Zitat von Kira8:Dann suche ich sie ausgerechnet bei nem Psycho.
Das ist schon lustig.
Lustig ist die Suche aber nur, solange sich der "Psycho" nicht als sadistischer Psychopath entpuppt, meinetwegen malignanter Narzisst, psychopathischer Narzisst, antisozialer Narzisst oder wie auch immer, spielt keine Rolle - auf jeden Fall sadistisch.
Weil der Psychopath grundlegende Wahrnehmungsstörungen besitzt (die er nicht ablegen kann!) - denkt er, alle anderen Menschen wären genauso und ist deshalb in der Regel auch paranoid. Weil er trotz aller Rationalisierungsversuche und Projektion eigentlich ganz genau weiß, dass er ein Monster ist und was er seinen Opfern angetan hat, fürchtet er sich nicht selten vor deren Rache.
Menschen sind sich aber immer selbst die schlimmste Rache (gilt auch für Nichtmenschen). Selbst wenn man irgendeine (falsche) philosophische Begründung für zwischenmenschliche Rache finden sollte, für Psychopathen kann es nicht gelten, denn es sind keine Menschen! Manchmal wollen sie die Rache durch ihr Verhalten sogar erzwingen (unbewusst), um irrationaler Weise nachträglich eine Rechtfertigung für ihren Sadismus zu bekommen und dadurch auch die Erlösung bzw. Befriedigung ihrer zumeist unbewussten masochistischen Bedürfnisse (internalisiertes sadistisches superego).
Sadistische Psychopathen können nicht kapieren (oder wollen nicht akzeptieren), dass (andere) Menschen eben nicht "so" sind, dass sie ihre Empathie genauso wenig "abschalten" können, wie er seine sadistischen Triebe und dadurch im Einzelfall auch dann noch FÜR den Psychopathen und nicht GEGEN ihn sind, wenn sie die ganze Tragweite seines Sadismus, Unmenschlichkeit und Bösartigkeit tatsächlich begreifen.
Man muss sich aus Selbstschutz dem Psychopathen fernhalten, und auch um das emotionale Mitgefühl und die Sorge FÜR den Psychopathen aus seinem Bewusstsein zu verbannen. Er versteht es nicht, aber die Menschen machen sich um ihn Sorgen, weil er angesichts seiner kognitiven Defizite, Rücksichtslosigkeit, Thrill-seeking Verhalten usw. tatsächlich gefährlich lebt und es sind genau diese kognitiven Defizite, die ihn in der Regel daran hindern zu erkennen, wie gefährlich und LANGFRISTIG selbstzerstörend er sich um sein eigenes Leben bringt. Das kann und will ein empathischer Mensch nicht mit ansehen, denn er kann im Gegensatz zum Psychopathen seine (echte) Empathie nicht abschalten.
UND Ja, er ist zum Opfer geworden weil er schwach und naiv und gutgläubig ist und ja, vielleicht ist er genausowenig in der Lage etwas daran zu ändern, wie der Psychopath an sich selbst, ABER wieso bitteschön soll es das Böse, den Missbrauch, den Sadismus rechtfertigen? Nur weil das Opfer ganausowenig dafür kann so zu sein?
Leider ist der Sadist/Psychopath oft schlauer als sein Verhalten vermuten lässt und krallt sich gerade deshalb so stark an ein empathisches Opfer, weil er ganz genau und nicht selten aus persönlicher Erfahrung weiß, was es heißt an einen Gleichartigen oder "nur" den falschen zu Geraten. Das macht aus ihm letztlich einen Feigling, ironischerweise nicht selten sogar ängstlicher als seine Opfer, aber das ist ihm egal, genauso wie ihm alles andere egal ist, außer vermeintlich sich selbst, aber nur scheinbar, denn eigentlich ist er nur ein Strohman für das Böse seiner Gene und gleichartiger Umgebung (Eltern, Geschwister usw.) die das Böse an ihn weitergegeben und ihn zum dessen Handlanger (des Bösen) gemacht haben. Unfähig angesichts der Ungeheuerlichkeiten seiner Vergangenheit sich der objektiven Realität seiner eigenen Unmenschlichkeit und Monströsität zu stellen und sich dadurch von dem aufgezwungenen Bösen zu befreien, bringt sich der Psychopath um sein eigenes Leben, ohne es zu merken. Er zerstört sich selbst, indem er andere zerstört. Traurig ist das Ganze und sonst nichts, außer vielleicht abgrundtief böse.
Welche Rache? Welche Genugtuung? Welche Vergeltung? - Da ist nichts! NIEMAND an dem man hätte Rache nehmen können.
Was fällt dem psychopathischen Sadisten dazu ein? Nun, ein wenig originell ist er schon, das muss man ihm lassen. Die jahrelange Übung im Selbstbetrug lässt den letzten Schwachsinn real erscheinen:
Zitat:Da ist diese Zeit, das momentane Wirrwarr im Außen..(damit meine ich die politische Lage) und da war stets diese Sehnsucht in mir nach Geborgenheit.
So denkt er z.B. paranoiderweise, dass seine Opfer bessere Vergelter sind als er selbst und damit geduldiger. Dass sie ihn mit ihrer Empathie- und Selber-Stufe- und Keine-Rache Gelaber nur hinters Licht führen wollen. Denn Umstände ändern sich, Menschen auch, nur der Psychopath bleibt der gleiche. Deshalb wird er weiterhin in Angst vor sich hin leben im Erwartung des Gerichtes, das am besten kalt serviert wird. Einiges ändert sich eben nie.
Bleibt die Hoffnung, dass der Psychopath keiner ist, sondern, wenn auch sadistisch, eher Narzisst und ein besonders schlauer noch dazu, vielleicht sogar hochbegabt, so dass ihn der Ehrgeiz packt, sich in der heutigen Welt wohl die letzte für ihn zur Verfügung stehende Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten, das Unmögliche zu vollbringen, etwas ganz besonderes zu sein: ein Mensch.

Aber mal ernsthaft: ich glaube das selbst nicht. Manches ändert sich eben nie.