Zitat von CanisaWuff: erdreistet sich nun eine eigene Meinung zu haben.
Nicht böse sein: Es geht hier um mehr als eine "Meinung". Was der TE da von ihrer Schwester letztes Weihnachten angetan wurde, ist IMO ein Supergau. Denn er zeigt deutlich, daß es eben keine innige Verbundenheit und wohlmeinende Haltung ihr gegenüber in dieser Familie mehr gibt - warum auch immer, das scheint eine große Illusion bzw. Wunschdenken gewesen zu sein.
Mal abgesehen davon, daß die Schwester der TE materiellen Schaden zufügte (wieviel hatten die Vorbereitungen eigentlich an Zeit und Geld gekostet?) - sie hat sie vor dem gesamten Familienverband erst lächerlich gemacht (was die ursprüngliche Eventplanung betrifft) und dann auch noch offen runtergeputzt, als sei sie ihre Frau Mutter.
--- Exkurs ---
Wobei ich mich auch von meiner seligen Frau Mutter nicht in dieser Weise behandeln lasse. Ich meine das verdammt ernst, denn mit eben der geriet ich selbst vor Jahren mal gehörig aneinander, bis sie den Hörer knallte. Danach meldete ich mich monatelang überhaupt nicht mehr und dabei wäre es (schweren Herzens) wohl auch geblieben, wäre mein Vater nicht irgendwann wegen einer Erkrankung im Spital gelandet.
Meine inzwischen leider ebenfalls verstorbene Schwägerin rief daraufhin an, erreichte meinen Ex-Mann. Und der teilte mir dann abends, als ich von der Arbeit heimkam mit, sie habe ihm in ziemlich vorwurfsvollem (!) Ton die Rufnummer meines Herrn Vaters im Krankenhaus durchgegeben.
Den rief ich also dann an. Papa sagte, es gehe ihm soweit gut und meinte dann: "Man hört so gar nichts mehr von Dir, Blanca."
Damit war schlagartig klar, daß meine Mutter sich ihm gegenüber einfach ausgeschwiegen hatte. Vermutlich nicht nur das: Gut möglich, daß sie überdies die Unwissende markiert hatte, wann immer er sich lauthals über mein Fortbleiben wunderte.
Also berichtete ich ihm von unserem Streit. Er hörte sich das alles ruhig an. Natürlich ohne Partei zu ergreifen - ging schließlich um seine eigene Frau. Er hatte selbstverständlich loyal zu bleiben, also sagte er auch nix dazu. Sein einziger Kommentar war dieser Satz, für den ich ihm bis heute einmal mehr danke:
"Ich habe alle meine Kinder gleich lieb. Das gilt auch für Dich."Mehr kam nicht. Mehr brauchte und wollte ich aber auch nicht zu hören, an dieser Stelle. Zumal er ja nun immerhin im Krankenhaus und somit selbst in einer vulnerablen Situation war. [/i]
Denn ich kannte seine grundsätzliche Haltung - und auch seine Konsequenz. Also bat ich ihn, jetzt bitte erst mal gesund zu werden. Der Rest werde sich dann schon finden. Wenige Wochen später rief meine Mutter an. Als sei überhaupt nie was los gewesen, eröffnete sie das Telefonat mit der Frage, ob man uns dann und dann mal besuchen kommen dürfe (wir lebten etwa eine Autostunde voneinander entfernt). Mir war klar, daß er ihr gehörig den Kopf gewaschen haben mußte. Allerdings auch, wieviel Überwindung allein hinter diesem Anruf steckte. Alsokommentierte auch ich das Geschehene nicht, sondern stimmte zu und nannte ihr eine Uhrzeit. Bis dann, tschüss. Sie kamen vorbei und man ging wieder normal miteinander um, als sei nichts gewesen. Inzwischen sind beide längst verstorben und ich nachträglich froh, daß es zumindest zu diesem Waffenstillstand kam damals. Natürlich war das nur Kitt, mit dem der eigentliche Bruch zugeschmiert wurde. Verziehen habe ich meiner Mutter das Geschehene zwar längst, aber vergessen wurde es nie. Meinem Vater zolle ich bis heute Respekt dafür, daß er mich wortlos verstanden und hinter den Kulissen für Ordnung gesorgt hat, so gut das an so später Stelle noch ging. Es dürfte nämlich auch ihn einiges an Überwindung gekostet haben, sie zur Rede zu stellen und darauf zu bestehen, daß sie jetzt gefälligst rettet, was noch zu retten ist. Nach seinem Tod besuchte ich meine Mutter weiterhin. Auch im Wissen, daß sie mir nicht so zugetan war wie - und hier kommt eine kleine Parallele zu diesem Thread - meiner Schwester. Bei der sie übrigens schlußendlich auch Jahre nach dem Tod meines Vaters einzog, als es nicht mehr anders ging. Und in deren Haus sie starb. Nach ihrer Bestattung habe ich meine Schwester nicht mehr wiedergesehen. So ganz falsch lag ich mitd meiner Einschätzung offenbar nicht, denn auch von deren Seite kam jahrelang nichts.
Erst jetzt, über zehn Jahre später, tun sich langsam kleine Knospen am Boden auf, nachdem wir einander auf einer Beerdigung begegneten und eine steuerliche Sache zu regeln hatten, die unsere Familie betraf.
Es bleibt abzuwarten, ob und wie diese Knospen sich weiter entwickeln werden. Was mich betrifft, so habe ich sie nie gehasst und
wäre in Notsituationen auch durchaus für sie da. Aber einen wirklich engen Kontakt will ich nicht. Dafür ist zuviel geschehen. Vermutlich ist das aber auch ein Punkt, an dem wir uns eh einig sind. Solange die Erwartung über einen sporadischen Kontakt zu Geburtstag und Weihnachten nicht hinausgeht, könnte sich vielleicht noch was verbessern lassen. Zumal wir auch in einer räumlich gesunden Entfernung voneinander leben. --- Exkurs Ende ---Der Supergau ist, wie offen die gesamte Familie @Sensibelchen5 seit Weihnachten demonstrierte, wie wenig sie wertgeschätzt wird. Sie steht so tief unten auf der Gruppenrangliste, daß man selbst Wichen vorher fest zugesagte Einladungen am höchsten Feiertag des Jahres mal eben so mit einem Daumenhoch ausschlagen darf. Ihre Arbeit ist "banal", an ihre Kosten auch nur zu denken ist "kleinlich" und überhaupt ist sie ja nur eine Dramaqueen, die man nicht weiter ernst zu nehmen braucht. Denn wenn man sich sonst in nichts weiter einig ist, eins lässt uns sofort alle gemeinsam zur Hochform auflaufen: Wenn wir ihr im Chat mal so richtig die Meinung geigen können.
Alles, nur nichts ernst nehmen, was von @Sensibelchen5 kommt. Denn wie deren Pseudo schon sagt: ihre Antennen sind von einer abnormalen Feinheit, die unsere eigene emotionale Intelligenz einfach nur sprengt.
Was wir aber niemals einräumen werden und auch nicht müssen: Denn gemeinsam sind wir sowas von stark! Da kann natürlich nicht sein, was für uns schlicht nicht sein darf. Also auf sie mit Gebrüll, sobald sie nicht mehr richtig mitspurt. Hipp hipp, hurra!
"A weakling needs the crowd.""A strong man can walk alone." "A smart man walks way."(Quelle: unbekannt)