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Exfreund will Kontakt zur Tochter und mir beenden

mirifly25

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Hallo, liebes Forum!

Ich habe ein großes Problem mit meinem Ex-Freund. Wir sind seit knapp zwei Monaten getrennt. Er ist 36, ich bin 25. Wir haben eine sechsjährige, intensive Beziehung geführt, woraus auch eine gemeinsame Tochter entstanden ist. Diese ist nun 5 Monate alt. Nach der Trennung bin ich aus der gemeinsamen Wohnung in eine eigene gezogen.

Gut geht es mir mit der Trennung aber mittlerweile überhaupt nicht. Ich vermisse meinen Exfreund sehr, obwohl ich anfangs das Gefühl hatte, die Trennung war richtig. Ich habe mich frei gefühlt, habe mich direkt in sämtliche Singlebörsen gestürzt, Typen über Typen getroffen, aber letztendlich habe ich mir nur was vorgemacht.

Ich wollte mich anfangs einfach nicht mit der Trennung auseinandersetzen. Nunja, die Quittung habe ich jetzt, indem ich jetzt sehr oft an ihn denken muss und weiß, was er mir alles gegeben hat in der Beziehung. Er hat zwar auch seine Macken, war/ist sehr eifersüchtig, aber das bin ich auch, und irgendwo hat ja jeder seine Schattenseiten. Ich weiß auch, dass er mich immer noch unsagbar liebt und unbeschreiblich unter der Trennung leidet.

Aber ob ich nochmal einen Neuanfang wagen würde. Ich weiß es nicht. Es ist so viel passiert. Und ich habe Angst, dass es wieder so werden würde wie vorher. Er hat mir vor ca. zwei Wochen noch einen Brief zukommen lassen inkl. einem selbstgemachten Video, indem er mich um Verzeihung bittet und darum, mir nochmal Gedanken über einen Neuanfang zu machen. Ich habe ihm darauf aber bisher nicht geantwortet, weil ich mir so unsicher bin. Auf der einen Seite liebe und vermisse ich ihn immer noch sehr. Auf der anderen Seite diese Angst, dass es wieder so wird wie vorher.

Es gibt jetzt aber noch ein anderes Problem. Da wir uns nicht wirklich über die Besuchsregelung für unsere gemeinsame Tochter, die seit der Trennung bei mir lebt, einigen konnten, haben wir das Jugendamt hinzugezogen. Diese haben nun vorübergehend geregelt, dass mein Ex die Kleine 2 x pro Woche für ein paar Stunden sehen kann. Irgendwann soll diese Regelung dann ausgeweitet werden auf Wochenenden, feste Termine/Uhrzeiten, etc. Es ist auch so geregelt, dass die Kleine von einem Mitarbeiter des Jugendamtes zu meinem Ex gebracht bzw. abgeholt wird, weil mein Ex und ich uns einfach nicht sehen wollen, es würde uns einfach zu weh tun.

Das Problem ist nur, dass das Jugendamt diese Vermittlungstätigkeit zwischen uns nicht ewig fortsetzen wird. Sie werden irgendwann verlangen, dass wir uns selbst darum kümmern, wie die Kleine zum Papa kommt bzw. wieder zurück. Dritte Personen aus Freundes- und Familienkreis kommen nicht in Frage, es würde keiner diese Rolle übernehmen wollen, alles schon versucht.

So, nun Folgendes:

Mein Ex leidet wohl so erheblich unter der Trennung, dass er mir vor Kurzem über den Mitarbeiter des Jugendamtes hat mitteilen lassen, dass er die Situation so nicht mehr weiter aushält, und er möchte den Kontakt zu mir UND unserer Tochter konsequent abbrechen. Ok, "möchte" ist vielleicht der falsche Ausdruck. Sagen wir es so, dass er für sich keine andere Möglichkeit mehr sieht.

Begründung von ihm: Er sieht in unserer Tochter auch immer wieder mich und er kann es einfach nicht differenzieren, zu sagen: "DAS ist nun meine Tochter. Und das Andere ist meine Exfreundin!" Für ihn gibt es entweder nur uns Beide oder keinen. Er hält diese Situation wohl nicht mehr aus und leidet fürchterlich darunter, war wohl auch schon mal aufgrund eines Nervenzusammenbruchs im Krankenhaus.

Ihm geht es jedes Mal unfassbar schlecht, wenn er unsere Tochter wieder sieht. Aber - wie er sagt - aus dem Grund, weil er in ihr auch immer wieder mich sieht und er geht daran wohl total zu Grunde.
Und er sagt auch, dass er das unserer Tochter nicht weiter zumuten möchte, denn was hätte seine Tochter von einem Vater, den sie zwar sieht, aber dem es jedes Mal unsagbar schlecht wegen der Situation geht. Da würde es ihr wohl besser gehen, wenn sie alleine bei ihrer Mama bleibt und diese irgendwann einen "neuen Papa" kennen lernt. Das waren seine Worte.

Er hat mich nun gebeten - sollte ich mich gegen ihn und gegen einen Neuanfang entscheiden -, das alleinige Sorgerecht zu beantragen, er will dann das gemeinsame also an mich alleine abtreten.

Das mag sich zunächst wie eine Drohung/Erpressung anhören. Aber er hat so argumentiert, dass er lediglich dann auch seinen Weg gehen muss, und so, wie er dann meine Entscheidung gegen ihn akzeptieren müsste, müsste ich ebenso akzeptieren, dass er dann seine Konsequenzen daraus zieht.

Zudem will er dann auch komplett in eine andere Gegend ziehen, um irgendwie einen Abschluss mit mir zu finden. Er sagt (und er hat das wohl auch schon mit einem Psychotherapeuten besprochen), dass er keinen anderen Weg wüsste, um mit mir abschließen zu können, und er würde das irgendwann seiner Tochter erklären müssen, warum er damals so gehandelt hat. Er sagt auch, dass er nie wirklich eine richtige Bindung zu seiner Tochter hat aufbauen können.

