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Ex will zurück - doch ich kann es nicht mehr

GreenTara
Liebe @Emiily, unter der von dir beschriebene Kindheit ist dein Verhalten gut nachvollziehbar. Es ist ein tief eingebranntes Muster, welches nicht einfach herausgebügelt werden kann. Du hast dich damit auseinander gesetzt, und erkennst vieles. Dieses 1% ist der Widerstand in deiner Psyche, deine erlernte Überlebensstrategie endgültig los zu lassen. Das eigene Verhalten zu erkennen, ist erst einmal die Voraussetzung zur Veränderung. Das ist ein Lernprozess. Du bist es nicht gewohnt, den Fokus auf dich selbst zu lenken. Und dann, ganz wichtig, auch dort zu bleiben. Ich glaube, du stehst gerade an einem Scheideweg in deinem Leben: Neues zu erlernen oder die vermeintliche Sicherheit der alten Struktur beizubehalten.

x 2 #16


Sonnenschein85
Zitat von Emiily:
Danke für deine lieben Worte, @Wollie @Arella Da ist wohl was dran, ja… Das waren am Ende wohl auch einfach unterschiedliche ...

Ich finde es gut das du nicht alle Jahre als Verschwendung verbuchst. Ich meine, es gab auch schöne Zeiten und man lebt nicht nur für die Zukunft oder Vergangenheit, sondern auch für den Moment.

Und wenn es ein paar schöne Jahre gab, hat es sich gelohnt diese zu erleben.

x 4 #17


A


Ex will zurück - doch ich kann es nicht mehr

x 3


Emiily
@GreenTara
Oh, das ist ein richtig guter Ansatz, finde ich und das fühlt sich tatsächlich stimmig an.
Danke dafür Darüber werde ich nachdenken.

@Sonnenschein
Danke auch dir Lachendes Gesicht
So sehe ich das auch. Wenn jetzt nur 1 von 9 Jahren schön gewesen wäre, würde es evtl. nochmal anders aussehen.
Oder wenn ich die anderen Jahre als Qual erlebt hätte.
Aber das habe ich definitiv nie, auch wenn ich dabei „geblendet“ war durch meine krankhaften Muster aus der Kindheit. Im Nachhinein verstehe ich das und denke mir ganz oft „Oh krass, ja. Das war eigentlich nicht gut“.
Aber in dieser Zeit habe ich es nie als schlimm empfunden. Vor allem war er ja in dieser Zeit auch nie schlecht oder böse zu mir. Er war immer stolz auf mich und unsere Beziehung.
Daher hatte ich mit dem Ende zu diesem Zeitpunkt nie gerechnet…
Aber im Nachhinein unter Berücksichtigung der ganzen Muster und Dynamiken macht es natürlich Sinn.
Einfach nur unendlich traurig trotz allem, dass es so kommen musste 🙁

x 2 #18


Scheol
Zitat von Emiily:
Auf Augenhöhe fand die Beziehung nicht mehr statt.

Die fand von Anfang an nicht auf Augenhöhe statt.

Z.b. Er durfte und konnte dich belügen ohne Konsequenzen zu haben.

er braucht im Haushalt nicht helfen , weil er keine Konsequenzen zu befürchten hatte.

das extreme Gefälle in der Beziehung fand sehr früh statt.

warum du bei den Eckdaten ihn sowieso ausgewählt hast ist die Frage ? Warum will man einem Dro. , der lügt und wo es kompliziert ist und warum mein normalen wo es gleich läuft?

ein Traumabonding kann nur funktionieren wenn ein starkes Machtgefälle in der Beziehung ist.
der eine liebt nicht , was hier sehr deutlich zu sehen ist , und die andere Person DENKT zu lieben und arbeitet sich an dem Partner wie der Esel an der Möhre an der Angel ab.

Ich bin den Text gestern durchgegangen und hatte Redflags gesetzt von Beginn an und weiterführend wo eben sich benommen wurde wie es nicht normal in einer Beziehung die liebevoll fürsorglich sein sollte.

#19


Scheol
@Emiily
Zitat:
Aber das habe ich definitiv nie, auch wenn ich dabei „geblendet“ war durch meine krankhaften Muster aus der Kindheit.

Eine Beziehung zu führen wo 50-70 Redflags waren kann man nicht als gesund ansehen.


Zitat:
Im Nachhinein verstehe ich das und denke mir ganz oft „Oh krass, ja. Das war eigentlich nicht gut“.

Warum revidiert du deine Aussage ? Warum eigentlich? Also war sie Eigentlich doch gut ?

Sag mal laut , die Beziehung war nicht gut !

