Zitat von Lost_38_männlich:Es gibt anscheinend so viele Parallelen und gleiche Verhaltensmuster bei unseren (Ex-) Partnern, dass ich das schon fast erschrecken finde!
Gerne möchte ich ein paar gesammelte "Fakten" zum Thema Trennung zusammenstellen und zur Diskussion stellen. Dabei handelt es sich um eigene Erfahrungen (inzwischen drei Trennungen!) und Erlebnisberichte aus anderen Postings. Ich beschreibe die Trennung, die von dem N.-Partner ausgeht:
...Einer Trennung geht häufig ein Gespräch voraus, in dem der N.-Partner für sein Verhalten kritisiert wurde. Meist hatte sich diese geäußerte Kritik (in uns) angestaut und brach in einer (heftigen) Diskussion heraus.
....Wenn es im Anschluss an dieses Gespräch nicht zu einer sofortigen Trennung kommt, scheint folgender Mechanismus in Gang gesetzt zu werden:
Allmählich (oft über Tage) ändert sich die Stimmung und die Laune des N.-Partners: Schweigen, Vorwürfe, Zurückziehen, schlechte Laune.
...Wir setzen alles daran, die Situation wieder in Ordnung zu bringen, bekommen ein schlechtes Gewissen, hinterfragen uns und unsere geäußerte Kritik, entschuldigen uns. Denn wir wissen: Versuchen wir es nicht, der N.-Partner kann auch die nächsten Wochen und Monate diesen (uns quälenden) Zustand aufrecht erhalten.
...Auch der Zeitpunkt einer solchen Trennung scheint mir taktisch immer gut gewählt zu sein: Vor oder nach wichtigen/schönen Zeitpunkten, Urlaubszeit, Feiertagen...
Erst jetzt liegt der Partner so richtig am Boden, der K.O.-Schlag hat nach vorheriger Zermürbung gesessen, der N.-Partner zieht sich entspannt, erstaunlich zufrieden, nicht wirklich traurig zurück und beobachtet erstmal aus der Entfernung....
So jedenfalls sehe ich den Verlauf der Trennung!
Lost
Hallo Lost,
Nun ich habe nur einmal ein paar angesprochene Stichpunkte heraus gegriffen...
Du bist genau auf dem Weg, mein Empfinden ist ebenso.
Schluss machen zu Feiertagen (Weihnachten liebte er besonders), Jahrestag der Beziehung und auch gerne nach Kritik und der ihm dann von mir so "zugemuteten Stressattacken", an denen natürlich ICH allein oder seine EX Ehefrau schuld war. Er doch nie. Frauen sind blöde (o Ton Narz)
Trennungen erfolgten dann oft aus Nichtigkeiten, richtigen "unsinnigen" Aufhängern, an den "Haaren" herbei gezogen.
Ich stand dann baff vor ihm und fragte mich nur, "was hab ich denn wieder verbrochen?"
Er zog befriedigt ab in dem Gefühl, mein Gedankenkarussell wieder den richtigen Schwung gegeben zu haben.
Anfangs kreiselte es auch gut...
Nach der zweiten "längeren" Trennung (4 und 6 Monate) begann ich zu hinterfragen...IHN.
Mir war die Geschichte irgendwie zu undurchsichtig.
Da ich auch die Schuldzuweisungen nicht nachvollziehen und so, einfach nicht mehr zu akzeptieren bereit war, begann ich zu "recherchieren" und zu lesen.
Bis dato kannte ich auch keinen NARZISSMUS.
Zu dem Zeitpunkt wollte ich noch verstehen und mich "zusammenraufen", litt ganz sicher am Helfersyndrom.
Nun von ihm kam dabei NICHTS.
Heute ist mir jedoch klar, weshalb. Er fand es "klasse" mich hängen zu sehen.
Und ich machte auch prompt alle Fehler, die man in einer Beziehung mit Narz machen kann.
Schrieb Briefe, versuchte ihn zum Gespräch zu bewegen und litt, für ihn offensichtlich.
Und die Schuldzuweisungen prasselten hernieder. In den wenigen Augenblicken die wir uns mal begegneten (Einkauf, Stadt, Garten etc.) massiv und geballt.
Je mehr ich zeigte und je kränker ich wurde, desto härter, lauter und auch lügnerischer.
Die dritte und letzte Trennung kam wieder kurz nach Weihnachten.
Inzwischen hatte ich gelernt, mich gründlich informiert und wartete auf sein "Erscheinen."
Ich konfrontierte ihn mit dem Narzbegriff , seinem Wesen...nun und dann war Sense.
Er stellte mich wie üblich, wieder als die ach so veränderte Schuldige hin und ich gab zum ersten mal richtig Contra.
Na DAS ging ja gar nicht...IHN erkennen und sich wehren? Ein "Opfer" das zappelt und nicht duldet?
Das war das endgültige AUS und zum ersten mal seit fünf Jahren, hat er es anscheinend begriffen, das ich nicht mehr das manipulierbare Dummchen bin.
Alle Manipulationsversuche erfolglos...NEXT her!
Da mein Anflehen, Helfersyndrom und das Annehmen einer Schuld vorbei war...hatte es nun ja keinen Zweck mehr...für Ihn.
Er spielt(spinnt) immer noch in meiner Nähe herum, zeigt mir genau das Gegenteil von dem, was er immer behauptete und versucht zu provozieren.
Nun Ignoranz ist wirklich das Einzigste was da noch hilft.
Mein Kind sagt wie die Pinguine...lächeln und winken!
Nur manchmal fällt das ganz schön schwer, trotz erkannter Narzschemata..
Aber es wird besser und Gaylen immer versierter...