Hintergrund dessen ist, dass ich von Anfang an eine unbeschreibliche Angst hatte, meine Tochter zu verlieren oder auch nur irgendetwas von ihr abgeben zu müssen, seien es ganz normale Dinge, wie Wickeln, Füttern, auf den Arm nehmen, mit ihr spielen, kuscheln, etc. Dies hat mit meiner Vergangenheit zu tun. Ich bin selbst ohne Mutter aufgewachsen, wurde von meiner Familie nahezu komplett verstoßen und ich möchte meiner Tochter das einfach ersparen.

Und so habe ich sogar Angst gehabt, dass mein Partner sie mir irgendwie wegnimmt, wenn er sie mal auf dem Arm hatte, mit ihr spielte, oder Ähnliches. Er hat dann mir zuliebe immer zurückgesteckt, konnte aber so auch keine richtige Bindung zu ihr aufbauen. Das tut mir heute unbeschreiblich leid, aber ich habe das nie mit böser Absicht getan.

Ich habe wirklich Angst, dass er für immer aus meinem Blickfeld verschwindet und irgendwann nicht mehr "greifbar" für mich ist, was er ja dann definitiv nicht mehr wäre, wenn er mehrere 100km weit weg ziehen würde.

Ich habe nun zwei Fragen an Euch:

1 . Gibt es hier irgendjemanden, der seine Haltung/Entscheidung verstehen kann? Viele haben mir
gesagt, dass er sich gegenüber seiner Tochter einfach zusammen reißen soll. Aber wenn er doch
so extrem darunter leidet, kann man das dann nicht doch irgendwo verstehen?

2. Im Grunde könnt ihr mir das gar nicht beantworten, aber ich weiß absolut nicht, wie ich mich
nun entscheiden soll. Auf der einen Seite liebe und vermisse ich ihn immer noch sehr (was ich
nach der ersten Zeit der Trennung nie für möglich gehalten hätte), auf der anderen Seite habe ich
Angst, dass die Beziehung dann wieder so werden würde wie vorher.

Könnt ihr mir dennoch irgendwie eine Entscheidungshilfe in der Sache geben?

Bin über jegliche Art von Antwort sehr dankbar!

LG
Miriam

13.06.2017 04:54 • #1


Memyself

Memyself


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Zitat von mirifly25:
Dies hat mit meiner Vergangenheit zu tun. Ich bin selbst ohne Mutter aufgewachsen, wurde von meiner Familie nahezu komplett verstoßen und ich möchte meiner Tochter das einfach ersparen.


Hmm und nun sorgst du dafür, dass sie ohne Vater groß wird?

Zitat von mirifly25:
Ich habe mich frei gefühlt, habe mich direkt in sämtliche Singlebörsen gestürzt, Typen über Typen getroffen, aber letztendlich habe ich mir nur was vorgemacht.


Mit einem wenige Monate alten Säugling?


Zitat von mirifly25:
Ich habe wirklich Angst, dass er für immer aus meinem Blickfeld verschwindet und irgendwann nicht mehr "greifbar" für mich ist, was er ja dann definitiv nicht mehr wäre, wenn er mehrere 100km weit weg ziehen würde.


Er entzieht sich deiner Kontrolle, würde ich auch. "Greifbar" wie ne olle Socke die man unter dem Sofa hervorzieht.

Du weisst nicht was du willst und kritisierst dass er Entscheidungen für sich trifft. Du solltest dir professionelle Hilfe suchen, dein Verhalten ist unnormal. Wenn seine Psychologin ihm zurät, denkt sie wohl ebenso, und schützt ihren Klienten.

13.06.2017 05:24 • #2


Blake88


Ganz einfach, du hast versagt in der Hinsicht, ihr habt ein Baby und du bist gegangen aus welchen Gründen auch immer aber es liest sich so als seist du sehr egoistisch.

Was kannst du jetzt machen? Es ist eigentlich ganz einfach, du musst ihm Zeit geben, ziehe deine Tochter alleine groß aber bestehe darauf ein gemeinsames Sorgerecht zu erwirken, einfach deswegen weil er es dir danken wird. Nicht jetzt und auch nicht in paar Monaten aber in einem Jahr oder zwei eben schon, denn es ist seine Tochter und er wird sie lieben wenn er erstmal über dich hinweg ist.

Er ist Vater, hat eine kleine Tochter und dachte wohl alles ist perfekt, dann der Bruch, er muss nicht nur den Verlust seiner Frau verkraften sondern auch den seine Tochter zu verlieren. Wie würdest du dich fühlen wen du von einmal deine Tochter und deinen geliebten Mann nicht mehr sehe könntest?

Wieso bekomme ich überhaupt ein Baby wenn es nicht gut läuft? Die Frage stelle ich mich immer wieder, denken sie das ein Baby die Beziehung retten kann? Im Gegenteil, ein Baby ist viel Arbeit und Stress für jede Beziehung, nur eine gefestigte Beziehung kann so etwas auf Dauer verkraften, denn man wird müde sein, bekommt Angst usw.. da braucht man keine Beziehungsprobleme auch noch.

Jetzt bemerken sie das er ihnen fehlt, sind aber zu stolz es zuzugeben und in den sauren Apfel zu beißen, nix anderes ist das, denn wenn er ihnen fehlt und sie ihn lieben dann kann man doch alles andere klären. Manche Menschen haben echt das reden nie gelernt, keiner verlangt das sie da weiter machen wo sie aufgehört haben, gehen sie es doch langsam an.