#20


Emiily
@Scheol
Ich wusste zu Beginn natürlich nichts von seinen Dr*ogenproblemen.
ist ja nicht so, dass man das direkt als erstes erzählt 🙈
Ich hab das mit der Zeit selbst rausgefunden.
Konsequenzen gab es da, ich war damit alles andere als einverstanden.
Ich bin auch damals für einige Tage ausgezogen, weil ich sagte, ich kann diese Beziehung so nicht mehr führen.
danach folgte natürlich auch keine leichte Zeit, aber ist in den Entzug gegangen.
was auch für ihn kein leichter Schritt war.
aufgrund meines Helfersyndroms und weil ich mich sonst in seinen Charakter verliebt habe, konnte ich ihn damals nicht aufgeben, um mich selbst zu retten. wie es natürlich die richtige Entscheidung gewesen wäre, da gebe ich dir Recht.
Aber ich bin auch nur ein Mensch und hatte damals nicht das Wissen von heute.
Hast du mit Anfang 20 die besten und richtigen Entscheidungen für dich selbst getroffen? Wenn ja, respekt!

aber mit dem Machtgefälle stimme ich dir zu. Ich hab mir zu lange alles gefallen lassen. Das ist richtig.
aber mir fällt dieses Schwarz-Weiß denken schwer zu verstehen. Menschen sind nicht nur gut oder nur schlecht.
aber natürlich - wäre ich von Anfang an ein Mensch mit tollem Selbstwert gewesen, hätte ich das damals schon dauerhaft beendet.
Auf der anderen Seite: als er seine Dro. besiegt hatte, hatten wir wirklich sehr schöne und intensive Jahre. Heißt, ich bereue es im Nachhinein nicht. Auch wenn es auf dem Papier nicht „richtig“ war

x 1 #21


Heffalump
Zitat von Emiily:
Und auch ganz naiv die Hoffnung, dass er sich für mich ändert

Priorisiere niemanden, für den Du nur eine Option bist

x 3 #22


Emiily
@Scheol
Als gesund bezeichne ich die Beziehung auch nicht. Dennoch hat sie sich für mich lange schön angefühlt (wenn auch aus „kranken“ Gründen)
Ich hoffe, du weißt, was ich meine.

Ich weiß auch worauf du hinaus willst.
Und aus neutraler Sicht betrachtet stimmt das auch alles.
Aber in einer Beziehung spielen eben so viele verschiedene Faktoren und Gefühle mit rein.

Ich kenne glaube ich keine Beziehung, in der alles perfekt ist. Selten treffen zwei Menschen mit sicherem Bindungsstil aufeinander, denke ich.
und dennoch muss nicht alles schlecht sein.

Aber gesund definitiv nicht.
Und es geht hier ja auch nicht darum ihn zurückzunehmen.
Es geht mir um die Aufarbeitung und das Verständnis, weshalb mein Herz und meine Seele noch etwas hinterherhängen.
Dass diese Beziehung nicht gut für mich ist, ist mir bewusst

#23


Emiily
@Heffalump
Das sehe ich mittlerweile auch so 😊

Das ist es ja. Das ist keine Verstands-Frage.
Hier gehts um Gefühle, die dennoch immer wieder dazwischen grätschen nach langer Beziehung.
Ich bin noch dabei das alles aufzuarbeiten

#24


Heffalump
Zitat von Emiily:
Hier gehts um Gefühle, die dennoch immer wieder dazwischen grätschen nach langer Beziehung.

ich kenne das, ich hatte das zwei Jahrzehnte.

x 1 #25


Chrome
Im Nachhinein ist man immer schlauer heißt es und genau das bist du jetzt auch. Man muss genau hinschauen, seine Fehler erkennenan denen man arbeiten kann und genau da ansetzen, weil seine Fehler kannst du nicht ändern und sollst du auch gar nicht, aber was man tun sollte ist erkennen was man nicht mehr möchte in einer neuen Beziehung.

Du bist 32 Jahre, hast mit ihm deine 20er Jahre verbracht,was eine lange Zeit ist, aber trotzdem nur 1/3 deines Lebens. Du kannst also auch ohne ihn sehr gut leben und das muss denke ich bei dir ankommen, realisiert werden und dann siehst du die 9 Jahre auch komplett anders. Du siehst dann, dass diese 9 Jahre nicht nur von ihm bestimmt waren, sondern er nur ein Teil dieser 9 Jahre war. Ein großer Teil, keine Frage, immerhin habt ihr zusammen gelebt etc... aber er füllt nicht die gesamten 9 Jahre. Oft liest man hier ja Dinge wie, ich habe so viele Jahre verschwendet etc... und da kann ich mir immer nur an den Kopf fassen, denn der Mensch neigt dazu alles negativ zu sehen. Als ob die 9 Jahre vergeudet sind, nur weil die Beziehung nicht gehalten hat, da denke ich dann immer an Menschen wie Frau Kampusch die 8 Jahre im Keller eingesperrt war und wirklich schlimme Zeiten erlebt hat. Wenn die schreibt sie hat 8 Jahre ihres Lebens verloren, dann ist das berechtigt aber sicher nicht Menschen die eine Beziehung beenden. Wir neigen da schon auch zu sehr viel Drama und sehen direkt schwarz.

Wichtig ist, zu erkennen was schön war, aber trotzdem zu wissen, dass dieser Teil des Lebens jetzt vorbei ist. Ich denke wenn man das erreicht hat, ist man tatsächlich drüber hinweg und wenn ich mir so deinen Text durchlese, dann bist du davon schon noch ein gutes Stück entfernt, aber auf dem richtigen Weg.

Das ist der emotionale Teil, der rationale ist das Erkennen der eigenen Fehler. Auch hier stellen wir oft die falschen fragen und komischer Weise sind das immer "Was" fragen.

Was wäre passiert, wenn ich so oder so gehandelt hätte?

