Boah, ich glaub der Vollmond bekommt mir nicht gut.
Lag die halbe Nacht wach und hab gegrübelt. Und der Witz dabei, ich hab sie sogar vermisst.
Unglaublich; warum vermisse ich sie?
Sie hat nie auch nur eine Sache getan, die gut für mich war oder mir in irgendeiner Form ein gutes Gefühl gegeben hat. Gelogen, betrogen, was weiß ich und ich vermisse sie? Geht's noch?
Das ist doch krank!
Selbst dass sie immer noch in meinem Kopf rumspukt und Dauerpräsent ist, ist nicht normal, aber anscheinend ist es das, was manche hier unter dieser Co-Abhängigkeit immer mal wieder beschreiben.
Aber der gesunde Menschenverstand hinterfragt "warum?" Bin ich echt abhängig? Von was? Schmerz? Demütigung? Ähm....
Warum vermisst man jemanden, wo man froh und Dankbar sein sollte, dass diese Person eben kein Teil des eigenen Lebens mehr ist, weil dadurch nicht nur endlich wieder alles viel Besser, sondern auch wieder einfacher und regulärer wird.
Keiner mehr, der einen seelisch missbraucht, keiner, der einen beleidigt, versetzt, belügt und eh nicht haben will und einen im Leben aufhält.
Ist doch das Beste, was einem passieren kann.
Endlich wieder Ruhe
Und trotzdem sind da diese Gedanken....
Man belügt sich doch selbst, erinnert sich an die vermeintlich schönen kurzen Momente, die es auch gab, realisiert dann aber wieder, dass eh Alles nur gelogen, gespielt und vorgeheuchelt war. Man läuft dem Traum hinterher "aber irgendwie hätte es ja doch klappen können, wenn..." ja, wenn!
Ich bin froh, dass ich wenigstens keine Schuldgefühle oder ähnliches habe, den ich hab wirklich genug getan.
Bei meiner waren ihre Depressionen ihr kleinstes Problem. Die hätte man zusammen mit Liebe, Vertrauen und Arbeit überstehen und verabeiten können. So wie es eben sein sollte, wenn zwei sich lieben und eine beziehung auf realer Ebene führen..
Nein, das grundlegende Problem hier war ein Anderes; ihre komplette Persönlichkeit.
Wer so handelt, solche Dinge wieder und wieder abzieht, dann heult "Ich will das nicht mehr, ich will mich ändern" nur um dann zum x-ten Mal wieder die Gleichen alten Fehler zu machen, der ist unbelehrbar.
Wäre es nur ihre Depressionen gewesen, wir 3 hätten das schaffen können. Vielleicht wären wir die kleine Familie geworden, die ich mir immer gewünscht habe. Vielleicht wäre sie wirklich die Traumfrau gewesen, auf die ich immer indirekt gewartet habe. Vielleicht hätte sie mir irgendwann mal gedankt, dass ich so für sie da war wie sonst noch niemand in ihrem Leben.
Wenn, ja "wenn"...
Die Realität war gewiss eine komplett Andere, mit seelischen Gausamkeiten, Vorwürfen, etc. Ich habe auch Fehler gemacht, das ist klar, aber ich kann meine Fehler erkennen, reflektieren, daraus lernen und sie nicht mehr machen, eine Eigenschaft, die sie eben nicht hat. Sie ist dazu überhaupt niocht in der Lage.
Grad das müsste es einem doch sogar noch mehr vereinfachen, die ganze schei. loszulassen. Warum ist das aber nicht so? Warum spukt einem so eine Person immer noch durch den Kopf, während Andere ex-Partner langsam aber kontinuierlich ohne bleibende Schäden aus dem Kopf verschwanden.
Das ich ihr Kind vermisse, da muss ich mir keinen Vorwurf machen und auch wenn die Kleine nicht meine war, kann ich nachvollziehen, wie ein Vater sich fühlen muss, dem das eigene Kind vorenthalten wird. Bevor jetzt Kommentare kommen, ja ich weiß, nicht mehr mein B., aber wer einmal sowas hatte oder ein fremdes Kind geliebt hat wie sein eigenes, der wird verstehen was ich meine.
Aber was will man machen ausser loslassen?
Dann entfernt man sich und plötzlich hat man wieder Träume wie die Kleine mit ihren grossen Augen vor einem steht. Wie kann man das abstellen?
Ach, das ist Momentan einfach totaler Vollrotz.
Dass sie immernoch indirekt eine Art Macht hat und meine Gedanken blockiert; je mehr ich dagegen arbeite, desto mehr Gedanken sind da. selbst nach 80 Tagen kompletter KS!
Sie hat das nicht verdient und ich hab es nicht verdient, damit meine Zeit zu verschwenden.
Ist das bei Euch auch so?
Vielleicht ist das wirklich die Enttäuschung, dass man nur leere Worte vorgesetzt bekommen hat und im Inneren kann man nicht nachvollziehen, warum nicht auch nur eine Sache davon mal versucht wurde umzusetzen. Was geht in so Menschen vor sich? Warum machen die sowas?
Gedankenspiele die nix bringen, weil es darauf keine rationale Antworten gibt.
Aber es bringt auch nix, wenn man hört "Lass los", "Warum denkst du immer noch dran?" oder "Hak es endlich ab!"
Zeigt mir den Schalter, den ich umlegen muss dafür und ich mach es sofort ohne gross zu überlegen!
Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber vielleicht fällt einem das Alles so verdammt schwer, weil man, in dem Fall ich, bisher so etwas noch nie hatte.
Meine erste Psychopathin; vielleicht wäre es einfacher, wäre sie die zweite oder dritte in meinem Leben. Aber anscheinend ist es mit der Ersten (und hoffentlich Einzigen) wirklich so, dass es seine Zeit brauch. Die Zeit um zu verarbeiten, denn realisiert hat man bereits. Aber irgendwas blockiert einen.
Es heißt, die Zeit heilt Alle Wunden, ich hoffe es. Ich hoffe, dass ich irgendwann nicht mehr an das Alles denke und vor Allem, dass ich ohne bleibende Schäden da rauskomme und nicht gleich in jeder etwas Schlechtes sehe der extreme misstrauisch werde.
Ich möchte einfach wieder die Person werden, die ich war, bevor ich Sie getroffen habe.
Denn mein aktuelles Ich, hat mit der Person von früher nicht mehr viel gemeinsam und da muss ich dran arbeiten.
Ich will keinen Kontakt, keine Freundschaft mit ihr irgendwann, nix mehr. Nur meine Ruhe vor ihr und ich hoffe, sie sieht das genau so.
Ich hoffe sehr, sie kommt kein 5. Mal an. Falls doch, bleib ich stark, definitiv! Was bringt mir was Anderes
Sorry für's abkotzen, aber irgendwo musste das mal raus...