Zitat:Zitat:
Aber ansonsten habe ich diesen Hass noch nie richtig gespürt.
Ich denke, das ist falsch. Ich glaube, du verkennst die Wirkung deiner negativen Aufladung, die zuweilen bei anderen Usern als konkret gefühlte Welle des Hasses ankommt.
Liebe grüße
Also kann man in meinen Beiträgen hier im Forum Hass erkennen? Ich meine, es kommt bei euch so an, als würde ich ihn oder die Situation hassen?
Auf die Antworten bin ich gespannt....

Wenn dem so ist, ja Halleluja dann weiß ich endlich wie sich Hass anfühlt.
Ich weigere mich jedoch bei deiner Aussage, unbewusst die Denkweise vom Narz angenommen. Oh wir sind Welten voneinander entfernt. Am Anfang waren die Meinungen gleich, ach du liebe neune, hat ja alles gepasst. Bis auf Schuhgröße und der Geschlechtsunterschied. Du weißt was ich meine.
Nach einer Weile war alles komplett verschieden. Nix passte mehr. Und nicht weil ich meine Meinungen geändert habe, sondern weil er die Fassade hat fallen lassen.
Wünsche ich ihm etwas Böses? Nö, ich wünsch ihm gar nix. Selbst wenn ich mit dem Gedanken nochmals hadern würde, aber wenn einer was zu ihm sagt, wird es ihn treffen. Oder wenn ihm was passiert, wird er merken warum. Nee, dem ist nicht so. Es ist egal wer was wann wo wie zu ihm sagt. Ihm die Wahrheit ins Gesicht schleudert oder auch sanft versucht bei zu bringen....er hat darauf die Antwort.....tja, deswegen sind DIE ja auch wo und wie sie sind und ich dort und so wie ich bin. Über allem und über allen.
Wenn was passieren würde, er würde niemals denken dass er Schuld daran hat. Nein, alle anderen, die Umstände, blah blah blah.....kenn ich schon gut genug von ihm.
Also, vergebene Mühe mir so etwas überhaupt zu wünschen.
Liebe? Nein, ich habe ihn nicht mehr geliebt. Oder ist es Liebe wenn man sich überlegt, was könnte ich denn sagen, damit er am Wochenende gar nicht her kommt?
ich glaube da ist die Liebe schon lange flöten gegangen.
Was in mir nicht stimmt? Tja, da bin ich dran. Erstens Mal muss ich raus finden warum ich an etwas fest halte obwohl es kaputt ist? Ergibt doch keinen Sinn. Helfersyndrom, Verlustangst? Kann gut sein.
Besonders Helfersyndrom passt herrlich. Ich war ja mal verheiratet. Ich habe einen jungen Mann geheiratet den ich gerade mal 9 Monate kannte. Und davon nur 6 Monate an den Wochenenden gesehen habe.
Warum habe ich ihn geheiratet? Er hatte einen Unfall und war dadurch querschnittsgelähmt. Und ich konnte es nicht übers Herz bringen, ihnen zu verlassen. Obwohl ich damals schon wusste, er ist nicht meine große Liebe. Klar, verliebt. Aber vor seinem Unfall war ich überzeugt, ich würde in meiner Heimat bleiben und wenn er wieder in den USA stationiert wird, wars das mit uns.
Ich wollte damals schon keine richtig feste Bindung. Ich hatte noch vieles vor.
Und dann, der Unfall. Ich bin schnur stracks zum Reisebüro, Flug gebucht, Wohnung gekündigt, Möbel verkauft und ab in die USA. Er hatte seinen Unfall am 8. Juni, wurde in Deutschland operiert und dann am 30. Juni zurück in die USA geflogen. Am 7.7.1991 bin ich dann in Richmond Virginia gelandet. Zwei Koffer und mehr Schiss als Vaterlandsliebe. Wusste noch nicht mal ob mich jemand am Flughafen abholt.
Aber ich hätte es mir nie verzeihen können, es nicht zu tun. Auch wenn alle dagegen waren.
Und, unsere Ehe hielt natürlich nicht. Es waren gute Jahre und auch nach unserer Trennung waren wir eng verbunden.
Der Trennungsgrund: Wir waren wie Patient und Pflegerin geworden. Das hat viel angerichtet. Hätte ich damals mehr Hilfe von außen angenommen, wäre es vielleicht nicht so gekommen.
Obwohl ich sagen muss, und das mit ganz viel Stolz, obwohl mein Mann noch nicht mal seine Hände bewegen konnte, war er absolut unabhängig. Fuhr Auto und so weiter.
Außer ihm, habe ich sonst eher die psychischen Patienten angezogen....ob es verheiratete Männer waren. Oder Männer die arbeitslos waren, oder einfach nur unfähig selbstständig zu leben.
Madam ist immer angekommen, ach ach, nicht schlimm, ich helf dir!
Und DAS muss ich abstellen. Irgend wie! Kommt noch!
Bis dahin, rede ich über meine Narzerfahrung. Ärger mich dass man mit mir so umgegangen ist. Bin wütend auf ihn ab und zu, auf mich selbst ab und zu....und ja, ich lästere auch. Denn im Grunde genommen, hätten wir alle einen wirklich klaren Blick gehabt, wäre er nicht in unser Leben so reingetreten und solch immensen Schaden hinterlassen.
Ihm etwas wünschen wäre, ich gönne ihm etwas. Ob es was Gutes oder was Schlechtes ist. Ich gönne ihm nix. Warum sollte ich. Zeit und Emotionsverschwendung. ich habe darauf keine Lust mehr!