Was hätte man ändern müssen?

Etc... Die Fragen sind meistens nicht zielführend in meinen Augen. Die "Warum" Fragen sind da schon deutlich besser, weil sie einen gezielter auf den Punkt bringen.

Warum ist es so gekommen?

Warum haben wir nix verändert?

Ja warum eigentlich? Ich denke die Antwort ist tief in dir drin und du kennst sie genau. Ihr wolltet es einfach nicht und habt euch nicht aktiv damit auseinandergesetzt im späteren Verlauf der Beziehung.

Du hast schon sehr gut angefangen es richtig zu erkennen, genau auf diesen Weg musst du weitermachen, nur dann wirst du auch akzeptieren können, es ist die letzte Phase der Trauer und da muss man hinkommen wenn man nicht in einer ewigen Schleife der Trauer gefangen sein will wie manche Menschen hier im Forum.

Es ist ein Prozess den man durchlaufen muss um Klarheit für sich selber zu schaffen und an der Geschichte zu wachsen. Ich gebe dir ein Tipp was mir hilft, ob du es annimmst ist deine Sache.

1. Kauf dir 2 Tagebücher, in das eine schreibst du nur wenn du an dem Tag glücklich warst, warst du traurig, schreibst du in das andere Tagebuch.Auf jeden Fall nicht übertreiben, nicht zu detailreich, sondern oberflächlich mit Stichpunkten wieso der Tag schlecht oder eben gut war.

Ein Beispiel: Heute ist der 28.01.2026, ich war einkaufen und habe mir seit langem Mal wieder XYZ gegönn (Kindheitserinnerung). In der Arbeit war ein toller Tag, Herr oder Frau x haben meine Arbeit gelobt (fühlt sich richtig gut an). Nach der Arbeit war ich mit x und y spazieren, sie waren voller Energie und haben einen neuen Hund kennengelernt. Der Besitzer des Hundes sah gut aus und war nett (guter und schöner Kontakt ohne gefallen zu müssen). Am Abend noch etwas gezockt, wie immer schön. (Die Gruppe funktioniert gut).

Das war jetzt ein guter Tag,ich denke du verstehst worauf ich hinaus will oder? Auf jeden Fall musst du halt selber genau überlegen ob der Tag gut oder nicht so gut war. Mir ist klar, dass es nicht nur schöne und schlechte Momente an einem Tag geht, aber genau darum geht es, du musst am Abend entscheiden ob es dann halt doch ein überwiegend guter oder ein schlechter war. Da fängt dann schon das verarbeiten an und vor allem das trennen von negativen Gefühlen. Die Frage ist doch immer, lasse ich einen ansonsten schönen Tag wegen einem negativen Gefühl auch schlecht enden bzw. Ordne ich diesen Tag als schlechten ein und wenn ja! Warum? Genau das Arbeiten wir dann in Punkt 2 auf.

2. Jeden Sonntag nimmst du beide Hefte zur Hand und schaust dir die Woche an. Wo hast du öfter reingeschrieben und warum? An diesem Tag gehst du aktiv noch einmal die Woche durch und fängst an aktiv darüber nachzudenken. Du wirst die ganze Woche nicht mehr im Kopf haben, deswegen die Tagebücher und vor allem wirst du einiges an Erkenntnissen gewinnen. Du wirst sehen wie schnell unser Gehirn Dinge vergisst oder auch einfach nicht verarbeiten möchte bzw. kann.

Hier fällt mir immer die Folge von Dr.House ein, wo er eine Patientin hat die nicht vergessen kann. Sie hat ein perfektes Gehirn und jede Erinnerung kann sie punktgenau abrufen. Sie ist ultra schlau, weil sie eben alles was sie sieht nie wieder vergisst und ist trotzdem in Anführungszeichen nur Kellnerin und keine Wissenschaftlerin oder erfolgreiche Karrierefrau. Sie kann es nicht, weil sie jede negative Erfahrung in sich aufnimmt und unfähig ist zu vergessen bzw. zu vergeben. Deswegen ist sie alleine und hat auch keinen Kontakt mehr zur Familie. Am Ende kann sie ihrer Schwester nicht verzeihen und warum? Weil sie mit 10 Jahren ihr mal das Bein gestellt hat und sie sich verletzt hat dabei und wegen ein paar anderen absolut unwichtigen Ereignissen. Sie aber kann das nicht verstehen wieso man einer geliebten Person mit Absicht weh tun kann. Sie lebt also in einem absoluten Alptraum, lässt es zu immer in dieser Spirale zu leben und genau davon kann ich jedem nur abraten. Die Millionen guten Dinge lässt sie dabei links liegen. Die schönen Erinnerungen werden nicht beachtet, weil die negativen eine extreme Macht besitzen. Genau deswegen schreiben und du wirst sehen, in 8 Wochen wird sich dein Bild verschoben haben. Du wirst eine andere Denkweise bekommen und dich immer wieder im Wochenrückblick neu betrachten. Du wirst dich hier und da selbst verfluchen und dir an die Stirn fassen. Es ist wie mit diesem Forum, es gibt hier viele Menschen die schon seit Jahren hier sind, manche wahrscheinlich sogar schon Jahrzehnte und daran ist nix falsch, bin ja auch immer mal wieder hier, aber manche erkennen ihre Entwicklung gar nicht und wissen überhaupt nicht wie weit sie sich eigentlich schon entwickelt haben in eine entweder gute oder schlechte Richtung. Jeder muss so etwas für sich selber entscheiden. Auch hier gebe ich gerne mal dem ein oder anderen den Tipp sich mal ihre alten Beiträge jetzt durchzulesen und so gut wie immer sind die meisten extrem schockiert über sich selber.Es ist aber auch vollkommen normal, denn die meisten Texte entstehen in einer Phase der tiefsten Trauer, da sind wir alle verletzlich und haben Angst.

