2005

Frau ist überzeugter Single - Warum?

KGR

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Kürzlich hab ich mal wieder eine Frau kennen gelernt, die über sich selbst sagt, dass sie überzeugter Single ist und das auch nicht ändern will. Da mir schon mehrmals solche Frauen aufgefallen sind, frag ich mich, woher denn diese Überzeugung kommt.

Da gibt es Frauen, die schon ewig oder immer Single waren und auch noch ewig Single bleiben wollen. (Daneben gibt es natürlich auch noch eine andere Kategorie von Frauen, die Beziehungen zwar nicht ausschließen, aber ihre Ansprüche so hoch schrauben, dass sowieso keiner passt.)

Was ich nicht verstehe: Was genau bringt eine Frau dazu, unbedingt Single sein zu wollen? Ich rede jetzt nicht von verbitterten Frauen, die alle Männer hassen, sondern von Frauen, die sehr offen und positiv wirken und eine positive Ausstrahlung haben. Haben die so Angst davor, dass der Mann sie einschränken könnte? Finden sie die Vorstellung, jemanden zu haben, mit dem sie ihr Leben teilen können, so schlimm? Wird aus dem Umstand, dass eine Frau heute keinen Mann mehr braucht, denn gleich geschlussfolgert, dass Beziehungen unnötig sind?

Es ist schon schade, denn eine Frau, die für sich selbst sorgen und ihre eigenen Probleme lösen kann, wäre eigentlich meine Wunschvorstellung. Nur leider sind die sehr selten auf Partnersuche, viel häufiger findet man unter den partnersuchenden Frauen solche, die nur einen Mann brauchen, der ihre Probleme löst und sie zum Essen einlädt.

08.06.2019 05:26 • x 4 #1


ttttt

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Das heisst ja nicht, dass diese Frauen keine Beziehungen haben. Sie können ja enge Beziehungen zu Freunden und Familie haben und teilen so ihr Leben mit anderen. Das ist auch ein Lebensentwurf. Die romantische Liebe in einer Zweierbeziehung als Lebensziel ist bei uns aktuell als Entwurf beliebt aber nicht der einzige. Diese Entwürfe sind auch immer dem Wandel unterworfen. Früher war die Ehe bei uns eine Zweckgemeinschaft und ein grosser Familienverband war wichtig. Heutzutage gibts bei vielen gar keinen Kinderwunsch mehr. Einige Menschen leben polyamorös...

08.06.2019 05:45 • x 3 #2


Bewusstsein

Bewusstsein

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@KGR Ich denke da an Selbstschutz, weil eine Beziehung für manche gleich Viel Verantwortung übernehmen bedeutet und oder diese Personen ganz einfach keine Lust mehr darauf haben.

Ich als Mann bin auch Glücklicher Single. Ich brauch keine Beziehung.

Und wenn dann.. Da beginnt auch schon wieder seine eigene Wünsche.. Es sei denn man begegnet wirklich eine die es Wert ist.

Aber ich tue mir ehrlicherweise den Stress nicht mehr an, überhaupt nicht in dieser heutigen Zeit und Wegwerfgesellschaft.

Liebe deinen Nächsten, wie dich Selbst.

Aber ich würde auch eine Beziehung nur noch als Bonus im Leben sehen, nicht als der Sinn des Lebens.

08.06.2019 05:47 • x 8 #3


AnnaLena49

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Wieso sollte ich als Frau mein Single Leben aufgeben, wenn ich alles, was ich zum Glücklichsein brauche, habe?

Ich habe genügend Liebe durch Freunde, Familie und meine wundervolle Arbeit.

Ein Mann müsste eine ganz große Bereicherung in mein Leben bringen, damit ich mich mit ihm verbinde.

Was das sein müsste, das ich mich dann binden würde? Keine Ahnung.

Richtig ist, dass die Ansprüche sehr hoch sind. Ab einem gewissen Alter macht man auch keine Kompromisse mehr. Fast alle meine Bekannten sind Single-Frauen. Alle attraktiv, aber sehr wählerisch. Und keine will sich (fest) binden.


