sonne-5273
Gast
Hast Du vielleicht - unabhängig von Deinem Ex und dem Zustandenkommen einer möglichen Paartherapie - eine professionelle Begleitung? Ist nur ein erster Eindruck, aber für mich klingt das so, als würde Dir das gut tun. Für mich war Therapie im ganzen Prozess immer wieder sehr wichtig, um die Bedeutung dieses Gedankenkreisens zu verstehen und um überhaupt zu verstehen, warum die Beziehung von mir eine so überirdisch hohe Bedeutung zugeschrieben bekommen hat.
Ja und zu Deine Fragen. Ich würde Dir gerne etwas anderes sagen, aber es dauert. Es braucht soviel Zeit, wie es braucht, bis Du viel mehr bei Dir ankommst und Dich wichtiger nimmst als alles Andere. Was das im Einzelnen ganz genau ist, ist bei Jedem ja ganz unterschiedlich. Dass Du auf jeden Fall nie mehr aufhörst, Dich zu jeder Zeit mit genügend Selbstfürsorge zu bedenken.... Wo Du gerade stehst, musst Du jetzt herausfinden.
Bei mir finde ich z.B. einen unmittelbaren Zusammenhang dazu, wie gut es mir gelingt mich mit ausreichender Struktur, Übersicht, Klarheit in meinem Alltag zu bedenken, es mir also auch gelingt, Dinge, die ich gerne mal liegen lasse und die mir unangenehm sind, weil sie mir wie auch immer Angst machen, zu bewältigen. Überhaupt sind neue Schritte entlang meiner eigenen (oft auch sozialen) Ängste in Richtung immer mehr Autonomie in meinem Tempo mein persönlicher Weg. Dann geht es mir gut und die Bedeutung des N. und das Gedankenkreisen nehmen deutlich ab.
Du wirst ganz sicher peu a peu auch beginnen ganz wichtige Dinge über Dich herauszufinden. Wie gesagt - der Partner wird in jeder Hinsicht der beste Lehrmeister für Dich sein! Davon bin ich mittlerweile so was von überzeugt. Außerdem finde ich diese Einsicht tröstlich... weil es dem Ganzen einen positiven übergeordneten Sinn gibt. Wenn es schon alles so schwer ist so z.T. so furchtbar weh tut....
