erstmal hallo alle zusammen!
@whynot
Zitat von whynot60:Hallo!
@ Samti
Ja, es ist wirklich erstaunlich, wie sehr sich Narzissten gleichen.
der erste knackpunkt. tun sie nicht. auch ns kann man nicht über einen kamm scheren. es gibt die "lauten" und die "stillen".
Zitat von whynot60:Aber noch erstaunlicher ist für mich, wie sich auch die Narzissten-Opfer gleichen. Dafür muß es ja auch Gründe geben.
ebenso sieht es hier aus. es gibt selbstbewußte, starke, weiche, schwache, suchende, nicht suchende... so unterschiedlich wie menschen eben sind.
Zitat von whynot60:Also z. B.: Warum erliegt man dem aufgesetzten Charme und Glanz eines Narzissten und seiner theatralischen Wichtigtuerei?
glanz und theatralische wichtigtuerei? war beides bei meinem ex nicht vorhanden.
Zitat von whynot60:Warum trennt man sich nicht rechtzeitig, wenn sich die ersten negativen Anzeichen des Narzissmus bemerkbar machen, die ja nicht eben leicht zu ertragen oder zu tolerieren sind?
Warum werden - im Nachhinein - sogar Änderungen in der Stimmlage als typische Merkmale einer gestörten Persönlichkeit angesehen? Es wird wohl kaum einen Menschen geben, der wie ein Roboter in einem fort nur in mittlerem C spricht.
definiere bitte rechtzeitig. was ist rechtzeitig? ich für meinen teil kann es so beantworten: man kann es nicht glauben. man hinterfragt und denkt sich, dass man sich getäuscht hat, man ist gewillt dem geliebten menschen zu glauben, und man ist nicht bereit sofort aufzugeben. außerdem, und das ist zb. in meinem fall ein wichtiger punkt: narzissmus? persönlichkeitsstörungen? nie davon gehört! nie damit kontakt gehabt, zuvor nie damit konfrontiert worden. weder innerhalb der familie, noch in früheren beziehungen. wie also soll man "erste negative anzeichen des narzissmus" als (damals noch) absoluter laie erkennen? man hält es schlichtweg nicht für möglich, dass der mann der einem immer sagt, dass er dich liebt, dich wertschätzt, nie körperlich oder verbal aggressiv ist usw. usf. ein absoluter lügner und manipulativ bis zum erbrechen ist. man muss erstmal seine gehirnwindungen um das große ganze herumwickeln um das zu erfassen. oder bist du der meinung, dass man jede beziehung sobald schwierigkeiten auftreten gleich in die tonne treten sollte? nein danke, ich für meinen teil stehe nicht auf diese art der wegwerfkultur.
bei den änderungen der stimmlage geht es mir wie dir. damit kann ich auch nichts anfangen. ist mMn auch bei jedem menschen so, dass, je nach stimmung und situation diese automatisch von jedem unbewußt verändert wird.
Zitat von whynot60:Jedenfalls glaube ich, konstruktiver und hilfreicher wäre es, auch über die eigenen Verhaltensmuster und Reaktionsweisen nachzudenken und diesen auf den Grund zu gehen und nicht allein über die diversen tatsächlichen und konstruierten Absonderlichkeiten von Narzissten Gericht zu halten.
tut hier wohl sowieso so gut jeder und das während und nach der beziehung. nichtsdestotrotz ist es enorm wichtig sich gerade über die "absonderlichkeiten" der ns klar zu werden und sich über die hintergründe so viel als möglich input zu holen und sich auszutauschen. das ist hilfreich bei der heilung und verarbeitung und der weiterentwicklung in bezug darauf was in der welt so an hinterhältigkeit kreucht und fleucht, nämlich mehr als der durchschnittsmensch meist vor den kopf geknallt bekommt.
Zitat von whynot60:worauf es doch ankommen muß, ist, sich von diesem ganzen Schmarren zu lösen, sich davon zu verabschieden und wieder mit festen und sicheren Schritten seinen eigenen Weg zu gehen
genau das passiert hier ja! aber um so weit zu kommen braucht es zeit, infos, austauschen, in vielen fällen therapie, aber vor allem braucht jeder/jede ZEIT. und die muss man den OPFERN auch zugestehen, jeder verarbeitet in seiner eigenen geschwindigkeit. entschuldige wenn ich das so direkt sage, aber diese arroganz die manche mit ihren sprüchen wie "hakt es endlich ab", "löst euch endlich", "verabschiedet euch..." an den tag legen nerven irgendwann einfach nur noch und bringen rein gar nichts. glaub mir, wenn es so einfach wäre würden dies mit sicherheit so gut wie alle tun. und das mit freuden, denn auf die depressionen, riesen fragezeichen im kopf, wunden im herzen, im ego, im stolz und in der würde, hätte man gut verzichten können. knopf zum umschalten auf "sich lösen" gibt es nunmal nicht. denhaben die narzissten, aber nicht der normale mensch.
