LeRoY
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Was die Kindesbetreuung angeht - die Welt ist nicht schwarz-weiß. Ich will nicht meine Kinder loswerden von heute auf morgen. Es läuft sehr gut mit ihnen, sie sind gerne bei mir. Unmittelbar nach der Trennung habe ich mich an alles geklammert, woran ich mich klammern konnte, um etwas von meinem gewohnten Leben und den damaligen Plänen zu bewahren. Dazu gehören natürlich ganz weit oben die Kinder. Ich hatte Angst, dass die Ex sie mir entziehen, sie von mir entfremden versuchen wird. Ich wollte meinen (so denke ich positiven) Einfluss auf die Kinder als Gegengewicht zu der chaotischen Situation bei der Ex stark halten. Ich war extrem einsam. In der Konsequenz habe ich eine Betreuung auf mich genommen, die bei 45% der Wochenzeit liegt. Bei einem Vollzeitjob in Führungsposition. Und bei voller Unterhaltszahlung versteht sich. Das ist sehr viel.
Viel an der chaotischen Situation von damals nach der Trennung hat sich seitdem geändert. Die Ex legt es nicht darauf an, mir die Kinder zu entziehen - im Gegenteil, sie genießt die freien Tage mit dem Next, vor allem am Wochenende. Der Next ist auch solide genug, dass ich seinen Kontakt mit den Kindern nicht einschränken versuchen muss. Ich möchte die Betreuung nicht radikal zurückfahren, ich möchte sie um etwa 10 Prozent pro Woche kürzen. Das ist schon drin und schadet niemandem. Mir aber verschafft es das Gefühl eines besseren Kompromisses zwischen Kindern und dem Aufbau meines neuen Lebens. Denn ich möchte und werde nicht auf Jahre in den Trümmern meines alten Lebens verharren und versuchen zu kompensieren, was meine Ex kaputt gemacht hat (ich weiß, Schuldzuweisungen...). Die Umgangsvereinbarung ist übrigens bis zum Sommer zeitlich befristet geschlossen, also auch da kein Grund zur Aufregung.