3. Die eigenen Fehler und negativen Eigenschaften an gehen, du hast ja schon einiges erkannt, aber gehst du auch dagegen vor? (Helfersyndrom)

Eine Therapie? Aktiv nicht zu helfen ist verdammt schwer, aber notwendig. Ich denke hier liegt der Grund weit in der Vergangenheit. Wahrscheinlich als Kind oder Jugendlicher etc... warum und weshalb müssen Profis klären, die können so etwas besser einschätzen. Ich denke du solltest aber auch bewusst anfangen Hilfe zu verweigern wo keine benötigt wird. Gerade emotionale Hilfe wird oft missbraucht von Menschen im eigenem Umfeld. Oft auf der Arbeit, da kommen dann von einmal Arbeitskollegen die anfangen ihr Herz bei dir auszuschütten und benutzen einen als Seelenmülleimer. Sie tun es weil man es meistens einfach selber zulässt oder weil man sogar aktiv in diese Richtung geht und sie sogar noch ermutigt ihren Ballast bei einem ab zu laden.

4. und letztens, aufarbeiten warum man Dinge nicht geändert hat obwohl man wusste, dass sie nicht gut sind. Vor allem diese Punkte erkennen und sich im Nachhinein Lösungen für dieses Problem ausdenken. Hier ist es eine reine Phantasie Geschichte, aber Phantasie ist nix schlechtes. Es ist nur schlecht sich darin zu verlieren.

Als ich mich damals von meiner Jugendliebe getrennt habe, war ich oft in diese was wäre wenn? Fragen gefangen. Was wäre passiert wenn ich das hier anders gemacht hätte etc... leider hab ich mir nur die Fragen gestellt und bin der Lösung nicht gefolgt. Es ist vollkommen normal sich diese Fragen zu stellen, aber die meisten lassen es dabei, weil es ihnen zu viel Spekulation ist und in eine falsche Richtung gehen kann, dem stimme ich teilweise zu.

Wenn man diese Fragen nur stellt um sich dann in einer Traumwelt selbst zu fangen, dann hat es keinen Sinn, aber aktiv darüber nachdenken und sich nur auf die Lösung zu konzentrieren , hat für mich einen super Effekt, weil ich dadurch meine Fehler erkenne und es nächstes Mal anders machen kann. Viele Menschen haben nicht kapiert, dass ihre Beziehungen meistens immer an den selben Dingen scheitern. Sie machen alles genau so wie vorher, ändern unwichtige Eigenschaften und wundern sich dann wenn es nicht klappt. Sie springen oft von einem Menschen zum nächsten und jede Beziehung scheitert. Anstatt das Muster zu erkennen, dieses zu durchbrechen, gehen sie weiter nach Muster vor. Das Leben ist ein ständiges entwickeln und lernen, wer das nicht tut, wird zwangsläufig scheitern im Leben und zwar auf jeder Ebene.

Auch hier ein Beispiel:

Dein Ex Freund hat Ängste, flippt sogar fast aus wegen dem Haus, warum ändert ihr nix? Und hier kommt jetzt das "was wäre wenn?"Szenario ins Spiel. Nicht um sich zu quälen etc... oder sich eine Phantasiewelt aufzubauen, sondern sich wirklich zu fragen, was wäre denn eine Lösung gewesen? Haus verkaufen? Oder Therapie? ich denke beides wären bessere Lösungen gewesen als deine Reaktion mit genervt sein und ihn nicht ernst zu nehmen. Auch hier belügen wir uns immer wieder selber.Es entstehen Rechtfertigungen, man verteidigt sich oder zieht es ins lächerliche, aber wer gibt uns eigentlich das Recht zu entscheiden was für jemand anderen lächerlich ist? Du meintest er sei ein Ego,was sicher zutrifft, aber du bist hier auch schon zu, dass dieses Haus deine Idee war und dein Traum. Ich sehe hier sehr viel Ego von dir und wenig einfühlsames ihm gegenüber. Oft sind es genau diese kleinen Momente die etwas in einem zerbrechen ohne dass man es aktiv mitbekommt. Hier geht Akzeptanz verloren, hier der Respekt, dort das Vertrauen etc... Es geht dann immer weiter in eine Spirale und am Ende stehen wir da und fragen uns eben diese falschen Fragen. Was ist passiert? Anstatt warum ist es passiert?

Es sind die Kleinigkeiten die man erkennen muss um einen Effekt zu erzielen. Schmetterlingseffekt um genau zu sein und ja man kann nicht immer Rücksicht auf den anderen nehmen, weil man dann sich selber verliert, aber es gibt Lösungen bzw man muss sie finden wo es beiden besser geht.