Behalten sie ihre Wohnung, er seine und nähern sich langsam wieder an, gehen sie auf die Probleme ein und klären Sie diese, denn es scheint mir so als hätte er wenig falsch gemacht. Er hat sie wohl kaum betrogen, geschlagen auch nicht sonst wären sie ganz wo anders und schlecht behandelt hat er sie wohl auch nicht.

Einige Menschen trennen sich wegen jedem schei., sorry für meine Wortwahl aber so was ist einfach lächerlich. Sie quälen sich lieber selbst als zu zugeben das sie Fehler gemacht haben. Er liebt sie und will sie haben, sie leiden ebenfalls, wo ist das Problem sich einzugestehen das sie ein Fehler gemacht haben?

Es ist nicht seine Aufgabe jetzt auf sie zu zugehen, sie müssen auf ihn zugehen und es klar machen, sie haben sich geirrt und sie müssen das richtig stellen. Es liegt an Ihnen ob sie alleine sein wollen oder mit dem Vater ihrer Tochter. Gehen sie mal tief in sich und fragen Sie was sie wollen, was ist es was sie wirklich wollen?

An was denken sie zu aller erst wenn sie an ihren Ex Freund denken? Was wollen sie in ihrem Leben? Die Antworten sind ganz einfach, danach sollten sie auch einfach handeln. Lassen sie ihren falschen stolz endlich hinter sich und kommen sie klar mit ihrem Leben, es kann ja nicht wahr sein wie manche sich benehmen, es sollte wirklich verboten werden das manche Kinder bekommen.

13.06.2017 05:54 • x 2 #3


mirifly25


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Wow, direkt solch eine Portion Feedback, damit hätte ich nicht gerechnet.

Dafür erstmal ein Dankeschön, obwohl ich das Gefühl nicht loswerde, dass direkt alle Kanonen auf mich gerichtet werden und ich zum Sündenbock für die gesamte Situation gemacht werde, das ist nicht ganz in Ordnung, ganz ehrlich.

An "memyself"

Zitat:
Hmm und nun sorgst du dafür, dass sie ohne Vater groß wird?


Ich?! Die Entscheidung für die komplette Beendigung des Kontaktes inkl. Aufgabe des Sorgerechts hat schließlich mein Ex-Freund getroffen bzw. würde er treffen, entscheide ich mich gegen ihn. Auf seine Entscheidung habe ich doch in dem Sinne gar keinen Einfluss.

Zitat:
Mit einem wenige Monate alten Säugling?


Bei allem Respekt, aber: Wieso sollte es mir wegen meiner Kleinen verboten sein, neue Kontakte zu knüpfen? Und mit welchem Alter des Kindes ist es denn Deiner Meinung nach legitim, so etwas zu tun? Das erkläre mir mal bitte!

Zitat:
Er entzieht sich deiner Kontrolle, würde ich auch. "Greifbar" wie ne olle Socke die man unter dem Sofa hervorzieht.


Es geht nicht um Kontrolle. Es geht um meine Angst, eine falsche Entscheidung bzgl. ihm zu treffen, welche ich im Nachhinein evtl. bereuen werde, diese aber nicht mehr rückgängig machen kann, wenn mein Ex zu dem Zeitpunkt zig km weiter weg wohnt und so gesehen unerreichbar für mich wird!

Zitat:
Du weisst nicht was du willst


Das ist etwas vorwurfsvoll ausgedrückt. Sagen wir es so: Ich bin mir einfach unsicher und es ist mit gewissen Ängsten verbunden, die ich bereits erläutert habe!

Zitat:
und kritisierst dass er Entscheidungen für sich trifft


Ich habe bzw. würde seine Entscheidung nicht kritisieren. Das habe ich in keiner Silbe erwähnt. Natürlich bin ich schockiert, dass er sich dann so entscheiden würde, sollte es dazu kommen, dass ich mich gegen ihn entscheide. Aber Kritik diesbezüglich würde ich nicht äußern.

Zitat:
Du solltest dir professionelle Hilfe suchen, dein Verhalten ist unnormal. Wenn seine Psychologin ihm zurät, denkt sie wohl ebenso, und schützt ihren Klienten.


Darüber habe ich auch schon nachgedacht, mir professionelle Hilfe zu suchen. Ich weiß aber nicht, ob ich mich einem fremden Menschen, dem ich dann gegenüber sitze, öffnen kann. Es fällt mir so schon schwer, auf Menschen zuzugehen und mich gegenüber diesen zu öffnen. Und einem Therapeuten müsste ich ja im Grunde mein ganzes Leben offenbaren, damit er mit mir arbeiten kann. Ob ich das kann, daran habe ich doch arge Zweifel.



an "Blake88"

Auch Du hast ja ganz schön gegen mich geschossen. Aber ok, Du vertrittst Deine Ansicht, das ist legitim.

Zitat:
Ganz einfach, du hast versagt in der Hinsicht, ihr habt ein Baby und du bist gegangen aus welchen Gründen auch immer aber es liest sich so als seist du sehr egoistisch.


Ich habe mich getrennt, weil es in letzter Zeit nur noch Streit gab, das leider auch manchmal in Anwesenheit der Kleinen, und ich wollte ihr das einfach nicht mehr weiter zumuten. Ist das so verwerflich und als Versagen zu betrachten?

Zitat:
Was kannst du jetzt machen? Es ist eigentlich ganz einfach, du musst ihm Zeit geben, ziehe deine Tochter alleine groß aber bestehe darauf ein gemeinsames Sorgerecht zu erwirken, einfach deswegen weil er es dir danken wird. Nicht jetzt und auch nicht in paar Monaten aber in einem Jahr oder zwei eben schon, denn es ist seine Tochter und er wird sie lieben wenn er erstmal über dich hinweg ist.


