Zitat von LillyP: Mein Dilemma ist eigentlich, dass ich grundsätzlich im Leben gerne verzeihe, in diesem Fall ist es mir (noch) nicht möglich, beziehungsweise ich will es vermutlich noch nicht - einfacher ist es immer, wenn der andere Part zumindest Zeichen von Reue zeigt.
Und warum möchtest du dich dann dazu zwingen?
Es heißt immer das verzeihen nötig ist, damit man selbst abschließen kann und nicht frustriert endet.
Ich sehe das komplett anders.
Man kann und darf auch manche Dinge nicht verzeihen. Man kann sagen: Das war so mies was mir "passiert" ist, und das verzeihe ich diesem Menschen nicht. Punkt.
Viel wichtiger ist zu akzeptieren was war und sich zu sagen: ok das war so, Verletzungen gehören zum Leben und leider auch manchmal auch zur Liebe.
Vielleicht auch zu schauen, warum habe ich nicht besser auf mich aufgepasst und manches zugelassen?
Sich selbst zu verzeihen und ins reine zu kommen halte ich für deutlich wichtiger als anderen etwas krampfhaft verzeihenn zu wollen, was eben vielleicht einfach unverzeihlich
ist.Ich habe auch manche Dinge nicht verziehen, aber ob ich selten mal dran denke oder in China fällt ein Sack Reis um, diese Dinge tangieren mich heute in keinster Weise mehr, weil das Leben auch weiter geht.