Ein weiteres Beispiel wo ich sofort den Alarmknopf drücken wollte und wo ich genauer nachfragen will ist der Absatz wo du zu gibst, dass du keine Kinder bekommen kannst und es ja eigentlich dein Traum war, selbes Spiel hier. Wie sicher bist du dir, dass er keine Kinder braucht? Bzw. Entwickelt sich das auch im Laufe der Zeit, was er mit Anfang 20 sagt ist keine Garantie für Mitte 30 und umgekehrt.

Auch hier sofort mein Gedanke, du hast den Wunsch, kannst keine bekommen und flüchtest in dem du dir 2 Hunde holst. Klingt für mich nicht so als hättest du genau darüber nachgedacht, getrauert und dich wirklich damit auseinandergesetzt. Es klingt nach einer Flucht und kompensieren auf die Hunde. Ist das eine gesunde Art mit so etwas umzugehen? Wie fair warst du in dieser Zeit ihm gegenüber? Hast du überhaupt mit ihm gesprochen? Seine Meinung überhaupt wahr genommen? Wie sieht es mit den Hunden aus, wollte er sie überhaupt oder hast du gesagt ich will jetzt? Auch hier,ich sehe viel Egoismus von deiner Seite, vielleicht ein erzwungener Egoismus durch die Tatsache, dass du keine Kinder bekommen kannst, aber er ist da. Wie komme ich darauf? Naja alleine seine Reaktion zeigt mir, dass er wohl eben nicht ganz so zufrieden war mit dem was da passiert ist und auch hier, was wäre wenn? Wie hätte man es besser lösen können oder anders? Wie gesagt bei diesen Fragen geht es nicht um das was passieren könnte, sondern darum was für Möglichkeiten hätte es gegeben?

Wir wissen nur eins und zwar, dass die Reaktionen die wir in diesem Moment vollzogen haben, nicht die richtigen waren, dass wissen wir. Alles andere ist Spekulationen und um die geht es nicht. Es geht nicht darum zu sagen, hätte ich meine Hunde nicht ohne ihn geholt, mehr mit ihm gesprochen, wäre es nicht passiert. Nein das ist nicht der Weg, niemand kann dir das sicher sagen. Nur Gott weiß was passiert wäre und sonst niemand.Keiner kann dir garantieren, dass es anders besser gelaufen wäre, aber überhaupt die Erkenntnis zu erlangen, darum geht es. Zu erkennen, dass man hier auch andere Wege gehen kann. Genau darauf kommt es an um es nächstes Mal besser zu machen. Seine eigenen Fehler zu erkennen, hier und da sich anders zu verhalten, dass ist die Kunst und vor allem daraus zu lernen. Ich meine der Fehler den du hier gemacht hat war, dich in etwas anderes zu stürzen, zumindest klingt es so, kann ja auch sein, dass es nicht so ist, aber sollte es so sein,kann man darüber nachdenken. Diese Situationen kommen immer wieder, auch mit dem neuen Partner und nur wenn man erkannt hat, dass etwas in eine falsche Richtung geht, kann man es auch korrigieren. Genau da sind wir dann wieder bei Muster, die meisten erkennen ihr negatives Muster gar nicht und gehen immer wieder den selben Weg.

Und noch einmal, ein anderer Weg heißt aber auch nicht, dass man Erfolg haben wird. Es ist ein ständiges lernen und erkennen. Mit der richtigen Person geht man halt dann in die andere Richtung wenn der eingeschlagene weg nicht gut ist. Ich denke die Kunst ist, es gemeinsam zu erkennen und dann den Weg zu ändern und passt dieser nicht, ändert man ihn wieder und wieder bis man am Ende seines Lebens hoffentlich für sich sagen kann, dass war schon im großen und ganzen der richtige Weg.

Geht der Partner den Weg nicht mit, hat man keine Chance und man verliert sich, so wie ihr es getan habt. Da gibt es dann auch kein Zurück mehr, denn ihr geht auf zwei unterschiedlichen Wegen in Richtung Ziel.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück

x 3 #26


Scheol
@Emiily
Zitat:
Ich wusste zu Beginn natürlich nichts von seinen Dr*ogenproblemen.
ist ja nicht so, dass man das direkt als erstes erzählt
Ich hab das mit der Zeit selbst rausgefunden.

Also auch belogen die ganze Zeit.

Zitat:
Konsequenzen gab es da, ich war damit alles andere als einverstanden.

Konsequenzen wäre gewesen die Beziehung zu deinem Schutz abzubrechen.

Zitat:
Ich bin auch damals für einige Tage ausgezogen, weil ich sagte, ich kann diese Beziehung so nicht mehr führen.
danach folgte natürlich auch keine leichte Zeit, aber ist in den Entzug gegangen.
was auch für ihn kein leichter Schritt war.

Ich hatte beruflich einige Jahre mit Drogisten zu tun.


Zitat:
aufgrund meines Helfersyndroms und weil ich mich sonst in seinen Charakter verliebt habe, konnte ich ihn damals nicht aufgeben, um mich selbst zu retten. wie es natürlich die richtige Entscheidung gewesen wäre, da gebe ich dir Recht.

