@Emiily
Zitat:Als gesund bezeichne ich die Beziehung auch nicht. Dennoch hat sie sich für mich lange schön angefühlt (wenn auch aus „kranken“ Gründen)
Ich hoffe, du weißt, was ich meine.
Da ich Menschen grundsätzlich verstehen will , alles gut.
Zitat:Ich weiß auch worauf du hinaus willst.
Und aus neutraler Sicht betrachtet stimmt das auch alles.
Aber in einer Beziehung spielen eben so viele verschiedene Faktoren und Gefühle mit rein.
Menschen aus toxischen Beziehungen sollte man die Beziehung was schlecht war herausarbeiten, damit das für diese Person klarer zu sehen ist.
Zitat:Ich kenne glaube ich keine Beziehung, in der alles perfekt ist. Selten treffen zwei Menschen mit sicherem Bindungsstil aufeinander, denke ich.
und dennoch muss nicht alles schlecht sein.
Um bei der Pizza zu bleiben , bei der Pizza ist 1 cm vom Rand leicht dunkel , aber nicht runter gefallen.
Man sollte ja erst mal schauen, wo das Mitglied steht.
Du hast glaube ich schon ganz gut verstanden, dass das nicht die beste Beziehung gewesen ist. Das ist schon mal sehr gut und großer Vorteil.
Was die meisten vergessen, ist was durch diesen ewigen Stress im Körper passiert.
Der Cortisol Level ist ständig auf 7-10, und nicht wie bei einer normalen Beziehung. Bei 1-3, und hat dann Tage Zeit die Sache wieder abzuarbeiten.
Bei deiner Beziehung, war es so gewesen, dass hier der Cortisol Level ständig recht hoch war.
Was Cortisol anrichtet, ist allgemein bekannt.
Da wir uns hier wahrscheinlich in dem traumatischen Bereich bewegen, der Verlust des Hauses zum Beispiel, was andeuten könnte, dass wir hier ein Thema vorliegen haben, Wird die Amygdala, und der Hypocampus in Mitleidenschaft gezogen, ein Teil wird kleiner, ein Teil wird größer. Der Präfrontale kortex wird auch in Mitleidenschaft gezogen.
Du musst dir das im Gehirn so vorstellen, dass ein Mensch ständig über eine Wiese läuft.
Diese Spuren, die man irgendwann dort sieht, sind die traumatischen Erfahrungen.
Man geht davon aus, dass circa 100 Tage dafür nötig sind, dass bei unseren Beispiel die Wiese wieder zusammen wächst.
Da du aber anscheinend immer noch Kontakt im Beruf mit ihm hast, besteht nicht die Möglichkeit, dass das Gehirn so abheilt wie wir es uns gerade wünschen würden, Und somit die Wiese komplett zu wächst.
Ein Trauma kann man nicht ungeschehen machen, aber man kann lernen damit umzugehen.
Was aber nur geht, wenn du das richtige Handwerkszeug erlernst, zum Beispiel selbst beruhigende Maßnahmen.
Also du siehst an dem obigen Beispiel, dass solche toxische Beziehung nicht einfach so zu verarbeiten sind.
Da wir uns in dem Bereich Trauma bewegen, brauchen wir also auch ein Täter. Der ein Täterverhalten an den Tag legt. Täter und Liebe hat nicht wirklich was miteinander zu tun.
Was auch nicht mit einem Stockholm Syndrom ( Helfer Syndrom) zu tun hat, weil der Unterschied zwischen Stockholm, Syndrom und Trauma-Bonding ist anders.
Bei dem Stockholm Syndrom, wenn ich mich nicht irre, Lieben beide Seiten.
Bei dem Trauma Bonding denkt nur, eine Seite zu lieben, ist aber völlig in der traumatischen Verbindung und hängt wegen dem starken Gefälle darin fest.
Hier wäre interessant, ob irgendwelche Kindheit Erfahrungen vorliegen, wo dieses Trauma Bonding eventuell gebildet wurde.
