Gaylen
Gast
Zitat von Karou:[
Bei mir war es die anfängliche schöne Zeit und meine eigene sture Entschlossenheit, dass ich diesem Mann nur genug Liebe entgegenbringen müsste um ihn zu "retten" und ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Ihm zu zeigen, dass nicht alle Frauen so mies sind, wie er von seinen Exfreundinnen behauptete (welche ihn angeblich alle nur enttäuscht und hintergangen hätten). Ich wollte ihm und wahrscheinlich auch mir beweisen, dass ich ein guter Mensch bin und habe versucht daraus meinen Selbstwert und meine Daseinsberechtigung zu ziehen. Gebraucht zu werden. Es klang ja auch immer alles so schön... die Liebe seines Lebens... er hätte noch nie jemanden so geliebt wie mich zuvor... er sprach nur in der Superlative. Letztendlich rechtfertigte er dann auch immer alles damit. Tja, wenn man jemanden so sehr liebt würde es eben auch nicht ausbleiben, dass Verletzungen dann auch dementsprechend weh tun.
Bis er mir vor einigen Wochen (er hatte nach 4 Jahren wieder Kontakt aufgenommen, wo sich die Muster dann unter dem Deckmäntelchen Freundschaft fortsetzten) im Streit sagte, er hätte mich ja eigentlich eh nie so geliebt, wie ich ihn. Ihr seht, ich habe das alles eigentlich nur für eine Illusion ertragen, während er mich die ganze Zeit für seine Zwecke und seinen Komfort ausnutzte und ein williges Publikum für seine Schauspielkünste fand. So verblendet war ich. Bis dahin habe ich ihn eigentlich immer nur entschuldigt und hatte Mitleid mit ihm. Er hatte ja so eine schwere Kindheit und das Leben hat ihm so übel mitgespielt...
Nein, ich werde ihn nun nicht mehr entschuldigen. Er hat mit diesem Satz zugegeben, dass das alles Berechnung war und ich nur Mittel zum Zweck. Er hat in seiner Rage und dem Vorsatz mir noch einmal richtig eine reinzudrücken die Maske fallen lassen und ich habe endlich erkannt, dass sich dieser Mensch nie ändern wird.
Soviel auch zum Thema Mitleid mit dem Narz...
Das sind die Worte, Gedanken, Gefühle die sich wie eineiige Zwillinge gleichen....Danke, denn genauso, war mein Exemplar und ich auch. Meine Vorstellungen "in guten, wie in schlechten Zeiten..."
Und ich wollte lieben und alles besser machen wie seine Ex...
Heute stelle ich fest...DA habe ich mich leider überschätzt...sorry, mein Anteil an der Beziehung.
Doch ich habe Mitleid...nicht mit ihm, oh nein!
Mitleid mit Kindern, die geboren werden, obwohl nie geliebt und angenommen.
Er hat zum "Glück" ...keine.
Meine, inzwischen erwachsene Tochter, kann empfinden und lieben.
Für mich das wertvollste was ich dem Leben hinterlasse.
Und DAS ...ist ein unglaublich, wundervolles Gefühl...für eine Mama.
Ich danke dem Leben für dieses Kind.
. Letztendlich bringt es überhaupt gar nichts, er kann das Gefühlschaos das er angerichtet hat am allerwenigsten beseiten. Ich muss mir das immer wieder einbläuen: ES BRINGT EINFACH NICHTS. Nicht als Partner, nicht als Freund, nicht mal für gelegentliche Treffen auf ein B.. Es würde immer nur um ihn gehen. Er würde mir nichts zurückgeben können.
.