Letzten Endes ist es dennoch am Wichtigsten, zu lernen, wo die eigenen Anteile liegen.
Ich hatte nach meiner zweijährigen Verarbeitungsphase eigentlich geglaubt, dass ich sie gefunden hätte.
10 Jahre Beziehung mit jemand, der sich nach 6 Jahren total wandelte.
Durch die Entwicklungen eine extrem traumatische Erfahrung.
Trennung vor 5 1/2 Jahren.
Heilung vor 3 - 4 Jahren.
Und dennoch jetzt den nächsten für 10 Monate gehabt. Allerdings war der weitaus harmloser als der Erste.
Für mich habe ich entdeckt, dass ich IMMER noch NICHT gelernt habe, nur auf mich zu schauen und ob die Beziehung mir gut tut oder nicht.
Stattdessen habe ich schon wieder an einen angeblich guten Kern geglaubt, hab mich davon ausgehend in ihn hineinversetzt und habe schon wieder ständig im Verständnis alles mögliche verziehen.
JETZT erst verstehe ich, dass es völlig unerheblich sein darf, WARUM man verletzt wird.
Es ist egal, ob aus einer Persönlichkeitsstörung heraus oder weil der Mensch angeblich ja gewisse Dinge nicht "erlernt" hat oder es einfach nur nicht besser weiß oder ob es "eigentlich" ein Mensch mit gutem Kern ist.
Das ist alles egal.
Wenn man verletzt wird und der andere nicht aufhört, einen zu verletzen. Dann muss man nur auf sich und nicht auf den anderen schauen.
Egal, wie sehr dieser einem den Kopf mit Liebesworten etc. verdreht. (eh nur leere Worthülsen, sonst würden sie nicht weiter verletzen).
Nur die eigene Gefühlswelt und Wahrnehmung zählt.
Das Empathische, was man hat, darf nicht dazu dienen, den anderen zu entschuldigen und weitermachen zu lassen.
Zwei Chancen. Wenn dann keine Veränderung: Und tschüss.
Obwohl mir ein "Normaler" letztens gesagt hat: eine Chance reicht.
Ich glaube, das stimmt. EINMAL tief verletzt werden reicht. Dann vielleicht noch eine Chance, wenn man beim anderen glaubt, echte Reue und Einsicht zu spüren.
Passiert es wieder, dann passt es einfach nicht. (Leider ist das so leicht gesagt. Aber mit der rosaroten Brille dann wieder soooo schwer einzusehen.

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