Hallo, ich lese seit einiger Zeit immer wieder mal hier rein, was mir auch recht gut tut und mich in meiner Absicht das ganze endgültig abzuschließen extrem bestärkt. Ich bin 36 Jahre alt, war seit meinem 21 Lebensjahr mit meinem Partner zusammen, der 12 Jahre älter ist als ich. Ich brachte eine 1-jährige Tochter mit in die Beziehung, ging Vollzeit arbeiten, lebte in meiner eigenen Wohnung. Hals über Kopf entschloss er sich damals seine Wohnung zu kündigen und als Überraschung zu mir zu ziehen. Ich wusste von nichts. Ich hab ihn so sehr geliebt, war schon lange vor unserem Zusammenkommen in ihn verliebt. Nach einem Jahr gemeinsamen Zusammenlebens wünschte er sich ein gemeinsames Kind. Da war ich noch eine so gute Mutter in seinen Augen. Auch bis dahin hatten wir schon viel Streit und aus meiner vorherigen längeren Beziehung wusste ich immer, dass sein Verhalten in diesen Situationen nicht normal war. Ich sah ständig darüber hinweg und entschuldigte seine Fehler. Ja er sagte mir auch ständig dass es an mir liegt. Das Wunschkind kam 2003 auf die Welt. Von da an war ich zu Hause. Er kaufte sein Elternhaus, da zogen wir dann zu viert ein. Er hat sich viele Freiräume genommen (auch nehmen dürfen) Sport, Kneipe...ich war meistens zu Hause. Die Streits wurden mehr, ich fühlte mich ungeliebt, unbestätigt von ihm. Irgendwann ging es mit der Gewalt los. Es flogen Gegenstände, er wurde auch handgreiflich. Das sehr oft vor den Kindern. Ich fand einen Job, zwar nur stundenweise, aber es tat mir sehr gut. Das war ein Problem für ihn. Leben musste ich immer vom Unterhalt der ersten Tochter und vom Kindergeld. Mein Partner hatte sich im Jahr 2000 selbstständig gemacht und führt noch heute eine sehr erfolgreiche Firma. Aus der holte er sich immer Bestätigung. Ich ging meist leer aus. Ich stelle zu große Anforderungen usw... Das waren seine Antworten auf meiner Suche nach Liebe und Aufmerksamkeit. 2008 suchte ich mir einen Vollzeitjob, eine Wohnung, packte meine zwei Mädls, meine 7 Sachen und ging. 2009 war ein sehr schlimmes Jahr für ihn. Er brach öfters zusammen, schwor mir Brief und Siegel darauf er habe sich geändert. Er wüsste jetzt was wichtig ist. Für mich war es jedoch ein sehr schönes Jahr. Zwar musste ich Abstriche machen aber ich fühlte mich frei. Ich hatte auch eine neue Beziehung, die leider nicht hielt weil ich emotional durch seine ständigen Äußerungen wieder an ihm hängen blieb. Die Voraussetzung dass ich zu ihm zurückkomm war für mich, dass er mich heiratet. Nun wollte ich Sicherheit. Also er hat es halt getan. Ohne Antrag und nur weil ich einen Termin beim Standesamt vereinbart hatte. Es war nichts besonderes. Nun wurde ein schickes Haus gebaut, nach seinen Vorstellungen. Ein eheliches Kind sollte her. Das kam dann auch Ende 2011. Im Frühjahr 2012 fand ich auf seinem Laptop, der zufällig zuhause war, da er zum Geschäft gehört, eine große Sammlung Por.s und im suchverlauf E. in unserer Nähe. Er fand Ausreden, ich wollte mir das Bild der heilen Familie aufrechterhalten und vergaß es. Die Streits kamen wieder, das Gefühl von Ungeliebtheit, Respektlosigkeit und die fehlende Wertschätzung überragten oft alles andere. Es wurde öfter launisch, hatte Wutausbrüche, war oft überfordert. Ich sollte immer funktionieren. Sollte Lösungen für seine Probleme finden. Ihm alles abnehmen. 2013 kam unser Nachzügler, mein Sohn auf den ich auch sehr stolz bin. Seit dieser Zeit gab es nur noch Probleme. Er war immer und mit allem überfordert. Sex gab es kaum noch. Er habe keine Lust. Er hatte auch Probleme mit der erek., die hatte er zwar schon immer, aber nicht so ausgeprägt. Er beantragte die BU, einigte sich auf eine Einmalzahlung, arbeitete trotzdem jeden Tag voll. Da ging es nur um das Geld. 2015 fing ich wieder zu arbeiten an. Das passte ihm so ganz und garnicht. Den Haushalt und die Betreuung übernahm ich großteils allein. Das war seine Vorstellung, Frau hinterm Herd und beim Kind. Für Haushalt war er sich zu schade. Selbst Rasenmähern sei keine angemessene Arbeit für ihn. Am Wochenende ging er mal 2 Stunden mit den Kleinen raus, damit ich z.B. Wäsche machen konnte. Das hielt er mir sehr gerne vor. Wir bräuchten eine Haushälterin. Er meint tatsächlich mit 2 Stunden