Zitat von BernhardQXY: Soweit die Wünschenswerte Theorie. Wurden alle so handeln, wäre bis auf den OT Bereich das Forum überflüssig.
Ja, natürlich ist das in vielen Fällen so.
Aber ich @MissLilly recht geben. Wer sofort ausspricht, was er denkt, umgeht das Problem, dass es Raum zur Spekulation, Verschleierung und des Anstauens gibt. Und wer das nicht sagen kann, will es oft eben gar nicht, weil er die Konfrontation scheut. Und die Konfrontation, die dann irgendwann folgt, wird meist zum Pulverfass. Das ist Angst vor Konsequenzen und fehlende Verantwortungsübernahme. Am Ende wirds dreimal schlimmer.
Ich bin ein Mensch, der schon immer sagt, was er denkt. Meinem Ex hat das auch nicht gefallen, weil es ja bedeutet, er gerät auch in die Pflicht jetzt was zu sagen und dann „passiert“ irgendwas dabei, was nicht schmecken könnte. Also hat er beschwichtigt, abgewiegelt und mich zufrieden gestellt. Leere Worte eben. Schön rumeiern, immer schon, und am Ende lügen und betrügen.
Als ich dann davon erfuhr, habe ich das auch erst mal mit Charakter und „kann nicht“ entschuldigt. Und ihn animiert das zu ändern. Ich nahm mir das ja auch immer heraus, mir ist das tausend Mal lieber und ich kann das vertragen, wenn ich auch erst mal schlucken muss manchmal. Er wollte es weiterhin nicht. Und alles blieb bzw. wurde wieder zum Alten. Also habe ich mich getrennt.
Augenhöhe, Nähe und Tiefe funktioniert nicht ohne dass man seine Gedanken klar kommunizieren kann. Wenn nicht dem Partner, bei dem man von Liebe spricht, wem sonst?!