Ja, aber wenn ich ihm Zeit gebe und er dann wirklich den Schritt geht und mehrere 100km weiter weg zieht, dann gibt es auch kein Zurück mehr. Und genau davor habe ich Angst, vor diesem Endgültigen. Würde er wenigstens in meiner Nähe bleiben, dann kann man ja jederzeit darüber nachdenken, es nochmal zu versuchen, aber durch einen weit entfernten Umzug von ihm stellt sich diese Frage dann wohl nicht mehr. Dann ist das eine finale Entscheidung von ihm.

Zitat:
Er ist Vater, hat eine kleine Tochter und dachte wohl alles ist perfekt, dann der Bruch, er muss nicht nur den Verlust seiner Frau verkraften sondern auch den seine Tochter zu verlieren. Wie würdest du dich fühlen wen du von einmal deine Tochter und deinen geliebten Mann nicht mehr sehe könntest?


Ja, ich kann ja auch verstehen, dass ihn das absolut belastet. Im Grunde hat er ja nicht "nur" mich verloren, sondern auch seine Tochter, in dem Sinne eigentlich seine Familie. Dass einen das natürlich erstmal komplett aus dem Leben reißt, ist nachvollziehbar. Aber deswegen kann man mich ja nicht zwingen, mit ihm zusammen zu bleiben und die heilige Familie zu spielen. Klar, ich liebe und vermisse ihn, aber ich habe vor einer gewissen Zeit nun mal die Entscheidung zur Trennung getroffen. So wie man nun mal immer Entscheidungen im Leben treffen muss, ob diese nun richtig oder falsch sind. Das stellt sich sowieso meist erst im Nachhinein heraus.

Zitat:
Wieso bekomme ich überhaupt ein Baby wenn es nicht gut läuft? Die Frage stelle ich mich immer wieder, denken sie das ein Baby die Beziehung retten kann? Im Gegenteil, ein Baby ist viel Arbeit und Stress für jede Beziehung, nur eine gefestigte Beziehung kann so etwas auf Dauer verkraften, denn man wird müde sein, bekommt Angst usw.. da braucht man keine Beziehungsprobleme auch noch.


Nunja, es gab zwar des Öfteren Streit aufgrund Eifersüchteleien, etc. Aber in welcher Beziehung gibt es bitte keinen Streit zwischendurch? Wenn es danach ginge, dann wären alle Paare dieser Welt kinderlos.

Zitat:
Jetzt bemerken sie das er ihnen fehlt, sind aber zu stolz es zuzugeben und in den sauren Apfel zu beißen, nix anderes ist das, denn wenn er ihnen fehlt und sie ihn lieben dann kann man doch alles andere klären. Manche Menschen haben echt das reden nie gelernt, keiner verlangt das sie da weiter machen wo sie aufgehört haben, gehen sie es doch langsam an.


Ich habe einfach Angst, es zuzugeben und meinem Ex evtl. falsche Hoffnungen zu machen. Es kann ja auch sein, dass dieses Lieben/Vermissen in Bezug auf ihn vielleicht auch nur eine vorübergehende Phase ist. Daher bin ich mit solchen Offenbarungen meiner Gefühle immer sehr vorsichtig, gerade den Personen gegenüber, die es direkt betrifft.

Zitat:
Behalten sie ihre Wohnung, er seine und nähern sich langsam wieder an, gehen sie auf die Probleme ein und klären Sie diese, denn es scheint mir so als hätte er wenig falsch gemacht. Er hat sie wohl kaum betrogen, geschlagen auch nicht sonst wären sie ganz wo anders und schlecht behandelt hat er sie wohl auch nicht.


Mein Partner hat mir - trotz seiner Eifersucht - immer alles gegeben, er hat alles für mich getan, mich auf Händen getragen, Opfer für mich gebracht, auf sich immer als Letztes geschaut. Und natürlich hat er mich nicht betrogen, nicht geschlagen und nie schlecht behandelt.

Zitat:
Einige Menschen trennen sich wegen jedem schei., sorry für meine Wortwahl aber so was ist einfach lächerlich. Sie quälen sich lieber selbst als zu zugeben das sie Fehler gemacht haben. Er liebt sie und will sie haben, sie leiden ebenfalls, wo ist das Problem sich einzugestehen das sie ein Fehler gemacht haben?


Nunja, "wegen jedem schei." ist in dem Fall wohl eher eine unangebrachte Wortwahl. Dass man seiner Tochter nicht immer mal wieder den Streitereien der Eltern aussetzen möchte, ist doch wohl eher legitim, als dass man es mir zum Vorwurf machen könnte, oder?!

Zitat:
Es ist nicht seine Aufgabe jetzt auf sie zu zugehen, sie müssen auf ihn zugehen und es klar machen, sie haben sich geirrt und sie müssen das richtig stellen. Es liegt an Ihnen ob sie alleine sein wollen oder mit dem Vater ihrer Tochter. Gehen sie mal tief in sich und fragen Sie was sie wollen, was ist es was sie wirklich wollen?


Ganz ehrlich: Ich bin wohl wirklich etwas zu stolz, auf ihn zuzugehen, da bin ich wirklich ehrlich. Irgendwie erwarte ich diesen Schritt von ihm, als dass ich ihn gehen würde.

Zitat:
An was denken sie zu aller erst wenn sie an ihren Ex Freund denken?


Sehnsucht und an das, was er alles für mich getan hat. Das aber erst seit kurzem. Zu Anfang der Trennung war ich irgendwie froh, frei und erleichtert. Diese Phase ist aber vorbei.

Zitat:
Was wollen sie in ihrem Leben?


Eine glückliche Beziehung und eine glückliche Familie!

LG

13.06.2017 08:52 • #4


Grace_99


Hi,
bin selbst Mutter von 2 Kindern, die Kinder haben null Kontakt zum Vater, weil es von der Seite abgelehnt wurde / wird.