Freiheit wird immer wichtiger. Und ein Mann bedeutet oft Anpassung, Kompromissbereitschaft und Einschränkung. Dazu bin ich und viele andere nicht bereit. Hinzu kommt, dass die Männer Ü50 ohnehin nicht mehr die flexibelsten sind und meist auch noch Kinder aus vorherigen Beziehungen haben. Das gibt ohnehin Stress, den man sich als unabhängige Frau doch gar nicht antun möchte.


Ich würde auch jungen, attraktiven und gebildeten Frauen raten, sich den Partner SEHR genau anzuschauen, den sie auswählen. Denn damit entscheidet sich ihr Schicksalsweg. Die Jahre gehen zu schnell vorüber und die Zeit mit dem falschen ist dann eine richtige Fehlinvestition.


Sorry, aber das ist die Realität. Klingt vielleicht rational, aber auf LIEBE kann heute keiner mehr Bauer in dieser Gesellschaft.

Wie man im Forum hier erkennt, gibt es genug Lug, Betrug und Mist unter dem Deckmantel der Liebe und des Begehrtseins. Sollte Frau sich (er)sparen.

08.06.2019 06:22 • x 28 #4


KGR


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Okay, ich hab verstanden. Beziehungen sind nur Stress, ein Mann bedeutet für eine Frau nur Einschränkung, Kompromisse und Anpassung und unter dem Deckmantel der Liebe gibt es nur Lug und Betrug.

Oh man, wie kann man nur so negativ denken?

08.06.2019 06:48 • x 4 #5


redhead1

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Zitat von KGR:
Okay, ich hab verstanden. Beziehungen sind nur Stress, ein Mann bedeutet für eine Frau nur Einschränkung, Kompromisse und Anpassung und unter dem Deckmantel der Liebe gibt es nur Lug und Betrug.

Oh man, wie kann man nur so negativ denken?


So hat Anna-Lena das doch gar nicht gesagt. Aber wozu eine Beziehung, wenn es einem an nichts fehlt und einen keiner so richtig aus den Socken haut.
Nach einer Ehe und einer wirklich traumatischen Affäre bin ich froh über meine Ruhe. Ich habe ein Kind, einen tollen Job, liebe Freunde. Ein Mann müsste da perfekt reinpassen (wollen).

08.06.2019 06:56 • x 8 #6


_Tara_

_Tara_

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Nicht für jede Frau ist ein Mann der Schlüssel zum Glück. Es gibt Menschen, die genügen sich selbst. Und wenn sie dann noch Freunde und Familie haben, reicht ihnen das, um glücklich und zufrieden zu sein.

Eine Beziehung bedeutet ja leider nunmal nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern eben auch Kompromisse, Einschränkungen und Streit. Darauf hat halt nicht jeder Bock, wenn alleine doch alles so läuft, wie man selbst es haben will.
Viele haben auch mit Beziehungen so schlechte Erfahrungen gemacht, dass sie das Risiko, sowas nochmal zu erleben, einfach nicht mehr eingehen wollen.

Nichtsdestotrotz behaupte ich, dass auch jeder überzeugte Single seine Überzeugung schlagartig über Bord wirft, wenn es ihn so richtig, also so richtig erwischt.

08.06.2019 07:07 • x 12 #7


Zharah

Zharah

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Ich hab 35 Jahre in Beziehungen verbracht, keine unglücklich, und die letzte dauerte 15 Jahre und endete vor 2 Jahren übereinstimmend tatsächlich in Freundschaft.

Ich hab in der ganzen Zeit immer ein eigenes Zimmer und in der letzten Beziehung eine eigene Wohnung im selben Haus gehabt. Diese absolute 24/7 Symbiose war nie meins.

Nun bin ich 50 und völlig glücklich und zufrieden mit mir, Kind, Hunden, Freunden und Familie.

