E-Claire
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Sei mir nicht böse, aber was mit der Freundin ist oder nicht, wäre mir nachdem, was Dein Mann da in den letzten Tagen abgezogen hat, echt egal. Der Screenshot mag Anlass gewesen sein, aber das jetzige Handeln Deines Mannes ist getragen von Bagatellisierung, falscher Beschwichtigung und fadenscheiniger Schuldumkehr.
Weil euer beider Kommunikationsverhalten so unterirdisch ist, braucht ihr (im Sinne von notwendig!) ganz unbedingt Hilfe von Außen.
Zitat von LiLo90:Therapie meinte er : kommen wir machen, ich glaube aber nicht dass es unsere Ehe dann noch überlebt.
Zitat von LiLo90:Ich habe da auch konkret nachgefragt, er meinte dann müsste er beim Therapeuten erzählen wie unser Kennenlernen war, ich ihn sogar rausgeschmissen hatte weil er angeblich zu passiv war und das reden wäre für ihn dann Erniedrigung und das würde auch jezt dann die Ehe nicht überleben
Zitat von LiLo90:Egal wie oft ich sachlich ihm sage, mein vertrauen ist verloren, kommt prompt : ja das kann ich auch sagen, Ehefrau ich habe kein Vertrauen mehr in dich. Beweis mir dass nicht du es bist mit einer Affäre?
Und grinst anschließend hämisch in sich hinein
Die Paartherapie würde ich tatsächlich jetzt zur Bedingung machen, und in dieser könnt ihr schauen, ob ihr da noch etwas gewuppt bekommt oder ob es eben dann zur Trennungsberatung wird. Wenn er reden als Erniedrigung empfindet, was völliger Quatsch ist, aber offensichtlich ein Thema für ihn, dann muß er direkt und unmittelbar erleben, daß er da seine Bequemlichkeit Eurer Ehe vorzieht und ohne Hilfe von Außen, ist das nicht zu machen.
Auch wenn es Dir gerade anders vorkommt, aber rhetorisch spielt Deine Ehemann Halma und nicht Schach und natürlich könntest Du jetzt Gegenstrategien googlen, aber das Problem ist letztlich, daß, wenn ich jemanden aufrichtig liebe und sehe, daß mein Verhalten diesen Menschen verletzt, dann gehe ich auf den Menschen zu und verliere mich nicht in sinnlosen Rechenschaftstaktiken.
In Deinem Fall würde ich den Herrn tatsächlich bitten, eine Runde auszuziehen und dann gleich auch abzusprechen, wann er die Kinder (in eigener Betreuung) hat. Außerhalb von Sachfragen, die unmittelbar geklärt werden müssten, würde ich mich zudem jeglichen Gesprächs entziehen, immer mit dem Hinweis, daß ich gern bereit bin, das in therapeutischem Rahmen mit jemandem geeignetes dann zu besprechen, ob er denn lieber bei einer Frau oder einem Mann wäre. Kommt dann eine Präferenz ganz ruhig darauf verweisen, daß er dann mal zwei drei Vorschläge machen sollte, Du würdest Dich auch umschauen.
Hier ist das Ding, ob und inwieweit ich die Situation mit der langjährigen Freundin verzeihen könnte oder nicht, ist eine Sache, aber mich von jemandem, der behauptet mich zu lieben, so unterirdisch behandeln zu lassen, während es mir wirklich schlecht geht, eine völlig andere. So hart es ist, aber das würde mich so sorgen, wie er mit den Kindern umgehen würde in vergleichbaren Situationen.