Ah.. glaettet mal wieder die Wogen!!
Nochmal zu Ralf: ich hatte Deinen Beitrag richtig gelesen und daraus aufgegriffen, dass ich eben eben denke, die Sexualitaet ist nicht eine notwendige Bedingung fuer eine gute Partnerschaft. Ansonsten gefaellt mir eben nicht, wie diese Sache immer wieder im Vordergrund zu stehen scheint, die anderen Aspekte kriegen so ihr "auch", aber geredet wird nur ueber "das eine". (Wobei ich urspruenglich Markus einfach nur fragen wollte, ob er diesem Aspekt nicht zuviel Aufmerksamkeit widmet und ob da nicht auch ueber andere Dinge nachzudenken waere... Was vielleicht sogar zum Verstaendnis dessen, was passiert ist, hilft.) Auch die bei vielen Maennern anzutreffende Haltung "Bett gut, alles gut", sprich, solange es im Bett klappt, muss es auch in der Beziehung klappen und umgekehrt, wenn da was nicht so richtig klappt, ist das ganze nichts.
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Ich hab bewusst gesagt, einen Teil der Spielregeln. Wenn die Spielregeln nur von einem gemacht werden, wenn es nur einen Diener und einen Bedienten gibt, dann ist das eine Schieflage, die selten gut geht. Dann reflektiert mindestens einer die Beziehung nicht richtig, wuerde ich behaupten.
Was die Suche nach weiblicher Perfektion angeht... das wird den Frauen natuerlich auch anerzogen von klein auf. Und von den Maennern permanent suggeriert. Und es ist doch so, dass die Bierbaeuche und Glatzen trotzdem geliebt werden, waehrend es unattraktive Frauen deutlich schwerer haben. (Habe auch einen Dickwanst schon abfaellig sagen hoeren, dass dicke Frauen fuer Maenner ja nun generell nicht attraktiv seien...) Dass fuer einige Frauen daraus ein echtes Problem mit ihrem Koerper und damit im Grunde auch ihrer Sexualitaet und ihrer Beziehung erwaechst, ist traurig, aber wahr. Eine sehr gute Freundin von mir kommt im Grunde damit nicht zurecht, versucht sich Maenner auszusuchen, denen sie sich ueberlegen fuehlt, um ihre innere Unsicherheit zu kompensieren und scheitert somit an der mangelnden Aktzeptanz. Sobald sich ihr einer naehert, an dem sie wirklich Interesse haette, bricht sie in Panik aus.
Ich bin uebrigens ganz Deiner Meinung, dass das mit der Perfektion kein erstrebenswerter Zustand ist. Aber ich bin auch ganz froh, dass ich im Grunde mit einem durchschnittlichen Aeusseren gesegnet bin und keine auffallenden Maengel habe. Klar gibt es Momente, da waere man gerne attraktiver, aber hat die nicht jeder..?

Markus' Enttaeuschung und Schmerz ueber das Verhalten seiner Freundin ist natuerlich zu verstehen, das wollte ich ihm auch nie absprechen. Aber das sollte nur ein Aspekt sein. Und er sollte zum Nachdenken anregen, nicht einfach nur in Vorwuerfen enden.
Ansonsten gebe ich Dir recht, , dass viele Maenner Liebe und Sex nicht auseinanderhalten koennen. Einer der Inkompatibilitaeten zwischen beiden Geschlechtern. Daher auch die Notwendigkeit von Sex fuer eine gute Beziehung fuer Maenner und nicht notwendigerweise fuer Frauen (wobei wenige was dagegen haben, schaetze ich... :-) )
Und das mit dem Hellsehen, das ist natuerlich ein hundertprozentiger Treffer. Frauen wollen gerne Maenner, die ihnen die Wuensche von den Augen ablesen (und sei es auch, dass sie KEIN treuhechelnder Hund sein moegen), daher ergehen sie sich auch so gerne in Andeutungen statt klaren Aeusserungen. Vielleicht ist es ein bisschen von "geliebt werden ist verstanden werden", ich weiss es nicht. Aber DAS ist in der Tat ein weit verbreitetes Phaenomen. Wenn es auch nicht notwendigerweise, wie von Dir angedeutet, im Haussklaven endet. Aber im Wunsch nach dem hellsehenden Mann und dem darob ueberforderten Partner liegt ein weiteres, unaufloesliches Problem... Herrje, und trotzdem versuchen wir's immer wieder!
Gruss,
Illa