Zitat von SoNahUndDochSoFern:Wie sieht's bei euch mit Mitgefühl euch gegenüber aus? Wenn ihr z.B. Einen Verlust erlitten habt? Jemand erzählte hier bereits,dass von ihrem N. Kaum Trost kam. Wie sieht's bei den anderen aus? Ich möchte euch Mitleidenden nur zur Reflektion dessen,was ihr alles ertragen habt,anregen

Liebe snudsf, ich will mal deine Anregung aufgreifen zum Thema "Mitgefühl". Meiner Meinung nach lief das bei mir und einem Narz wie folgt: Wenn ich ein Problem hatte, das mich wirklich fertig machte und mich zum Heulen brachte, war er im ersten Moment da. Hörte zu und sagte seine Meinung. Irgendwie auch Lösungsvorschläge, was seiner Meinung nach das Richtige wäre. Das aber alles nur bei Themen, die weder direkt noch indirekt mit ihm zu tun hatte.
Auch dabei fiel mir aber auf, dass SEINE Lösung der einzig wahre gangbare Weg war. Zwar wurden auch meine Vorschläge akzeptiert und "abgesegnet" (er meinte nur, dass es wichtig ist etwas aktiv zu tun), aber irgendwie bekam ich doch den Eindruck, er war von seiner Lösung am meisten überzeugt. Denn bestand das Problem weiter, wurde mir wieder sein Vorschlag unterbreitet.
Ganz zum Schluss war aber nicht mal mehr das von ihm zu erwarten. Er war einfach nur völlig ge- und entnervt und erklärte mir ich müsse mich selbst aus diesem Loch rausholen. Er zeigte kein Verständnis und ließ mich alleine im Regen stehen, wie man so schön sagt. Ich war für ihn einfach nur "Hypochonder und hysterisch".
Grundsätzlich war er quasi zur Seite, wenn eine Problem recht rasch behoben werden konnte. Also wenn ich krank war zum Beispiel. Da kochte er sogar Hühnersuppe. Und ich schmolz dahin. ABER: Wenn mich wirklich was reinriss und es mir mehrere Tage bis 2 Wochen nicht gut ging - körperlich oder psychisch, reagierte er genervt.
Ganz schlimm war es, wenn ich ein Problem mit IHM hatte. Da ging ja gefühlt gar nichts. Endlose Diskussionen endeten im Nirvana und ich war am Ende die Doofe. Wenn ich ihn konsequent am Thema hielt und es schaffte seine Verwirrtaktik abzustellen - das war ein Kraftakt - meinte er zum Schluss wir hätten einen "Durchbruch" geschafft.
Wobei jetzt auch gesagt werden muss: Geändert hat das alles nichts.
Was mir gerade noch einfällt zum Thema "Dasein": Meiner suggerierte mir ja ständig, ich hätte einen Knacks aus der Ex-Beziehung erlitten. Das verneinte ich ständig. Am Ende unserer Beziehung hielt er mir das wieder vor. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich schon selber daran, dass das stimmen könnte. Ich sagte ihm, er hätte vielleicht Recht. Seine Reaktion - Vorwürfe: "Warum leugnest du das jahrelang? Wieso kommst du erst JETZT damit raus?"
Meine Frage, wie er mir helfen würde, wenn ich wirklich einen "Knacks" hätte: "Ich würde dir sagen, hol dir Hilfe. Denn auf Dauer kann das kein Partner ertragen."
Ach ja, wenn ich mich beklagte, dass er bei dem und dem Problem nicht wirklich für mich da war, sagt er ich hätte ihm das besser kommunizieren müssen, dass mich dieses oder jenes trifft. Also war wieder ich Schuld... Narz halt. Denn er, der Narz ist IMMER für mich da, Tag und Nacht.... Ja, ist klar.
So, tut mir leid, dass diese Abhandlung jetzt etwas ungeordnet und vielleicht verwirrend rüber kommt....