Zitat von Aussieatheart:@Sitamun ja dass ich ihn vielleicht raus schicken werde, haben wir auch besprochen. Ich bin noch ziemlich aufgewühlt. Einerseits bin ich am Boden zerstört weil die Beziehung vorbei ist und ich eben noch Gefühle für ihn habe aber auf der anderen Seite auch erleichtert weil das Hin und her und die Ungewissheit nun ...
Es tut mir sehr leid, dass Du gerade jetzt, so kurz vor der Entbindung, die Trennung vom Vater Deines Kindes durchmachen musst, und dann auch noch mit so einer unschönen Vorgeschichte. Aber dass Du auch schon Erleichterung spüren kannst, ist sehr positiv, und ich wünsche Dir sehr, dass Du jetzt einfach auch nach vorne schauen und Dich in Deiner neuen Zukunft mit Baby einrichten kannst.
Für die Geburt möchte ich Dir auf den Weg geben, dass Du da zunächst ausschließlich an Dich denken solltest. Eine Geburt ist eine sehr intime, aber auch wahnsinnig fordernde Situation, und je besser Du Dich dabei entspannen kannst, um so leichter wird es für Dich werden. Du hast ja (hoffentlich) noch ein wenig Zeit, bis es so weit ist, und Du solltest, wie Dir hier schon geraten wurde, immer mal wieder in Dich reinhören. Und wenn irgendetwas sich in Dir dagegen sträubt, den Vater Deines Kindes dabei zu haben, dann hab bitte keine Hemmungen, ihm das zu verwehren. Ich habe drei Kinder zur Welt gebracht, und ich kann mir ehrlichgesagt nicht vorstellen, dass die Anwesenheit eines Ex, der sich gerade erst von mir - mehr oder weniger einseitig - getrennt hat, und für den ich noch Gefühle habe, dabei hilfreich gewesen wäre. Im Gegenteil. Es ist Dein Körper, es ist allein Deine Geburt. Du solltest dabei Menschen um Dich haben, die Dich wirklich - auch und gerade emotional - unterstützen können.
Ich halte es für einen guten Kompromiss, dass er angerufen werden kann, wenn es losgeht, vor der Tür warten und direkt zu Dir und Eurem Kind dazukommen kann, wenn Du es geschafft hast. So kann er sein Kind gleich in den ersten Lebensminuten kennenlernen und aktiv am Bonding teilnehmen, was m.E. gerade für die Väter ohnehin sehr wichtig ist und ihm und der Vater-Kind-Beziehung wahrscheinlich sehr viel mehr bringt als die reine Anwesenheit während Deiner Wehen und Presswehen. Auch mit dem Durchtrennen der Nabelschnur kann man ja noch ein wenig warten, bis Du wieder halbwegs sortiert bist, das könnte er ja dann trotzdem übernehmen. Bedenke auch, dass Du vielleicht Geburtsverletzungen haben wirst, die noch versorgt werden müssen, es gibt eine Nachgeburt, alles vielleicht Dinge, die Du nun nicht mehr unbedingt mit ihm teilen möchtest.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine schöne Geburt und eine wunderschöne Zeit des Kennenlernens mit Deinem Kind, und ich wünsche Euch, dass Ihr trotz allem einen guten Start als Eltern in Euer neues Leben hinlegen könnt. Ihr schafft das, Du schaffst das!