Zitat von whynot60:Du sagst z. B., daß N. ein Radar haben für Menschen, bei denen ihre eigenen Defizite gleichsam ihren positiven Gegenpol finden. Abgesehen davon, daß viele gar kein so ausgeprägtes Radar haben, sondern halt herumsuchen und dort anlanden, wo sie eben anlanden können, muß man ja auch sehen, daß sich auch diese positiven Gegenpole jene Persönlichkeiten suchen, bei denen sie am stärksten zum Ausdruck kommen und sich am intensivsten verwirklichen können.
kann ich so auch nicht sehen, wohlbemerkt, dass ich von mir aus gehe, logischerweise. andere kann ich da nicht beurteilen. in meinem leben drei feste beziehungen. völlig unterschiedliche männer, sowohl vom äußeren, als auch vom charakter her. zwei vollkommen normale, gute beziehungen mit zwei normalen männern und dann der narz. gesucht hab ich nicht und schon gar keine problemfall, weil vollauf zufrieden mit der damaligen single-situation, und dann kam er daher. augenscheinlich ein ganz normaler, sympathischer kerl. und? nix dabei. verliebt, geliebt, zusammen gezogen, nach zwei jahren ende, von mir beendet, weil dinge zu tage kamen von denen ich nicht wußte dass sie in einem menschen existieren. es ist ein lernprozess. ganz einfach.
Zitat von whynot60:Es ist ja nicht nur so, daß sich N. ihre "Opfer" suchen, sondern oft sind ja auch die "Opfer" richtiggehend hinter ihnen her.
ohhhhh nein! gaaaanz großes nein! gerade bei deinem beispiel mit dem massenmörder, also bitte....! das mag auf einige echt durchgeknallte zutreffen die komplett den bezug zur realität verloren haben, aber bestimmt nicht auf frauen wie mich und den meisten hier, die schlichtweg nie mit gestörten zu tun hatten.
Zitat von whynot60:Und ist es nicht so, daß die "Opfer" von N. mit einem liebevollen, gutmütigen, ruhigen Menschen als Partner überhaupt nichts anfangen könnten, daß sie sich davon nicht im geringsten angezogen fühlen?
falsch. da kann ich als beispiel meinen exmann anführen mit dem ich 20 jahre lang verheiratet war. liebevoll und ruhig, nicht unbedingt gutmütig sondern auch mit durchsetzungsvermögen ausgestattet, aber (genau wie mein ex-narz) weder verbal noch körperlich aggressiv. und ich habe meine exmann sehr geliebt und konnte durchaus sehr viel mit ihm anfangen, denn sonst hätte ich mich nicht erst nach 20 jahren von ihm getrennt.
Zitat von whynot60:Es geht nicht einmal um Erkenntnisse, die ohnehin nur jeder für sich gewinnen kann. Sondern es geht allein darum, daß ich meine, daß einen dieser Psychologismus nicht weiterbringt.
Früher hat man einfach gesagt, dieser oder jener sei ein gewaltiges A....loch - und damit hatte es sich. Heute bleibt man an diesen Psychoschlagworten kleben wie ein Vogel an einer Leimrute und wundert sich, warum man nicht mehr fliegen kann. Und gräbt sich immer noch mehr hinein in die einschlägige "Materie" und verkümmert dabei immer mehr zu einem "Narzisstenopfer" und fühlt sich immer erbärmlicher. Und das halte ich eben, mit Verlaub, für nicht gut.
Besser ist es immer zu versuchen, aus dem etwas zu machen, was man hat, als aus dem, was man nicht hat.
jau, und *beep*, stalin, napoleon und wie sie alle heißen waren einfach nur ar*chlöcher. nene, das haut so nicht hin. das kind wird mittlerweile einfach und endlich beim namen genannt. was in meinen augen auch gut ist.
und nochmal nein, mann/frau bleibt (in der regel) NICHT an dieser leimrute kleben. gerade durch das eingraben in die materie, den austausch usw. trägt man zu seiner eigenen gesundung bei. ich habe mich vor drei jahren von dem narzissten getrennt. habe gelitten wie ein hund, habe damit begonnen mich mit persönlichkeitsstörungen zu befassen und hier im thread zu schreiben und mich auszutauschen, habe mit einem fachmann (ich war nie in therapie, aber er kennt meinen ex persönlich und mich schon lange) intensiv über mich und meinen ex-n gesprochen und ich habe mich aus dem dreck raus gewühlt und ich bin wieder ich selbst. aber jeder braucht hierfür seine zeit, sein eigenes tempo und das muss jedem zugestanden werden. es mag sein, dass einige wenige in der spirale hängen bleiben, die meisten schaffen es aber.
im übrigen sehe ich nun keineswegs in allen männern die an mir interessiert sind gestörte. ich bin allerdings hellhöriger. ein weiteres dieser kaputten exemplare ist mir noch über den weg gelaufen. wurde ohne mit der wimper zu zucken entsorgt, die anderen waren einfach gesunde, normal gestrickte menschen. ich bin nun wirklich nicht in die "achtung-alle-männer-sind-böse-narzissten-falle" geraten. ich sehe durchaus, dass, grob geschätzt so dahin gesagt, 95% vollkommen ok sind.
gründsätzlich finde ich verallgemeinerungen kontraproduktiv. weder narzissten noch diejenigen die ihnen zum opfer gefallen lassen sich so einfach in einen topf werfen. unterschiede gibt es hüben wie drüben.
ich hätte noch zwei fragen an dich whynot60: warst du jemals mit einer narzisstin oder einem narzissten zusammen? falls ja wie konntest du das ganze einfach hinter dir lassen? das würde mich interessieren.
viele grüße an alle hier
dunkelrot