Ich würde nicht zu 100% ausschließen, dass es nochmal funkt, aber die Chance ist kaum vorhanden. Das Bedürfnis ist überhaupt nicht existent, und ich bin auch eher mit Hund im Wald unterwegs als unter Menschen.

Ich war schon immer auch alleine im Urlaub, im Restaurant etc. und mag auch das.

Von daher bin ich wohl jetzt eine der überzeugten Singlefrauen

08.06.2019 07:21 • x 7 #8


Bini1

Von wegen.
Wenn es mal so wäre.
Die meisten Single Frauen aufwärts der 35+ wollen alles , aber nichts dafür leisten. Hohe Ansprüche, aber selbst nicht viel bieten.
Was auch ?
Und wenn sie dann mit 40 immer noch feststellen, sie kriegen keinen Traumann der nach ihrer Nase tanzt, dann gehts an die verheirateten Männer.
Und werfen genau deren Frauen das vor, wozu sie selber über Jahre keine Lust zu hatten. Nämlich eine Beziehung aufzubauen die eben auch Arbeit und Rücksicht bedeutet.
Diese landen dann in Affären, bis sie alt und grau sind.
Überzeugte ( angeblich) Single Frauen, sind in Wahrheit träge und kompromisslos.
Diese werden sich auch ab einem gewissen Alter, nie wirklich einlassen und ihre Erwartungen runter schrauben.
Meine Erfahrungen.

08.06.2019 07:26 • x 3 #9


La-Fleur

La-Fleur

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Macht der Gewohnheit, man hat gelernt allein zu leben und allein gut klar zu kommen. Eine wirklich feste Beziehung wäre für mich eine Umstellung, da ich dann wiederum nicht mehr nur auf meine Bedürfnisse achten muss. Zum anderen ertappe ich persönlich mich oft dabei, in etwas schwierigen Situationen oder an einem schlechten Tag auch zu denken, ein Mann passt gerade noch nicht in mein Leben, da ist noch Baustelle x, y, z. Das wirft mich auch noch mal ganz weit zurück in Sachen Männern. Und so vergeht dann Jahr für Jahr. Dann bin ich mal glücklicher "Single" und mal weniger glücklich aber nie so unglücklich das es ein sehnlichster Wunsch wäre, einen Mann an meiner Seite haben zu müssen.

Mit Begriffen wie Wegwerfgesellschaft und der Denkensweise das heut alles mögliche was mit Zwischenmenschlichen Dingen zu tun hat nichts mehr wert ist, kann ich auch nix anfangen. Männer die sich so äußern, sind ein rotes Tuch für mich.
Warum sollte Frau sich mit so viel negativen Gedanken anderer zu decken? Ich würde bei solchen Worten sogar ein Date sofort abbrechen und dann wäre es das gewesen.

08.06.2019 07:35 • x 5 #10


Hitachi

Hitachi

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Zitat:
Die meisten Single Frauen aufwärts der 35+ wollen alles , aber nichts dafür leisten. Hohe Ansprüche, aber selbst nicht viel bieten.


...und wie meinst du kommen diese an "hohe Ansprüche"?, bis sie 35+ geworden sind? In dem sie nichts taten, aussen den ganzen Tag vorm Spiegel standen und sich super dufte befanden? ...gehen wir mal davon aus das diese besagten Frauen einen Beruf erlernt haben, sich alleine versorgen mussten!

Warum sollten diese ihre "Ansprüche" herunter schrauben? Kaufst du dir einen Fiat cinquecento, wenn du vorher einen Mercedes-Benz-C-Klasse gefahren hast?

08.06.2019 07:44 • x 9 #11


Gast391

"Wie man im Forum hier erkennt, gibt es genug Lug, Betrug und Mist unter dem Deckmantel der Liebe und des Begehrtseins. Sollte Frau sich (er)sparen."

