Zitat von Tristan46: Ja. Sie sagt, sie weiß es nicht genau, aber sie weiß das eine Entscheidung getroffen werden muss und dies sobald wie möglich
Ich finde du musst einen Schritt weiter gehen. Einen Tick persistenter sein, ohne verständnislos zu wirken. Wenn sie das obige sagt, wäre eine gute Reaktion zu sagen: "Ich verstehe, dass es eine wahnsinnig schwere Entscheidung für dich ist mit großen Auswirkungen auf dich, unsere Kinder, mich und den anderen. Aber dennoch: Du sagst sobald wie möglich. Wann denkst du, wird der Zeitpunkt sein? Morgen? In einer Woche? Bitte verstehe, dass mich diese Ungewissheit von innen auffrisst, daher wäre es für mich wichtig, mich darauf einzustellen, wann wir mit deiner Entscheidung rechnen könen".
Es ist dieser zweite und womöglich sogar ein dritter Folgeschritt, der eine gewisse Verbindlichkeit rein bringt. Statt zu streiten und die Vergangenheit und Schuldfrage aufzurollen, sollte dein Fokus auf der Entscheidung liegen.
Zitat von Tristan46: Mich lässt nur ein Gedanke nicht los bzw. hab ich eine große Sorge: Dass sie am Schluss so abgebrüht ist, dass sie jetzt die Zeit nutzt um mit dem AM Nägel mit Köpfen zu machen und er sich hier einen Job + Wohnung sucht. Und dass deswegen die „Entscheidungsfindung“ sich so hinzieht. Und am Tag x - wenn alles arrangiert wurde - ich die Entscheidung mitgeteilt bekomme und meine EF direkt zu ihrem AM zieht.
Ein wunderbarer "Nackig-Macher". So etwas zu sagen, schafft Nähe und Vertrauen. Ängste ohne Vorwurf mitzuteilen ohne zu jammern oder zu flehen ist eine Kunst. Wenn es dir gelingt, das so zu sagen, dass sie nachfühlen kann, wie es dir geht, dann hast du viel erreicht. Ich persönlich würde es ungefähr so einleiten: "Weißt du, was im Augenblick mein größter Horror wäre? Dass die Entscheidung schon längst getroffen ist und ihr schon in Gedanken oder sogar in der Realität eure neues, gemeinsames Leben aufbaut, während ich hier nichtsahnend sitze und all meine Kraft und Hoffnung auf einen guten Ausgang setze".