Du schreibst was von der Kindheit von dir , was war da los ?

Zitat:
Aber ich bin auch nur ein Mensch und hatte damals nicht das Wissen von heute.
Hast du mit Anfang 20 die besten und richtigen Entscheidungen für dich selbst getroffen? Wenn ja, respekt!

Nein hatte ich nicht.

Aber ich hätte mich mit einer Konsumentin nicht eingelassen.

Zitat:
aber mit dem Machtgefälle stimme ich dir zu. Ich hab mir zu lange alles gefallen lassen. Das ist richtig.


Zitat:
aber mir fällt dieses Schwarz-Weiß denken schwer zu verstehen. Menschen sind nicht nur gut oder nur schlecht.

Das ist richtig , leider auch hier ein aber ,….. der Mann ist Manipulativ, lügt und egoistisch.

Das ist nicht NUR mal den Klodeckel oben gelassen , das ist massiv gegen deine Person.

Würdest du eine Pizza essen die NUR einmal runter gefallen ist ?

Weil die hat ja auch eine gute Seite.

Wenn man am verhungern ist , also Mega bedürftig ist , dann nimmt man auch die Pizza wo noch was schlechtes mit dran hängt.

x 1 #27


Sonnenschein85
Zitat von Emiily:
@GreenTara Oh, das ist ein richtig guter Ansatz, finde ich und das fühlt sich tatsächlich stimmig an. Danke dafür Darüber ...

Ja. Das stimmt. Traurig ist es natürlich trotzdem. Aber schön, dass du nicht nur negativ zurück blickst. Sondern auch positives mitnehmen kannst.

x 1 #28


M
Zitat von Emiily:
Ich wollte nie zusätzliche Probleme machen und hab meine Bedürfnisse daher komplett runtergeschraubt und wollte immer das liebe und brave Kind sein. Gefühle habe ich mit mir selbst ausgemacht (so gut bzw. schlecht das als Kind eben geht).
Ich hab versucht meine Mutter zu trösten und zu unterstützen. Ich hab mich für alle Gefühle verantwortlich gefühlt, die nicht meine waren, um irgendwie Sicherheit spüren zu können.

Das ist doch genau das, was Du in der Beziehung weiter gelebt hast. Du hast in die Beziehung investiert, alles auf die Reihe gebracht, alles geleistet, alles gesteuert inklusive ihm, Deinem "Pflegefall", alles ertragen und er konnte machen was ihm beliebte. Du hast keine gute Beziehung zu Dir selbst und Deine Wünsche, Deine Vorfstellungen von einer Beziehujg, Deine Sehensüchte blieben auf drer Strecke. Aber das warst Du ja gewohnt seit Kindesbeinen, dass Deine Gefühle nicht zählen, dass man auf Dir herumtrampeln darf ohne dass was passiert und dass Du alles mit Dir ausmachen musst.

Du warst in der Beziehung oft so allen wie als Kind.Und Du hast das gemacht, was Kinder so tun. Sie passen sich an und werden zum liebsten und pflegeleichtesten aller Kinder, Nur dass Du Dich damit verbiegst und auch das mit ins Erwachsenenleben mit schleppst. Du hast Dich auch in der Beziehung verbogen, weil ja alles auf ihn, der über Eure Beziehung entschieden hat, ausgerichtet war.

Und jetzt nach fast 10 Jahren fällt es Dir auf, was Du mitgemacht hast und wie sehr Du selbst auf der Strecke bliebst. Glückwunsch dazu und das meine ich ehrlich. Du bist jetzt viel mehr bei Dir angekommen und weißt, dass diese Beziehung zwangsläufig so weiter laufen würde wie bisher. Es ist egal, wie lange es dauert und solche Dinge dauern immer lange, weil sich der Mensch nicht innerhalb von wenigen Monaten von eingelernten Mustern verabschieden kann. Insofern würde ich die 9 Jahre auch nicht als Verschwendung definierten, denn sie waren wichtig für Dich, damit Du nun lernst, dass es auch um Dich geht und Du auch Deine Rechte und Wünsche hast.

Ein Helfersyndrom ist bei Deiner Kindheit nicht verwunderlich, denn Du wurdest schon früh in Deine Pflicht genommen und hast gelernt, für andere dazu sein.
Die Kehrseite: Du erträgst zu viel, Du hoffst wo die Hoffnung nicht mehr angebracht ist und stellst Dich hintenan.Kein Wunder, dass ihr zusammen kamt. Er war derjenige, der eine Betreuerin, eine Art Ersatzmutter brauchte, die ihm noch einigermaßen Stabilität geben konnte und Du hast beobachtet, zugeschaut und getan was nötig war.

Er ist sehr labil. Erst kamen die Dro., dann die Spielsucht, dann die Sportsucht und dann die Onlinespiele, weil er sich in der virtuellen Welt, wo es die ganzen Konflikte nicht gibt, am wohlsten fühlt. In seiner Ersatzwelt hält er sich gerne auf, in der realen Welt nicht. Da braucht er immer was anderes, was ihn momentan wieder das Gefühl gibt, am Leben zu sein.
Da ist der Weg zu anderen Frauen auch nicht mehr weit. Sie geben ihm momentan etwas, ehe die Konflikte wieder aufbrechen oder vielleicht auch die Frau geht, weil sie schneller merkt, was sie sich mit ihm eingehandelt hat.