Ich habe mittlerweile eine ziemlich zynische Einstellung dazu: Wer sich nicht auf die Elternebene einigen will, ist in meinen Augen ein absoluter Looser. Man ist erwachsen und dieser ganze Blödsinn, von wegen "erinnert mich zu sehr an dich, tut mir weh" - BlaBlaBla. Mich erinnern die Kinder auch an den Erzeuger, hab ich deshalb meine Kinder weggegeben? Nö.

Wink ab, lass dich da auf keine Diskussion ein. Wenn er schon vom alleinigen Sorgerecht faselt - bitte, dann beantrage das alleinige, ist in der Handhabung eh einfacher; wenn es um Kita, Schule, Hort, Arztbesuche, Klassenfahrten, Sparbucheröffnung etc. pp. geht - dann musst du keiner Unterschrift mehr hinterher rennen.

Ist das mit dem Unterhalt geregelt? Ist die Vaterschaft anerkannt? Wenn nicht - machen, Titel beantragen (auf den Unterhalt), auch für dich steht Unterhalt die ersten 3 Jahre zu (aufgrund der Betreuung des Kindes).

Sorry, ich habe null und nada Verständnis für jemanden, der nicht in der Lage ist zu differenzieren. Solche Menschen kriegen auch ihr restliches Leben nicht gebacken, wer will so jemanden schon an der Backe haben?

Was Partnersuche / Onlinebörse angeht: Ist alles rechtens, aber in dem Alter der Kleinen, würde ich mich erstmal nur auf das Kind konzentrieren und auf die Aufarbeitung der Ex-Beziehung, wenn das alles in trockenen Tüchern ist, dann kann man sich nach jemand Neues umschauen.

Alles Gute.
Grace

13.06.2017 08:59 • x 2 #5


regenbogen05


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Zitat von mirifly25:
Hintergrund dessen ist, dass ich von Anfang an eine unbeschreibliche Angst hatte, meine Tochter zu verlieren oder auch nur irgendetwas von ihr abgeben zu müssen, seien es ganz normale Dinge, wie Wickeln, Füttern, auf den Arm nehmen, mit ihr spielen, kuscheln, etc. Dies hat mit meiner Vergangenheit zu tun. Ich bin selbst ohne Mutter aufgewachsen, wurde von meiner Familie nahezu komplett verstoßen und ich möchte meiner Tochter das einfach ersparen.

Und so habe ich sogar Angst gehabt, dass mein Partner sie mir irgendwie wegnimmt, wenn er sie mal auf dem Arm hatte, mit ihr spielte, oder Ähnliches. Er hat dann mir zuliebe immer zurückgesteckt, konnte aber so auch keine richtige Bindung zu ihr aufbauen. Das tut mir heute unbeschreiblich leid, aber ich habe das nie mit böser Absicht getan.

Du merkst selber, dass Du mit Deinem Verhalten den Vater der Kleinen zurückgestoßen hast?
Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Du die Kleine schon ausschließlich für Dich haben willst - den Vater aber zumindest in der Nähe wissen willst, so dass Du im "Notfall" auf ihn zurückgreifen kannst.
Es geht hier immer nur um Dich. Du hinterfragst nicht einmal, was gut für das kleine Mädchen ist. Ihr als Eltern seid für sie verantwortlich und schafft es nicht, einen normalen Umgang zu regeln? Ihr lasst das kleine Würmchen von wildfremden Personen des Jugendamtes von A nach B bringen? Sorry, so was geht echt nicht. Ihr setzt ein Kind in die Welt und seid schon mit Euch überfordert.

13.06.2017 09:01 • x 1 #6


Ex-Mitglied


Servus,

ja, ich kann ihn verstehen. Mir ging es gar nicht mal unähnlich. Letztlich sollte man dann aber schon trennen zwischen Ex Partner und Tochter. Auch seine Meinung, sofern das wircklich seine Meinung ist, wird sich ändern. momentan habe ich eher das Gefühl, dass er diese Masche als Druckmittel verwendet, damit wieder eine Partnerschaft entsteht. Lass ihn wegziehen. Meine Tochter ist auch 400km entfernt. Da lassen sich Lösungen finden.

Den anderen kommentaren entnehme ich dass die Ersteller wohl der Meinung sind, man müsste wegen eines Kindes ewig auf Gedeih und Verderb zusammen bleiben. Das ist natürlich absoluter Blödsinn.

13.06.2017 09:02 • x 1 #7


mirifly25


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an "Grace99"

Sei mir nicht böse, aber Du hast doch eine relativ kalte Einstellung zu dem Ganzen. Ich meine, jeder Mensch denkt, fühlt und handelt anders, klar und das sollte akzeptiert werden. Aber Du formulierst schon sehr trocken und gefühllos, ohne Dir damit zu nahe treten zu wollen.

Zitat:
Wer sich nicht auf die Elternebene einigen will, ist in meinen Augen ein absoluter Looser. Man ist erwachsen und dieser ganze Blödsinn, von wegen "erinnert mich zu sehr an dich, tut mir weh" - BlaBlaBla


Sorry, aber das finde ich schon etwas inakzeptabel.

Es geht hier nicht um "ich will nicht", sondern es geht darum, dass mein Exfreund extremst unter der Trennung leidet, und da spielen seine Gefühle zu mir eine entscheidende Rolle. Und das hat meiner Meinung nach nichts mit "erwachsen sein" zu tun. Wir reden hier auch nicht von irgendeinem Liebeskummer-Teenie-Scheiß aus der BRAVO oder von Kai Pflaumes "Nur die Liebe zählt". Es geht hier wirklich um richtigen seelischen Schmerz, den mein Ex wohl offensichtlich durchleidet.

