
Spiegeln: Habe ich das Ganze vielleicht schon in meiner Kindheit erlebt? Konnte mich ein Elternteil oder beide auch nicht so annehmen, wie ich war? Gab es ständig etwas zu kritisieren? Hatte ich das GEfühl, nie genug zu sein? Lief ich ständig den Erwartungen hinterher? Wenn ich jetzt darüber nachdenke, welche Gefühle sind dann heute da?
Wie war der N. in der Öffenthclihekt gegenüber anderen Personen? War er dort immer freundlich und zuvorkommend, während er mir gegenüber später immer öfter auch grob und rücksichtslos war? Habe ich in solchen Momenten die 2 Gesichter meines N. kennengelernt? Habe ich mich gefragt, warum er sich gegenüber mir nicht auch so vorbildlich verhalten konnte wie er es bei allen anderen tat?
Wie habe ich mich in solchen Momenten gefühlt?
Habe ich die Verlogenheit an ihm wahrgenommen? Oder war es für mich ok.
Konnte ich mich mit seinen Worten identifizieren oder hat es mich angeekelt?
Spiegelung: Und entdecke ich so ein Verhalten manchmal auch in mir selbst? Benehme ich mich auch unterschiedlich gegenüber bestimmten Personen? Passe ich mich auch öfter in bestimmten Situaitonen an und spiele lieber eine Rolle um von der Umwelt akzeptiert zu werden und in einem guten Licht dazustehen? Oder bleibe ich schon mehr bei mir selbst und verbiege mich nicht? Wie sehr bin ich bereit mich selbst von mir zu entfremden, um die Akzeptanz der anderen zu erhalten?
Hat mich der N. auf irgendeine Weise bestraft, wenn ich nicht auf seine Erwartungen oder Forderungen eingegangen bin? Musste ich immer Angst vor seinem Zorn oder seiner Abweisung oder Missachtung haben, wenn ich es ihm nicht recht machen konnte? Welche Gefühle kamen in mir auf in solchen Situationen? Wütend, zornig, ohmächtig, wie gelähmt? Oder habe ich mich sofort schuldig gefühlt ? War ich nur damit beschäftigt, IHM alles Recht zu machen? Habe ich seine Worte niemals in Zweifel gezogen?
War ich erleichtert, wenn er wieder zufrieden mit mir war? Fiel dann Stress von mir ab?
Wie war das in vergangenen Beziehungen? Hatte ich auch schon früher oft das Verlangen, es anderen Menschen unbedingt Recht machen zu müssen? Um mich selbst hinterher besser zu fühlen?
Glaube ich, mich anderen unbedingt unterwerfen zu müssen, um anderen zu gefallen?
Hat er harte Regeln aufgestellt, die ich für unangemessen gehalten habe?
Empfand ich seine Regeln und Rituale als unfair? Und hatte ich das GEfühl, dass er selbst sich oft nicht an die Regeln gehalten hat, während er von mir verlangte, sie ständig einzuhalten?
Wie habe ich mich bei diseer Ungerechtigkeit geüfhlt? Was ist geschehen, wenn ich mich nicht dran gehalten habe?
Spiegelung: Wo erlege ich mir selbst zu strenge Regeln auf?
Wo gehe ich sebst unfair und streng mit mir um? Wo verlange ich etwas von mir, was an der Realität vorbeigeht? Warum glaube ich, mich an diese Regeln halten zu müssen?
etc. etc. etc.
sorry... ist ziemlich lang geworden... ist aus dieser Meditation