Er ist nicht bösartig, das glaube ich nicht, aber er hat keinerlei Stabilität in sich und braucht beständig neue Dinge, die seine Leere auffüllen. Das sind dann die Spiele, der Sport, früher die Dro., andere Frauen.

Und er hat all die Jahre darüber bestimmt, womit Du befasst bist, denn Du warst als seine "Begleiterin" ja mit im Boot.

Der Mann tut mir leid, er wird vermutlich ein ewig Suchender, aber Du kannst ihm dabei nicht helfen. Jeder ist für sich verantwortlich und daher musst Du jetzt auch lernen, dass auch Du Verantwortung für Dich selbst trägst.
Das ist am Anfang schwierig, denn der Helfer ist es ja gewöhnt zu helfen und er zieht auch Gewinn für sich selbst daraus. Das fehlt jetzt und diese momentane Leere musst Du aushalten zu lernen, bis Du so weit bist, dass Du einem Leben ohne einem Betreuungsfall wieder etwas abgewinnen kannst.

Das wird schon und irgendwann wird er in den Hintergrund treten. Er war derjenige der Dich auf Trab hielt, der Dich forderte und auch der Dich quälte. Du wirst lernen müssen, selbstbestimmter zu werden und für Dich zu sorgen.
Denn wenn Du Dich nicht um Dich selbst kümmerst, tut es keiner, ein Mann wie er am allerwenigsten, denn er proftitiert ja davon. Er konnte sich ja alles rausnehmen, Du warst ja da. Sein Sicherheitsnetz, seine Anlaufstelle, sein Hafen, den er jetzt vermisst. Aber nur solange er ihn nicht hat. Wenn Du diese Rolle wieder einnimmst, wird er bald wieder über die Stränge schlagen, denn er ist das Maß aller Dinge. Und für Dich bleibt die Rolle der aufopferenden Betreuerin, die ihm immer wieder verzeiht, alles nachsieht, alles aushält und irgendwann selbst vor die Hunde geht. Weil sie ausgebrannt ist und es irgendwann zu viel ist mit dem Ertragen und Aushalten.

Sei froh, dass Du den Absprung schon weit geschafft hast. Bleib dabei und mache Dir diesen Erfolg nicht zunichte. Bei ihm gibt es nichts zu gewinnen, Du kannst mit ihm nur verlieren.

#29


Scheol
@Emiily
Zitat:
Als gesund bezeichne ich die Beziehung auch nicht. Dennoch hat sie sich für mich lange schön angefühlt (wenn auch aus „kranken“ Gründen)
Ich hoffe, du weißt, was ich meine.

Da ich Menschen grundsätzlich verstehen will , alles gut.

Zitat:
Ich weiß auch worauf du hinaus willst.
Und aus neutraler Sicht betrachtet stimmt das auch alles.
Aber in einer Beziehung spielen eben so viele verschiedene Faktoren und Gefühle mit rein.

Menschen aus toxischen Beziehungen sollte man die Beziehung was schlecht war herausarbeiten, damit das für diese Person klarer zu sehen ist.

Zitat:
Ich kenne glaube ich keine Beziehung, in der alles perfekt ist. Selten treffen zwei Menschen mit sicherem Bindungsstil aufeinander, denke ich.
und dennoch muss nicht alles schlecht sein.

Um bei der Pizza zu bleiben , bei der Pizza ist 1 cm vom Rand leicht dunkel , aber nicht runter gefallen.


Man sollte ja erst mal schauen, wo das Mitglied steht.

Du hast glaube ich schon ganz gut verstanden, dass das nicht die beste Beziehung gewesen ist. Das ist schon mal sehr gut und großer Vorteil.

Was die meisten vergessen, ist was durch diesen ewigen Stress im Körper passiert.

Der Cortisol Level ist ständig auf 7-10, und nicht wie bei einer normalen Beziehung. Bei 1-3, und hat dann Tage Zeit die Sache wieder abzuarbeiten.

Bei deiner Beziehung, war es so gewesen, dass hier der Cortisol Level ständig recht hoch war.

Was Cortisol anrichtet, ist allgemein bekannt.

Da wir uns hier wahrscheinlich in dem traumatischen Bereich bewegen, der Verlust des Hauses zum Beispiel, was andeuten könnte, dass wir hier ein Thema vorliegen haben, Wird die Amygdala, und der Hypocampus in Mitleidenschaft gezogen, ein Teil wird kleiner, ein Teil wird größer. Der Präfrontale kortex wird auch in Mitleidenschaft gezogen.

Du musst dir das im Gehirn so vorstellen, dass ein Mensch ständig über eine Wiese läuft.
Diese Spuren, die man irgendwann dort sieht, sind die traumatischen Erfahrungen.

Man geht davon aus, dass circa 100 Tage dafür nötig sind, dass bei unseren Beispiel die Wiese wieder zusammen wächst.

Da du aber anscheinend immer noch Kontakt im Beruf mit ihm hast, besteht nicht die Möglichkeit, dass das Gehirn so abheilt wie wir es uns gerade wünschen würden, Und somit die Wiese komplett zu wächst.