So ist es, gerade erlebt, aus einer toxischen Beziehung, die mich krank gemacht hat, gerettet.
Da ging es ihm lediglich um Bedürfnis-/Mangelbefriedigung, Macht und Abwertung, alles unter dem Deckmäntelchen der Liebe.
Es wird zu oft versucht mit einem Partner/in einen persönlichen Mangel zu befriedigen und sei es nur die Langeweile.
Mit Liebe hat das rein gar nichts zu tun.
Da ist mal alleine besser aufgestellt und psychisch/emotional stabiler.
Das Leben ist zu kurz um es sich kaputt machen zu lassen (Frau 54).

08.06.2019 07:52 • x 6 #12


redhead1

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Zitat von La-Fleur:
Macht der Gewohnheit, man hat gelernt allein zu leben und allein gut klar zu kommen. Eine wirklich feste Beziehung wäre für mich eine Umstellung, da ich dann wiederum nicht mehr nur auf meine Bedürfnisse achten muss. Zum anderen ertappe ich persönlich mich oft dabei, in etwas schwierigen Situationen oder an einem schlechten Tag auch zu denken, ein Mann passt gerade noch nicht in mein Leben, da ist noch Baustelle x, y, z. Das wirft mich auch noch mal ganz weit zurück in Sachen Männern. Und so vergeht dann Jahr für Jahr. Dann ...

Vor allem der letzte Absatz hat meine volle Zustimmung.

08.06.2019 08:07 • #13


Bini1

Der Vergleich der Autos hinkt gewaltig.
Wenn Frau bis 35 und älter, die Vorzüge des Single Daseins geniesst muss sich eben nicht wundern, wenn sie von 40 an, dann wenn Beruf und Freunde auch nicht mehr alles sind, niemand passendes findet.
Die hohe Kunst ist es ja eben trotz Karriere und Kinder und Freundeskreis , sich eine Beziehung aufzubauen.
Und nicht dann, wenn alles andere vorher schön abgearbeitet wurde.
Jetzt wäre ich dann so weit.
Tja Liebe und Beziehung läuft eben nicht nach Agenda.
Auch immer wieder bei Kinderwunsch festzustellen. Ab 36 darf dann jetzt eins her.... und dann klappt es eben nicht.

08.06.2019 08:10 • x 1 #14


Chrissi26

Chrissi26

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Also, ich mische mich auch mal ein... Ich war oft in Beziehungen und auch, wenn ich seit 5 Monaten unfreiwillig Single bin, schließe ich nicht aus, die Liebe nochmal zu finden. Ich möchte auch nicht so stehen lassen, dass die Frauen nur zum Essen eingeladen werden wollen etc. und nicht bereit sind, was für eine Beziehung zu tun. So ist es vielleicht bei manchen Frauen, aber man kann auch das, wie so viele andere Sachen, nicht pauschalisieren.
Ich habe in meiner letzten 1,5 Jahre andauernden Beziehung alles für meinen Partner gemacht, ihm zur Seite gestanden, war für ihn da usw. Trotzdem hat es nicht gereicht, er sagte zu mir, dass es ihm sehr leid tut, er aber im Moment nicht fähig ist für eine Beziehung. Interessanterweise ging die erste Kontaktaufnahme aber von ihm aus...

Ich habe mich in der Beziehung sogar auf Freundschaft plus eingelassen, ihm Freiräume zugestanden, immer in der Hoffnung, er kriegt die Kurve. So kam es leider nicht. Seit Ende Dezember 2018 sind wir getrennt. Er wollte mich nicht als Mensch verlieren, sondern Freundschaft. Das hab ich wegen meiner starken Gefühle für ihn aber vorerst abgelehnt. Er versteht es, meldet sich aber in grossen Abständen mit belanglosen Nachrichten, was mich leider immer wieder im Loslass-Prozess zurück wirft.

Ich bin ihm nicht böse, nur immer noch traurig und trotzdem hoffe ich, mit meinen 48 Jahren nochmal die Liebe zu finden. Auch wenn immer gesagt wird, man müsse mit sich allein glücklich werden (ich glaub auch, dass da was wahres dran ist), so denke ich trotzdem, dass der Mensch auf Dauer nicht fürs Alleinsein geschaffen ist.

08.06.2019 08:10 • x 9 #15




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