Zitat von carlos7: Die meisten Menschen wünschen sich aber Partner, die über Dinge nachdenken, die sie bewegen. Auch wenn es unangenehme Dinge sind.
Ich bin da mal ausnahmsweise
😉 ganz bei @carlos7.
Es geht nicht um die Zustimmung für eine OB. Aber um die Akzeptanz, dass mein Partner sich im Moment mit Dingen beschäftigt, die bisher undenkbar waren. Und woher diese rühren. Und welche Punkte genau das Undenkbare darstellen.
Das kann man sich gegenseitig darlegen. Und man kann sich anhören, was sich auf der anderen Seite dabei gedacht wurde. Mich würde das schon interessieren. D.h. nicht, dass es nicht eskalieren kann und unliebsame Konsequenzen nach sich zieht. Wer fragt, muss auch mit unbequemen Antworten rechnen.
Aber ohne Dialog wird es verdrängt und verschwiegen. Da ist es aber trotzdem und wird unterschwellig Gift verbreiten. Dann dauert es halt länger bis zur Eskalation.
Zitat von Pittyplatsch: Es reicht zu akzeptieren, dass jemand in eine andere Richtung will, ohne verstehen zu müssen, warum sie/er das will.
Ja, das stimmt. Aber für mich selbst möchte ich z.B. gerne immer verstehen, warum ich etwas will oder ablehne. Was genau an dieser Richtung für mich nicht stimmig ist. Mit "so halt" kann ich auch nix anfangen. Weder für mich selbst, noch wenn mir jemand anderes dies als Argument liefern will. (Außer es geht mich halt schlicht nix an.)
Zitat von PizzaPeperoni: aber es würde mich mit Ekel und Wut erfüllen, sodass das alles gar nicht möglich wäre für mich.
Wenn ein Wunsch des Partners Ekel und Wut auslöst, sollte er aber ab diesem Moment nicht mehr der Partner sein. Wenn ich mich ekele, wie soll das gehen? Wenn es ausgesprochen ist, liegt es ja auf dem Tisch. Hinterher zu sagen, dass man das nicht so gemeint hat, wird schwierig.