Zitat von Conchita35:Er weigerte sich auch seine Sachen mitzunehmen.
Wenn ich dir einen Rat geben darf, dann schick ihm die Sachen zu oder stell sie ihm vor die Tür. Solange du sie bei dir hast, gibt ihm das einen Freifahrtsschein um dich deswegen zu behelligen, dich unter Druck zu setzen oder um wieder in Kontakt mit dir zu kommen. Egal wie viel Zeit dazwischen vergangen sein mag. Mein Narz hat sich urplötzlich nach 4 Jahren Funkstille wieder bei mir gemeldet.
Zitat von Conchita35:Heute hat er mir plötzlich geschrieben. Natürlich geht's wieder nur um ihn. Wie sehr er leidet. Aber ich würde die Wahrheit verdienen.
Ich bin völlig ratlos. Wie soll ich weiter reagieren? Am besten gar nicht?!
Wenn du dir selbst einen Gefallen tun willst, dann bitte ignorier ihn. Eine Beziehung mit ihm hat keine Zukunft, außer du willst dich weiter fertig machen lassen, bis er evtl. ein neues "Opfer" gefunden hat. Wobei es gut sein kann, dass das bereits der Fall ist.
Zitat von Diavolina:Er gibt nie nach, egal, wie offensichtlich es ist. Und wenn er Monate auf Kontakt verzichten müsste, das würde er in Kauf nehmen, nur um keinen Fehler zugeben zu müssen.
Zitat von Diavolina: Unnachgiebig ist er auch. Gemein und stur. Ja extrem stur. Einreden tut er nicht, er fällt dann in das andere Extrem, er schweigt sich aus, blockt jeden Kontakt, ignoriert, wo es nur geht und gibt mir keinerlei Chance, an ihn heranzukommen.
Falls du den Begriff nicht kennst, dann google mal "Silent Treatment" [url=wikipedia.org/wiki/Silent_treatment]Wikipedia dazu[/url]
Das ist genau das, was er mit dir macht und im Endeffekt auch nur eine andere Art des emotionalen Missbrauchs. Und er kommt damit durch, weil er weiß, dass du früher oder später nachgibst.
Zitat von Diavolina: Das ist viel schlimmer, denke ich. Mir wäre es dann lieber, er würde auf mich einreden bzw. mit mir reden. Das Blocken ist das Schlimmste, was es nur geben kann.
Glaub mir, du fändest das andere Extrem genauso schlimm. Mein Narz hat mich teilweise mitten in der Nacht aufgeweckt und mich dann stundenlang wach gehalten, nur um mir mitzuteilen, was ich seiner Meinung nach wieder falsch gemacht habe oder womit ich ihn mal wieder maßlos enttäuscht habe. Es kam eigentlich fast wöchentlich vor, dass er sich unter großem Drama von mir trennte. Sobald ich nach Hause kam, wartete an den meisten Abenden nur Drama auf mich daheim und endlose Diskussionen (wobei ich schon eher sagen muss Monologe), die ich eigentlich gar nicht führen wollte, aber führen musste, weil er mir keine andere Wahl ließ. Wenn ich mich aus der Situation rausziehen wollte, kam er mir hinterher. In meinem Alltag war ich eigentlich nur noch ein Schatten meiner selbst, da meine ganze Energie im Umgang mit ihm drauf ging. Erschöpfung war ein Dauerzustand und ich habe eigentlich permanent nur noch vor mich hingekränkelt.
Letztendlich scheint es mir, als gibt es bei diesen Menschen nur Extreme. Nur schwarz oder weiß. Ein Grau existiert nicht.
Zitat von Diavolina:Derzeit bin ich (noch) nicht so weit, daß ich mich lösen kann. Daher kann ich die Frage ob ich mit dem Menschen noch eine Beziehung führen will, (leider) trotzdem nur mit ja beantworten.
Darf ich fragen, was dich bei ihm hält?
Bei mir war es die anfängliche schöne Zeit und meine eigene sture Entschlossenheit, dass ich diesem Mann nur genug Liebe entgegenbringen müsste um ihn zu "retten" und ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Ihm zu zeigen, dass nicht alle Frauen so mies sind, wie er von seinen Exfreundinnen behauptete (welche ihn angeblich alle nur enttäuscht und hintergangen hätten). Ich wollte ihm und wahrscheinlich auch mir beweisen, dass ich ein guter Mensch bin und habe versucht daraus meinen Selbstwert und meine Daseinsberechtigung zu ziehen. Gebraucht zu werden. Es klang ja auch immer alles so schön... die Liebe seines Lebens... er hätte noch nie jemanden so geliebt wie mich zuvor... er sprach nur in der Superlative. Letztendlich rechtfertigte er dann auch immer alles damit. Tja, wenn man jemanden so sehr liebt würde es eben auch nicht ausbleiben, dass Verletzungen dann auch dementsprechend weh tun.
Bis er mir vor einigen Wochen (er hatte nach 4 Jahren wieder Kontakt aufgenommen, wo sich die Muster dann unter dem Deckmäntelchen Freundschaft fortsetzten) im Streit sagte, er hätte mich ja eigentlich eh nie so geliebt, wie ich ihn. Ihr seht, ich habe das alles eigentlich nur für eine Illusion ertragen, während er mich die ganze Zeit für seine Zwecke und seinen Komfort ausnutzte und ein williges Publikum für seine Schauspielkünste fand. So verblendet war ich. Bis dahin habe ich ihn eigentlich immer nur entschuldigt und hatte Mitleid mit ihm. Er hatte ja so eine schwere Kindheit und das Leben hat ihm so übel mitgespielt...
Nein, ich werde ihn nun nicht mehr entschuldigen. Er hat mit diesem Satz zugegeben, dass das alles Berechnung war und ich nur Mittel zum Zweck. Er hat in seiner Rage und dem Vorsatz mir noch einmal richtig eine reinzudrücken die Maske fallen lassen und ich habe endlich erkannt, dass sich dieser Mensch nie ändern wird.
Soviel auch zum Thema Mitleid mit dem Narz...