Ania_
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Das Forum hier ist mir gerade durch Google aufgefallen und ich dachte mir direkt das ich mir hier möglicherweise einen Rat holen konnte von erfahrenen Usern.
Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ihr müsst zuerst einmal wissen, dass ich und mein Freund uns schon seit einer halben Ewigkeit kennen und auch schon länger in einer recht harmonischen Beziehung sind. Wir beide stamme aus zwei komplett verschiedenen Kulturkreisen. Ich als Christin, er als Moslem. Die Probleme begannen nach einigen Monaten unserer Beziehung, es fing mit dem ausmisten meines Kleiderschrankes an, da er Hotpants und andere, zu kurze, Kleider nicht mehr an mir sehen wollte. Er trichtete mir ein, dass nur billige Frauen sowas nötig haben im Sommer anzuziehen. Soweit so gut, ich hörte auf ihn. Danach war erstmal Ruhe.
Mittlerweile ist das Ganze aber ausgeartet. Ich merke wie er mich beeinflusst und einengt. Er sagt es zwar nicht immer mit Worten aber er buttert mich durch Mimik, Gestik und Tonlage oft runter.
Mein Freund möchte, dass ich 24/7 zu Hause sitze und nichts anderes unternehme außer mit ihm. Wenn ich mich auf einen Kaffee, mit einer Freundin treffe, dann ist er total schlecht gelaunt und sehr gereizt. Wenn ich mit einer Freundin, eine Shoppingtour mache, und nicht zur genannten Uhrzeit nach Hause fahre, ist er direkt hochentzündlich. Es kommen dann Texte wie, weshalb das so lange dauern würde, dann wirft er mir quasi vor, ich hätte doch gesagt, ich komme um 16 Uhr nach Hause. Er selber macht was er möchte, fragt mich nie nach meiner Meinung, ich habe das nämlich zu akzeptieren.
Mein Freund sagt nicht ausdrücklich das ich dies und jenes nicht darf, aber er gibt mir deutlich zu verstehen, dass er das blöd findet sodass ich mittlerweile nicht mal mehr Lust habe, irgendwas mit irgendwem zu unternehmen, weil ich dem Konflikt aus dem Weg gehen möchte.
In der Beziehung ist er meistens sehr gut und liebevoll zu mir. Aber es kommt auch häufig vor, dass er mir durch Kommentare, Laute oder Handbewegungen signalisiert, wie dämlich und nervig ich doch sei und, dass das was ich eben von mir gegeben habe der größte Mist sei, den er in seinem Leben je gehört hat. Das gibt mir einfach oft das Gefühl als sei ich nicht gut, als sei ich nicht liebenswert und würde sowieso alles falsch machen.
Wenn ich mit ihm darüber sprechen möchte, bügelt er das sofort ab und tut so als wie wenn das, mal wieder, ein Hirngespinst sei und ich mir alles nur einbilde.
Leute, ich bin eigentlich wirklich glücklich mit ihm, wenn er gut zu mir ist. Aber was soll ich denn nur machen? So herablassend möchte ich mich nicht behandeln lassen. Ich will, dass mir mein Freund, die Person die ich liebe und die mich liebt, zeigt, wie gern er mich hat, dass ich toll und einzigartig für ihn bin, und vor allem dass meine Liebe zu ihm auch begründet und berechtigt ist.