Ein Trauma kann man nicht ungeschehen machen, aber man kann lernen damit umzugehen.

Was aber nur geht, wenn du das richtige Handwerkszeug erlernst, zum Beispiel selbst beruhigende Maßnahmen.

Also du siehst an dem obigen Beispiel, dass solche toxische Beziehung nicht einfach so zu verarbeiten sind.

Da wir uns in dem Bereich Trauma bewegen, brauchen wir also auch ein Täter. Der ein Täterverhalten an den Tag legt. Täter und Liebe hat nicht wirklich was miteinander zu tun.

Was auch nicht mit einem Stockholm Syndrom ( Helfer Syndrom) zu tun hat, weil der Unterschied zwischen Stockholm, Syndrom und Trauma-Bonding ist anders.

Bei dem Stockholm Syndrom, wenn ich mich nicht irre, Lieben beide Seiten.

Bei dem Trauma Bonding denkt nur, eine Seite zu lieben, ist aber völlig in der traumatischen Verbindung und hängt wegen dem starken Gefälle darin fest.

Hier wäre interessant, ob irgendwelche Kindheit Erfahrungen vorliegen, wo dieses Trauma Bonding eventuell gebildet wurde.

Der Ex hat schon ein sehr niederträchtige Verhalten an den Tag gelegt. Die nicht Achtung, der Hausarbeit zum Beispiel heißt für mich. Es ist eine Erziehung durch eine Verweigerung eine Person verweigert, sich so lange eine Sache zu tätigen, bis die Person, die fragt, gar nicht mehr fragt, und es selber macht.

Auch das ständige erzählen, er liebe dich, aber fährt dann zu einer anderen ist ein niederträchtiges Verhalten.

Auch in dem Nachbarzimmer zu sitzen, und mit einer anderen Frau zu Flirten, und noch weiter zu gehen, ist ein niederträchtiges erhalten.

Wenn Menschen investieren, wollen Sie grundsätzlich etwas zurück haben. Bei diesen Beziehung hast du sowas wie die Psychologie beim Anlage Betrug.
Eine Person investiert, 5000 Euro, der Vermittler ruft an und sagt, es sind nur noch 1000 Euro da, und wenn sie jetzt nicht nachschießen, dann würden sie alles verlieren. Deswegen schießen die meisten noch mal Geld hinterher, und haben dann einen total Verlust.

Durch die Ambivalenz des guten und schlechten Verhaltens, kommt das Gehirn nicht mehr hinterher. Man kann es eigentlich vergleichen wie mit einer Spielsucht.

Wenn wir beide in ein Cas. gehen würden, und man gibt uns 1000 Euro, würden wir sagen, wir spielen nicht. Wir gehen mit den 1000 Euro raus und haben damit viel Spaß.

Ein spiel süchtiger wird die 1000 Euro verspielen.

Zum Beispiel gewinnt ihr Spiel Nummer acht, Spiel Nummer 14, und Spiel Nummer 19.

Wir beide werden sagen, du hast 17 mal verloren. Der Spielsüchtige wird sagen ja aber ich hab dreimal gewonnen also zeigt es mir ja die Möglichkeit, dass ich gewinnen Kann.

Wenn der Spiel tüchtige sehen würde, dass er nur bei Spiel Nummer fünf, Beispiel Nummer zehn, bei Spiel Nummer 15 gewinnen würde, würde er bei den restlichen Spielen gar nicht mitspielen. Also das System wäre brechen berechenbar.

Da hier aber das negative und positive Verhalten schwer absehbar war. Von ihm, bist du sozusagen deswegen in dieser Push Pull Dynamik gelandet Und nicht mehr rausgekommen.

Ein Trauma Bonding, musst du dir so vorstellen, wie der Bauer mit dem Esel, wo er ihm den Esel an der Angel eine Möhre vor die Nase hält.
sie hier zum Beispiel bei euch der zweite Versuch. Er hat alles versprochen, sich zu ändern.
Hier zum Beispiel wenn der Esel nicht mehr läuft, wird er ihm mit der Möhre auf die Nase klopfen, um ihn gefügig zu machen. Reicht das nicht aus, wird er ihm ein Stück geben, dass er ihn wieder auf den Geschmack bringt.
Danach wird er wieder die Angel weiter weg halten, dass der Esel nicht an die Möhre kommt, aber denkt, wenn er sich genug anstrengen würde, würde er die Möhre erreichen. Der Esel denkt, es liegt nur an ihm, die Möhre zu erreichen. Du denkst nur, dass du, wenn du dich genug anstrengst, die Beziehung retten kann. Was völlig falsch ist, weil dein Expartner der Bauer ist.
Und immer, wenn der Bauer auftaucht, fangen bei dir im Gehirn gewisse Strukturen an das alte wieder hervor zu kramen.
Es gibt auch noch den Zygarnick Effekt, Der so genannte Hoffnung Effekt. Überall, wo wir noch Hoffnung haben, dass etwas sich zum Guten wenden könnte, können wir nicht im Gehirn beenden. Wir sind sozusagen in einer Dauerschleife und hoffen, dass es sich zum Guten ändert.
Wie du gerade feststellst, sind hier ganz andere Dynamiken im Körper, im Gehirn, In der Psyche, die hier gerade greifen

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