Jordis
Gast
Zitat von fantasia:Zitat von BlaueHortensie:@dave34
jetzt bin ich mal ketzerisch: warum sollen wir ständig anderen helfen? Haben wir Leute um uns, die uns helfen? Warum lassen wir uns nicht helfen? Weil wir dann Kontrolle aus der Hand geben? Anderen nichts schuldig sein wollen?
Empathie ist per Definition immer das Einfühlen in andere. Nicht in sich.
Ich bin mal noch ketzerischer:
Ist Empathie auch nicht etwas, wodurch wir glauben, Kontrolle über andere zu haben? Unsere Umwelt durchleuchten zu können? Und "den" Durchblick zu haben.
(Empathie betrifft ja zwei Komponenten: Einmal die logische. Also das logische Schlußfolgern. Nahe der reinen emotionalen Intelligenz.
Und dann gibt es die gefühlte Empathie. Also das Mitfühlen. Mitgefühl.
Asperger können zum Beispiel die gefühlte Empathie. Die andere Ebene nicht.)
Das das alles nicht so ist, habe ich durch Lernerfahrung 1 (Psycho1) gemacht.
Ich lag VÖLLIG daneben!
Hatte GAR keine Ahnung, was in ihm vorgeht.
Ich konnte auch mit klaren Andeutungen nichts anfangen. Wusste über Persönlichkeitsstörungen noch nichts.
"ich fühle nichts seitdem ich 14 bin" "du verstehst mich nicht, ich bin schon tot!" "du bist zur nah, ich muss mich selber schützen, sonst kannst du hinter meine Mauern schauen"
"ich bin wie eine leere Flasche"
usw. ....... ich dachte, das ist mal wieder so irres Gerede. Dabei hat er mir da die Wahrheit gegeben.
Das mit der Kontrolle weiß ich nicht... Aber er hat Dir die Wahrheit über seine innere Leere gesagt.
Aber ein emphatischer Mensch ist in der Lage die Perspektive zu wechseln. Von sich weg, zu dem Anderen. Das ermöglicht eben auch Verständnis und Kommunikation. Die Narze können den Fokus nicht von sich selbst nehmen. Alles wird aus der eigenen Sicht betrachtet und bewertet. Selbst bei langwierigen Erklärungen, mit der Bitte, sich einmal selbst in die Lage des Anderen hineinzuversetzen, wurde geblockt. Und zwar deshalb, weil neben dem Narz niemand existiert. Ein Partner hat in den Augen des Natz keine Bedürfnisse, jedenfalls keine, die sich nicht mit seinen decken. Denn er ist eigentlich der einzige Mensch auf der Welt, alles Andere sind Figuren und nur dafür da benutzt zu werden. Einem Anderen denselben Wert, dieselben Bedürfnisse zuzugestehen ist für Narze unvorstellbar.