Und ihn als "Looser" deswegen darzustellen, alles einfach plump als "Blödsinn" abzutun, finde ich doch schon sehr anmaßend, sorry. Und vor allen Dingen, die absolut pauschalierte vorurteilsbehaftete Aussage, dass er deswegen sein restliches Leben nicht gebacken bekommt. Das ist einfach nur Vorurteil, ohne dass Du diesen Menschen und seine genauen Hintergründe kennst.

Es erwartet niemand Verständnis von Dir, aber zumindest kann man erwarten, dass Du Dir keine Vorurteile bildest, die Du aufgrund Deiner fehlenden Kenntnis über ihn nicht belegen kannst. Und da würde auch ein Argument à la "Ich brauche nicht mehr über ihn zu wissen, das was Du hier über ihn schreibst, reicht mir" nicht reichen.

Zitat:
Mich erinnern die Kinder auch an den Erzeuger, hab ich deshalb meine Kinder weggegeben? Nö.


Ich denke, hier greifen zwei grundlegende Unterschiede, weshalb Du Deine Situation nicht mit der meines Expartners vergleichen kannst.

1. Als Mutter hat man wohl von Natur aus schon eine intensivere, innigere Bindung zum Kind, als der Vater, dem es wohl - wenn es hart auf hart kommt - "leichter" fällt, sich von seinem Kind zu lösen, als der Mutter.

2. Ich darf davon ausgehen, dass Du keinerlei Gefühle mehr für den "Erzeuger" Deiner Kinder hast, was man alleine schon aus Deiner Formulierung "Erzeuger" kann!?

Auch das unterscheidet Dich grundlegend von meinem Ex, der immer noch sehr starke Gefühle für mich hat, und solche lassen sich nun mal nicht einfach so abschütteln und ausblenden, so sehr man es auch versucht. Kind hin, Kind her. Es ist Theorie, zu sagen "Er muss das einfach differenzieren können", in der Praxis sieht das wohl offensichtlich anders aus.

Zitat:
Was Partnersuche / Onlinebörse angeht: Ist alles rechtens, aber in dem Alter der Kleinen, würde ich mich erstmal nur auf das Kind konzentrieren und auf die Aufarbeitung der Ex-Beziehung, wenn das alles in trockenen Tüchern ist, dann kann man sich nach jemand Neues umschauen.


In dem Punkt muss ich Dir wohl oder übel Recht geben, auch wenn es mir ob Deiner obig getätigten Aussagen nicht gerade leicht fällt.

Grace99, vermutlich gehörst Du zu der Kategorie Menschen, die die Ansicht haben: "Wenn ein Kind im Spiel ist, hat man einfach zu funktionieren. Sämtliche Gefühle und Emotionen sind von jetzt auf gleich auszulöschen, alles ist gefälligst zu differenzieren, man solle sich nicht so anstellen, wie ein neunjähriges Mädchen mit Zahnschmerzen und einfach als Maschine zu funktionieren"

Das sieht in der Realität aber leider oft anders aus und lässt sich nicht so einfach umsetzen, wie es in der Theorie immer klingt. Du siehst es alles differenzierter, weil Du gegenüber dem Erzeuger Deiner Tochter wohl NULL und NADA Gefühle hegst, das ist der große Unterschied.



an "regenbogen05"

Zitat:
Du merkst selber, dass Du mit Deinem Verhalten den Vater der Kleinen zurückgestoßen hast? Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Du die Kleine schon ausschließlich für Dich haben willst - den Vater aber zumindest in der Nähe wissen willst, so dass Du im "Notfall" auf ihn zurückgreifen kannst. Es geht hier immer nur um Dich. Du hinterfragst nicht einmal, was gut für das kleine Mädchen ist.


Ja, natürlich merke ich das. Ich habe ja erklärt oder zumindest versucht, zu erklären, warum ich mich ihm gegenüber so verhalten habe. Es steckt nie böse Absicht dahinter, einfach nur eine riesige Angst, die Kleine zu verlieren. Und in diese habe ich mich mit der Zeit wirklich extremst hineingesteigert, das gebe ich offen und ehrlich zu. Und ich habe dabei vielleicht gar nicht mehr gemerkt, dass ich damit den Kindsvater von ihr ferngehalten habe.

Zitat:
Ihr als Eltern seid für sie verantwortlich und schafft es nicht, einen normalen Umgang zu regeln? Ihr lasst das kleine Würmchen von wildfremden Personen des Jugendamtes von A nach B bringen? Sorry, so was geht echt nicht. Ihr setzt ein Kind in die Welt und seid schon mit Euch überfordert.


Der Umstand, dass das Kind vom Jugendamt hin- und her gefahren wird, liegt nun mal leider darin begründet, dass mein Ex es aufgrund seiner Gefühle, die er offensichtlich nicht ausblenden und verbergen kann, es nicht schafft, mich zu sehen, auch wenn es nur für ein paar Minuten wäre. Ich wünschte mir auch, es wäre anders, aber man kann ihn sich nun mal nicht so zurecht biegen, wie man ihn gerne hätte. Man muss seine Entscheidung akzeptieren, ob es einem gefällt oder nicht.



an "AlexH"

Zitat:
Letztlich sollte man dann aber schon trennen zwischen Ex Partner und Tochter.


Ja, man SOLLTE es können. Aber er kann es nun mal offensichtlich nicht. Selbst sein Therapeut schafft es nicht, ihn in diese Richtung zu bekommen.

Zitat:
Auch seine Meinung, sofern das wircklich seine Meinung ist, wird sich ändern. momentan habe ich eher das Gefühl, dass er diese Masche als Druckmittel verwendet, damit wieder eine Partnerschaft entsteht. Lass ihn wegziehen. Meine Tochter ist auch 400km entfernt. Da lassen sich Lösungen finden.


