Zitat von trixi5: mich beschäftigt es nur, weil ich halt immer dachte, dass er mich nicht leiden kann und ich gerne Menschen studiere und gerne weiß was sie von mir denken und halten
Ich möchte dir gerne einen komplett anderen Blickwinkel geben, vielleicht liege ich aber auch komplett daneben.
Ich möchte dich einladen, dich selber zu fragen, warum es dir denn so dermaßen wichtig ist, deinen Vorgesetzten zu verstehen, warum es so entscheidend ist, was er genau von dir hält...
Ich arbeite auch viel mit Leuten zusammen, und es ist in meinem Job wichtig, dass man einen gewissen minimalen Zugang zueinander hat.
Da können fliegende Funken natürlich ganz übel, haha, dazwischenfunken.
Ich beobachte das bei mir sehr, dass es mir sehr wichtig ist, dass andere mich mögen.
Wenn ich einer Person begegne, die mich scheinbar nicht mag, ist mir das sehr arg, und kann mir meinen Tag sehr versauen, ganz unabhängig davon, wieviele Menschen mich mögen, und mich das auch wissen lassen.
Ich habe dann einen ganz unbezähmbaren Drang in mir, dafür zu sorgen, dass diese Menschen mich mögen.
Ist natürlich jetzt etwas platt und überspritzt ausgedrückt...
Ich empfinde dieses Verhalten bei mir als sehr ungesund. Einiges führe ich auf meinen cholerischen Vater zurück, wo auch immer ich (oder jedenfalls andere) schuld an seinen Stimmungsschwankungen waren. Irgendwie war es da ja sehr wichtig zu wissen, wie mein Vater jetzt gerade zu mir steht, welche Stimmung er hat, und ob gerade wieder mal eine Explosion droht.
Vielleicht ist es ja ein ähnlicher Mechanismus, der es für dich so wichtig erscheinen läßt, ob dein Chef dich nett findet, oder nicht?
Falls ich ins Schwarze getroffen hab, erzähl ich dir gerne, wie ich mich hier versuche, gedanklich zu distanzieren.