Wochenendaktivitäten habe er sein bestes für die Familie getan. Die Wutausbrüche wurden mehr und das ganze Dilemma vor den Kindern ging neu los. Er nimmt seit einem Jahr tegretal um die Ausbrüche zu verhindern, helfen tut es jedoch nicht viel. Er hatte vor 30 Jahren einen sehr schweren Unfall, mit schweren Schädel Hirn Trauma, er verlor auch ein Auge. Das alles reicht mir aber für eine Entschuldigung nicht mehr. Ich ging zu Psychologen um vieles aufzuarbeiten und ständig dreht sich alles um ihn. Dann war er im Mai auf einer Psychosomatik Kur. 3 Wochen. Ach wie er sich doch verändert hatte (am Telefon). Als er nach Hause kam freute ich mich, wir hatten Sex. Tagsdrauf fand ich in seinem Koffer blaue Pille. Die Spionage ging los. Im Autos viagras, im Büro viagras... Einen Laptop gab es nicht mehr (der wurde an die Wand geklatscht, da er mal nicht funktionierte), also nahm ich mir den Büroschlüssel, ging heimlich hinein und stöberte und stöberte. Tagtäglich Por.s... Als ich ihn ansprach ob er denn noch solche Filme schaue verneinte er dies vehement, er sagte ich kann jederzeit kommen und in seinen PC schauen. Ja das tat ich dann auch. Als ich den Verlauf vor seinen Augen herstellte meinte er nur lächelnd: na bist jetzt glücklich. Ich hab ihn gebeten das Haus zu verlassen. Das tat er dann tagsdrauf auch. Am selben Tag teilte er mir noch mit dass er seit 2009 hin und wieder Happy End Massa.n besuche. Das sei in seinen Augen auch nicht schlimm. Also erstens finde ich es schon schlimm. Zweitens ist das mit Sicherheit nicht die ganze Wahrheit. (Hab ziemlich viele einzelne/ geteilte Viagras gefunden, er meinte auch er nehme sie für mich, jedoch weiß ich ja wie viel s. wir hatten!) Danach kam das Geständnis dass er seit 7! Jahren täglich Por.s konsumiert. (Im Büro) Tja zu allem Elend, meine Tage blieben aus, ich bin also wieder schwanger. Habs ihm mitgeteilt, er drohte und flippte wieder aus. Da hab ich ihn angezeigt. Er bettelte er wird sich ändern. Versprach sich um Therapien wegen Gewalt und seiner "sec bzw. Por.sucht" zu kümmern. Als das was ich halt im Moment hören wollte packte er aus. (Eingetreten war natürlich nichts von dem). Ich konnte aber nicht mehr vertrauen. Es brach alles zusammen. Das Puzzle passte endlich zusammen. Endlich verstand ich alles. Es graute mich vor seinem ganzen Wesen. Zwischenzeitlich kaufte er sich noch heimlich eine Wohnung. Es passierten noch ein paar sehr unangenehme Dinge bis er letztendlich Anfang September endgültig ausgezogen ist. Er hat oft heimlich etwas mit seinem Geld gemacht. Ein Auto hier, ein Winterauto dort. Darlehen hier, Aktien dort. Alles ohne mein Wissen. Ich hab mich sehr in seine Abhängigkeit treiben lassen, hatte lange nicht den Mut es endgültig abzubrechen. Er wollte dass ich das Kind abtreiben lass, da er es nicht schafft. Ich habe mich für das Kind entschieden. Nun bin ich in seinen Augen die Lachnummer und stolz brauch ich auf nichts zu sein. Er droht mir jetzt mit der Wegnahme des Autos usw... Ich denke mal da kommt noch ein ganz schön hartes Stück Arbeit auf mich zu. Ich habe das Glück bei einem Anwalt zu arbeiten, insoweit bin ich gut beraten. Auch Unterhalt für die Kinder wollte er nicht zahlen. Ich hab ihn seit ein paar Wochen blockiert, will mich auf einen 2 wöchigen Umgang den Kindern einigen. Er ruft ständig bei den großen an, die auch nicht mit ihm sprechen wollen. Eine Entschuldigung oder ein Einsehen kam bis heute nicht. Es ist schon schwer gerade, er war immerhin lange Zeit meines Lebens an meiner Seite, aber ich denke mir ich bin jetzt in einem Alter, wo es noch nicht zu spät ist neu anzufangen. Ich habe noch ein paar übriggebliebene liebe Menschen an meiner Seite, die mich aufbauen und mir Mut zusprechen. Das Leben mit einem Narzissten ist sehr lebensverändernd. Es hat mich aber auch sehr stark gemacht. Auch wenn ich wahrscheinlich noch länger immer wieder mal darunter leiden werde.
Sorry für den langen Text (wollte mich eigentlich kurz fassen). Und trotzdem ist bei weitem noch lange nicht alles gesagt...
Das war jetzt meine Geschichte und es tat gut sie von der Seele zu schreiben!
Lg und einen schönen und frohgesinnten Samstagabend!

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