Ich habe es zuerst auch als Druckmittel gesehen. Aber er hat immer wieder klar und deutlich hervorgehoben, dass er es eben NICHT als Druckmittel sieht, sondern dass er mir einfach nur seine Entscheidung, seine Konsequenzen mitteilt, wenn es keinen Neuanfang mehr zwischen uns gibt. Er hat es ja nicht so formuliert nach dem Motto: "Wenn Du nicht mehr für mich entscheidest, dann werde ich dies und das tun. Also überlege Dir gut, was Du machst.!" Er hat mir im Grunde einfach nur seinen Weg beschrieben, den er gedenkt zu gehen, wenn ich mich gegen ihn entscheide.

Ich gebe zu: Es ist ein schmaler Grat zwischen "Druckmittel" und einfach nur "Mitteilung einer Entscheidung". Aber das sieht wohl jeder aus eine anderen Perspektive.

Zitat:
Den anderen kommentaren entnehme ich dass die Ersteller wohl der Meinung sind, man müsste wegen eines Kindes ewig auf Gedeih und Verderb zusammen bleiben. Das ist natürlich absoluter Blödsinn.


Auch hier würde ich auf solche abwertenden Begriffe wie "Blödsinn" verzichten. Aber generell teile ich Deine Ansicht, dass man nicht "nur" des Kindeswegen zusammen bleiben bzw. wieder zusammen kommen sollte. Wenn ich zumindest in dieser Hinsicht Klarheit für mich hätte, aber ich habe sie einfach nicht. Auf der einen Seite - wie schon erwähnt - noch immer starke Gefühle und Sehnsucht in Bezug auf ihn, auf der anderen Seite die Angst, dass es wieder zu Rückfällen in der Beziehung kommen würde.

LG

13.06.2017 10:10 • #8


Grace_99


Äh nein, ich bin kein herzloser Mensch, ganz im Gegenteil. Die Trennung seinerzeit hab ich nicht weggesteckt wie einen elenden Schnupfen, ich habe lang gelitten.

Ich habe eine Therapie gemacht, musste lernen, uns 3 (meine Kinder und mich) als 100 % Familie zu sehen, mein eigenes Selbstbild einer "happy Family" war komplett verschoben.

Meine Kinder sind jetzt 17 und 13 und aus mir spricht kein Frust, sondern die Erfahrung. Und das, was ich geschildert habe, ist die Erfahrung, die im Übrigen nicht nur ich gemacht habe, sondern Millionen andere Frauen und Männern, wo der Kontakt zum Kind abgebrochen wurde.

Und gerade als außenstehender sieht man Dinge "besser" als wenn man selbst involviert ist, sonst hättest du dich in einem öffentlichen Forum nicht angemeldet, wenn dir nicht daran gelegen wäre, andere Meinungen / Erfahrungen zu bekommen.

Und nein, Paar- und Elternebene gehört getrennt, immer, egal ob eine Beziehung kaputt geht, ob jemand leidet (und das habe ich damals sehr!) etc. pp. Eltern bleibt man ein Leben lang und wer sich vor dieser Verantwortung drückt (denn es würde sonst ja heißen, dass man seine eigenen Befindlichkeiten hinten an stellen muss und ja, das muss man, wenn ein Kind in die Welt gesetzt wird) und wer das nicht schafft, ist nicht wirklich fähig sein Leben gebacken zu kriegen und oder Verantwortung tragen zu wollen.

Was soll das Kind später bitte mal zu hören bekommen? Ich (Vater / Mutter) habe den Kontakt zu dir abgebrochen, weil ich deine Mutter / Vater in dir gesehen habe und mir das und die Trennung zu weh tat. Aha. Was soll das Kind davon halten? Wie soll ein Kind damit umgehen? Können Kinder nicht. Und ja, da spricht die Erfahrung aus mir.

Deine Tochter ist grad mal 5 Monate alt - warte, bis sie älter wird, bis sie Fragen hat, wissen will, warum der Vater sie ablehnt - denn das ist es im Umkehrschluss, sie wird abgelehnt, weil sie ihn an dich erinnert.

Sorry, da muss der Mann seine Probleme angehen, durch Therapie oder sonstwas, damit er eben nicht das Kind leiden lässt.

Auch wenn du das so nicht lesen magst, es sind aber die Dinge, womit man sich auseinander setzen muss.

13.06.2017 10:27 • x 5 #9


Ajvar


Zitat von mirifly25:
Hintergrund dessen ist, dass ich von Anfang an eine unbeschreibliche Angst hatte, meine Tochter zu verlieren oder auch nur irgendetwas von ihr abgeben zu müssen, seien es ganz normale Dinge, wie Wickeln, Füttern, auf den Arm nehmen, mit ihr spielen, kuscheln, etc.

Das tut mir heute unbeschreiblich leid, aber ich habe das nie mit böser Absicht getan.

Ich habe wirklich Angst, dass er für immer aus meinem Blickfeld verschwindet und irgendwann nicht mehr "greifbar" für mich ist, was er ja dann definitiv nicht mehr wäre, wenn er mehrere 100km weit weg ziehen würde.

Hallo Miriam

ja, ich kann seine Entscheidung nachvollziehen unter Anbetracht dessen, was du geschrieben hast.
Das sind jetzt die Konsequenzen mit denen du und auch dein/euer Kind leben und mittragen muss weil ihr es nicht geschafft habt loszulassen von euren alten Gedanken, Gefühlen, Vorstellungen und Überzeugungen.
Weder er noch du habt aus böser Absicht gehandelt und handelt noch immer nicht danach, sondern genauso wie es für euch gerade möglich ist und für ihn ist es nunmal die Distanz während du klammerst und ihn in deiner Nähe haben willst.
Sofern du ihm euer Kind vorenthalten hast warum wundert es dich, dass dein Mann zu diesem kaum eine Bindung herstellen konnte ?
Lasse ihn seinen Weg gehen, den er für sich gewählt hat, vielleicht schafft es die Zeit, dass er sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder eurem Kind annähern kann.
Alles Gute!

