Hallo,
ich habe mich gerade hier angemeldet. Diese Seite habe ich allerdings schon im letzten Jahr gefunden und war froh zu sehen, dass es so viele andere Menschen gibt, die ähnliche Erfahrungen machen musste. Zu dieser Zeit war die Trennung noch sehr frisch und ich befand mich monatelang in einer Art "Starre/Schockzustand". Ich war physisch und psychisch am Ende und glaubte, dass ich selbst krank sei, da niemand aus meinem Umfeld die Geschichten glauben konnten, die ich nach der Trennung erzählte, um das Geschehen irgendwie verarbeiten zu können. Dadurch, dass mir niemand glauben konnte, (da er seine charmante, hilfsbereite und überfreundliche Art nach außen hin perfekt "spielen" konnte) ging es mir immer schlechter. Ich hatte niemanden mehr. War völlig isoliert. Fühlte mich leer und zeitgleich dennoch voller Schmerz, Trauer und Verzweiflung! ...und dann sehe ich unsere Tochter an... Sie ist das beste was mir je passiert ist und trotzdem bereue ich es, dass ich sie in solch schlimme Verhältnisse geboren habe (bitte nicht falsch verstehen). Sie tut mir so unendlich leid. Sie hat einen gestörten vater und eine gebrochene Mutter.
Nun sind seit der Trennung 9 Monate vergangen. Ich habe durch viel Lesen, kämpfen und neue Hoffnung schöpfen, einiges verbessern können, was meinen Trennungsschmerz und unserer Trennungschaos betrifft. Hatte viele Termine beim Jugendamt und (leider) auch beim kinderpsychologen etc.
Ich versuchte lange Zeit seine "Spielchen" weiter zu ertragen damit unsere Tochter weiterhin einen "vater " hat. Als ich daran immer weiter zerbrach, traute ich mich endlich mit dem Jugendamt darüber grob zu sprechen. Sie sagten , ich müsse den Umgang nicht länger zu solchen Bedingungen erzwingen. Also ließ ich es. Und er kam nicht mehr. Viele Wochen.... und es tat wieder weh...Andere Väter mit ihren Kindern zu sehen...Ich flehte ihn nach diesen Wochen an unsere tochter wieder zu besuchen ...Er kam...spielte wieder. ..Ich hielt es nicht lange aus...brach das Spiel erneut an und er verschwand wieder für viele weitere Wochen.
Endlich war der Punkt erreicht, andem es ok war andere Familien zu sehen, andere Kinder, die mit ihren Vätern spielen. Ich wurde stärker und Selbstsicherer. Stück für Stück. Ich gewöhnte mich endlich an dieses neues Leben allein mit meiner Tochterunternehmen. Fing an neue Mütter kennenzulernen. Mich wieder ein wenig lebendiger zu fühlen.
..Dann meldete er sich. Er "vermisst" deine Tochter. Er will dir aber nicht mehr hier bei uns besuchen, sondern mit zu sich nehmen (Andere Stadt. Hatte sie noch keinen einzigen Tag allein und geht absolut nicht auf ihre Grundbedürfnisse ein. Wollte es ihm mehrmals "beibringen", aber das war ihm zu lästig). Er will sie mitnehmen, weil seine Eltern unsere tochter sehen wollen (ich habe ihnen immer Angeboten, dass sie gerne kommen können, aber der weg ist ihnen zu weit (55 km)). Da er nun auf den Druck seiner Eltern nicht klar kommt, fängt er wieder an mich zu erpressen. Entweder ich gebe sie ihm einfach mit oder er will das komplette sorgerecht einklagen! Habe versucht ihm verständlich zu machen, was das bedeuten würde (hätte ich mir sparen können). Habe ihm andere Vorschläge (zur Güte) gemacht. Habe gesagt, dass wir versuchen können darauf gemeinsam hinzuarbeiten. Dass er erstmal eine sichere Bindung zu seiner Tochter braucht (sie leidet übrigens an schweren Schlafstörungen, Ängsten). Es interessiert ihn alles nicht. Er will sie sofort, ohne dafür etwas machen zu müssen.

und nun habe ich Angst! Große Angst! Wenn er klagt und anfängt seine perfekten Lügen vorzutragen, werde ich vielleicht verlieren. ..und unsere Tochter wird auch verlieren. ..

das Recht auf eine unbeschwerte Kindheit, wenn sie unbeabsichtigt bei ihm und seinen Eltern lebt.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Sorgerechtsstreit mit einem "Narzissten"?