Blanca
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Zitat von KGR:Da mir schon mehrmals solche Frauen aufgefallen sind
Bis in die späten 1980er waren Singles noch unauffällig. Nicht nur das: Sie galten mitunter gar als gesellschaftliches Leitbild in Sachen Selbstverwirklichung und wurden von bestimmten Werbeindustriezweigen regelrecht hofiert, denn alleinstehende "Yuppies" waren tendentiell besser situiert als junge Familien, Alleinerziehende oder Rentner.
Vor einiger Zeit eröffnete ich mal einen Thread dazu, welche Neubewertung Singles nach dieser Ära allmählich erfuhren:
singles-vom-leitbild-zum-sozialschmarotzer-t29591.html
Kurz gesagt: Seit den 1990ern wird - offenbar gezielt - immer mehr an einem gesellschaftlichen Bild gebastelt, in dem Singles als "unvollständig" dargestellt werden, was ihr Menschsein betrifft. Mittlerweile ist es schwer geworden, über Medienbeiträge zu stolpern, die nicht nur Negatives darin zu erblicken scheinen, daß jemand sich in seinem eigenen Leben so eingerichtet hat, daß er oder sie auch ohne Festbeziehung darin zufrieden oder gar glücklich ist. Frauen im gebärfähigen Alter wird so ein Lebensstil besonders übel genommen und für mich ist es kein Zufall, daß dies alles in einer Zeit begann, wo Deutschlands demografische Entwicklung zu wünschen übrig ließ.
Zitat von KGR:Was genau bringt eine Frau dazu, unbedingt Single sein zu wollen?
Der Wunsch nach Selbstverwirklichung, in welcher Form auch immer.
Zitat von KGR:Es ist schon schade, denn eine Frau, die für sich selbst sorgen und ihre eigenen Probleme lösen kann, wäre eigentlich meine Wunschvorstellung.
Auch Männer, die für sich selbst sorgen und eigene Probleme lösen können, sind am Beziehungsmarkt besonders gefragt.
Meines Erachtens sollte man erst mal ein gestandener Single geworden sein, ehe man über das Zusammenleben mit anderen auch nur nachzudenken beginnt.