13.06.2017 10:39 • #10


mirifly25


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an "Grace99"

Ich habe Dich nicht als herzlosen Menschen bezeichnet. Das würde ich mir nicht anmaßen. Sondern ich habe lediglich geschildert, welche Wirkung Deine Ausführungen bei mir haben, nicht mehr und nicht weniger.

Du magst auch Deine Erfahrungen gemacht haben. Das heißt aber noch lange nicht, dass mein Ex und ich komplett lebensunerfahren sind infantil handeln. Das ist doch arg vermessen.

Und nochmal: Es ist die eine Sache, zu behaupten, dass man natürlich zwischen Eltern- und Paarebene differenzieren sollte bzw. sogar muss, das ist rational völlig logisch. Wenn aber nunmal sowohl mein Expartner, als auch ich sehr emotionale, gefühlstgesteurte Menschen sind, ist es nun mal alles andere als einfach, solch eine Differenzierung dann wirklich hinzubekommen. Selbst mir professioneller Hilfe wird das ein schwerer Weg sein, diese Differenzierung irgendwann hinzubekommen.

Aber nach wie vor distanziere ich mich von Deiner Ansicht, daraus zu schließen, man würde deswegen sein komplettes Leben nicht auf die Reihe bekommen. Das ist doch ein sehr - ich nenne es mal vorsichtig - "fragwürdiger" Umkehrschluss.

Dass die Kleine natürlich irgendwann Fragen haben und löchern wird, ist sowohl meinem Ex, als auch mir absolut bewusst. Entweder wird sie das irgendwann verstehen und akzeptieren (was natürlich zweifelhaft ist) oder die Situation ändert sich bis zu dem Zeitpunkt, wo sie es verstehen würde zum Positiven, dass man sich nochmal annähern kann. Das steht aber noch in den Sternen.

Alle nicht böse gemeint!

LG


an "Ajvar"

Zitat:

Nein, natürlich wundert es mich nicht, dass mein Ex aufgrund der beschriebenen Situation kaum eine Bindung zu unserer Tochter herstellen konnte, dies habe ich ja in meinen vorigen Ausführungen schon deutlich gemacht.

Und mittlerweile tut es mir auch einfach nur Leid, dass ich so gehandelt habe, wenn auch nicht mit böser Absicht dahinter. Das weiß er auch und hat mir das auch nochmal klar zu verstehen gegeben, dass er mir das dennoch nicht böse nimmt und er sogar Verständnis dafür hat, dass ich so gehandelt habe.



Indem er dann womöglich hunderte von Kilometern weiter weg wohnt?! Wie soll da eine Annäherung funktionieren...?!

13.06.2017 10:53 • #11


Grace_99


Der Irrglaube ist, dass eine Annäherung als Paar für die Elternebene funktionieren kann / muss / soll.

Man muss dies trennen.

Alles Gute.
Grace

13.06.2017 11:02 • x 1 #12


virtualSoul

virtualSoul


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Zitat von mirifly25:
Gut geht es mir mit der Trennung aber mittlerweile überhaupt nicht. Ich vermisse meinen Exfreund sehr, obwohl ich anfangs das Gefühl hatte, die Trennung war richtig. Ich habe mich frei gefühlt, habe mich direkt in sämtliche Singlebörsen gestürzt, Typen über Typen getroffen, aber letztendlich habe ich mir nur was vorgemacht.


lol, trennen, direkt versuchen "besseren" ersatz zu finden, feststellen, dass er wohl doch ganz okay war, die dinge noch mehr vermasseln, davor noch relativ unbedacht ein kind bekommen und nun wundern, warum alles mist ist.

tja, manchmal muss man im leben erst heftig in der shice sitzen, bevor menschen anfangen sich selbst kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren. nun ist es an der zeit. von mir kein mitleid. maximal dafür, dass du nicht in der lage warst, mit mehr bedacht zu handeln. aber das wirst du ja jetzt lernen.

13.06.2017 11:04 • #13


regenbogen05


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Zitat von mirifly25:
Wenn aber nunmal sowohl mein Expartner, als auch ich sehr emotionale, gefühlstgesteurte Menschen sind, ist es nun mal alles andere als einfach, solch eine Differenzierung dann wirklich hinzubekommen.

Niemand spricht von einfach. Aber wer so erwachsen sein will, ein Kind in die Welt zu setzen, muss, wie Grace gesagt hat, seine eigenen Befindlichkeiten hintenan stellen. Alles andere ist eben nur infantil.

13.06.2017 11:12 • x 2 #14


Ex-Mitglied


[quote="mirifly25"]Und nochmal: Es ist die eine Sache, zu behaupten, dass man natürlich zwischen Eltern- und Paarebene differenzieren sollte bzw. sogar muss, das ist rational völlig logisch. Wenn aber nunmal sowohl mein Expartner, als auch ich sehr emotionale, gefühlstgesteurte Menschen sind, ist es nun mal alles andere als einfach, solch eine Differenzierung dann wirklich hinzubekommen. Selbst mir professioneller Hilfe wird das ein schwerer Weg sein, diese Differenzierung irgendwann hinzubekommen.
[quote]

Da muss ich aber sagen, dass eine Einigung auf Elternebene eure Verantwortung gegenüber eurer Tochter ist. Da gehts nicht um Dich oder den Ex. Da gehts drum, dass euer Kind euch beide als Eltern braucht

13.06.2017 11:13 • x 3 #15




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