Zitat von Kaetzchen:Und sogar einen sehr netten Mann hab ich kennengelernt, der kam aber schon nach einer halben Stunde damit um die Ecke, dass er was Festes sucht und obendrein drei kleine Kinder hat gerade vor zwei Monaten frisch daheim ausgezogen.
Da musste ich mal dringend weg ..
Ja, das sind dann ein paar der K.O.-Kriterien, denke ich.
Bei einem etwaigen Ansprechen der Damen habe ich beispielsweise meine K.O.-Kriterien im Kopf, weshalb ich diesen "Ich muss da mal dringend weg"-Effekt auslösen könnte. Insolvenz, kein PKW und körperliche Optik sind da meine verwundbaren Stellen, denke ich mal. Und da ich weiß, dass ich bei bestimmten Damen mit diesen Voraussetzungen keine Chance habe, zum Zuge zu kommen, würde ich da auch gar nicht erst ansetzen.
Interessant wird es, wenn man dann Frauen kennenlernt, die auch ähnliche Hintergründe haben. Die sind entweder sehr offen, charmant und umgänglich oder machen sofort zu, verteufeln die Männerwelt, was ihnen schlimmes widerfahren ist usw. Da muss ich dann innerlich schmunzeln - so habe ich die letzten Jahre auch geschimpft und wurde verbittert.
Mittlerweile legt sich vieles wieder und ich werde ruhiger. Lerne ich eine Frau kennen, wo auch immer, gehe ich nicht mit der Intention ran, diejenige erobern zu wollen oder zu überzeugen. Besonders, wenn es backgroundmäßig nicht passt. Ich denke auch, alleine durch die Insolvenz bin ich eh kein "guter Kandidat" bei vielen Frauen - obwohl es ja auch dort einige gibt, die in Insolvenzen stecken und so. Mitgemacht haben beide Seiten einiges und viel Schlimmes. Und da wird es vermutlich, gerade wenn man älteren Semesters ist, nicht leicht, wieder aus der Negativspirale rauszukommen.
Ich mach da jetzt mein Ding und gut ist. Ich habe festgestellt, dass bei vielen Menschen oft nur eine Fassade vorsteht, die zeigen soll, wie gut sie dastehen. Und in Wirklichkeit sieht es dahinter oft ganz anders aus. Das wird mich aber zukünftig nicht mehr belasten, jeder Mensch hat seine dunklen Punkte im Leben. Man muss diese annehmen und irgendwie weitermachen. Da bin ich gut dabei und das, was ich ändern kann, gehe ich an. Was ich nicht ändern kann, muss ich akzeptieren und ein anderer Mensch. Und wenn ich deswegen abgelehnt werde, dann war es halt eh nicht die richtige Frau.
Und wer weiß, was die dann z.B. für Leichen im Keller hat - niemand ist perfekt.
Körbe werde ich als Mann eh genug kriegen, dass juckt mich nicht. Es passen halt nicht alle Menschen zusammen und ich glaube auch nicht, dass sich immer alle finden, die zusammenpassen würden oder könnten. Also lebe ich eine für mich gute Zeit, nehme mit, was ich kriegen kann (geade bei nicht privilegierten Menschen vielleicht die beste Lösung), bleibe ehrlich und fair im Umgang mit den Frauen (Lügen bringen eh nichts) und schaue, was da komme. Egal, ob es jetzt eine zeitlich befristete Beziehung ist (an einer dauerhaften Beziehung glaube ich nicht mehr,weil heutzutage einfach alles nicht für immer ist, Beziehungen eingeschlossen), ein Schäferstündchen/ONS, eine Liebesbeziehung, Fplus (was ich eher nicht präferiere, aber wenn es sich ergibt, why not?) oder was auch immer.
Und das ganz immer locker betrachten, mit einem Schuss Humor und Gelassenheit (die ich gerade wieder für mich entdecke), und nun merke ich langsam wieder, dass das Leben bunt und schön sein kann. Nur eben für jeden Menschen innerhalb seiner Möglichkeiten und Bedingungen, bodenlose Träumereien und Verbitterungen helfen da nicht weiter. Das war so die wichtigste Lektion für mich in den letzten zwei, drei Wochen.
Es wird ein langer, brutaler Weg. Aber da ich eh schon in einer "Eisenschmiede" mich jedesmal heftigst fordere, wird auch diese Herausforderung genommen und gewonnen werden. Garantiert.
(P.S.: Und dann werde ich auch mal irgendwann die "unerreichbaren Damen" ansprechen!

)
Bis dato ist aber noch viel Arbeit zu tun. Also: GAME ON