Der Ex hat schon ein sehr niederträchtige Verhalten an den Tag gelegt. Die nicht Achtung, der Hausarbeit zum Beispiel heißt für mich. Es ist eine Erziehung durch eine Verweigerung eine Person verweigert, sich so lange eine Sache zu tätigen, bis die Person, die fragt, gar nicht mehr fragt, und es selber macht.
Auch das ständige erzählen, er liebe dich, aber fährt dann zu einer anderen ist ein niederträchtiges Verhalten.
Auch in dem Nachbarzimmer zu sitzen, und mit einer anderen Frau zu Flirten, und noch weiter zu gehen, ist ein niederträchtiges erhalten.
Wenn Menschen investieren, wollen Sie grundsätzlich etwas zurück haben. Bei diesen Beziehung hast du sowas wie die Psychologie beim Anlage Betrug.
Eine Person investiert, 5000 Euro, der Vermittler ruft an und sagt, es sind nur noch 1000 Euro da, und wenn sie jetzt nicht nachschießen, dann würden sie alles verlieren. Deswegen schießen die meisten noch mal Geld hinterher, und haben dann einen total Verlust.
Durch die Ambivalenz des guten und schlechten Verhaltens, kommt das Gehirn nicht mehr hinterher. Man kann es eigentlich vergleichen wie mit einer Spielsucht.
Wenn wir beide in ein Cas. gehen würden, und man gibt uns 1000 Euro, würden wir sagen, wir spielen nicht. Wir gehen mit den 1000 Euro raus und haben damit viel Spaß.
Ein spiel süchtiger wird die 1000 Euro verspielen.
Zum Beispiel gewinnt ihr Spiel Nummer acht, Spiel Nummer 14, und Spiel Nummer 19.
Wir beide werden sagen, du hast 17 mal verloren. Der Spielsüchtige wird sagen ja aber ich hab dreimal gewonnen also zeigt es mir ja die Möglichkeit, dass ich gewinnen Kann.
Wenn der Spiel tüchtige sehen würde, dass er nur bei Spiel Nummer fünf, Beispiel Nummer zehn, bei Spiel Nummer 15 gewinnen würde, würde er bei den restlichen Spielen gar nicht mitspielen. Also das System wäre brechen berechenbar.
Da hier aber das negative und positive Verhalten schwer absehbar war. Von ihm, bist du sozusagen deswegen in dieser Push Pull Dynamik gelandet Und nicht mehr rausgekommen.
Ein Trauma Bonding, musst du dir so vorstellen, wie der Bauer mit dem Esel, wo er ihm den Esel an der Angel eine Möhre vor die Nase hält.
sie hier zum Beispiel bei euch der zweite Versuch. Er hat alles versprochen, sich zu ändern.
Hier zum Beispiel wenn der Esel nicht mehr läuft, wird er ihm mit der Möhre auf die Nase klopfen, um ihn gefügig zu machen. Reicht das nicht aus, wird er ihm ein Stück geben, dass er ihn wieder auf den Geschmack bringt.
Danach wird er wieder die Angel weiter weg halten, dass der Esel nicht an die Möhre kommt, aber denkt, wenn er sich genug anstrengen würde, würde er die Möhre erreichen. Der Esel denkt, es liegt nur an ihm, die Möhre zu erreichen. Du denkst nur, dass du, wenn du dich genug anstrengst, die Beziehung retten kann. Was völlig falsch ist, weil dein Expartner der Bauer ist.
Und immer, wenn der Bauer auftaucht, fangen bei dir im Gehirn gewisse Strukturen an das alte wieder hervor zu kramen.
Es gibt auch noch den Zygarnick Effekt, Der so genannte Hoffnung Effekt. Überall, wo wir noch Hoffnung haben, dass etwas sich zum Guten wenden könnte, können wir nicht im Gehirn beenden. Wir sind sozusagen in einer Dauerschleife und hoffen, dass es sich zum Guten ändert.
Wie du gerade feststellst, sind hier ganz andere Dynamiken im Körper, im Gehirn, In der Psyche, die hier gerade greifen