Erbse73
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Nun schildere ich euch auch meine Geschichte.
Zur meiner Person:
Ich bin männlich, 47 Jahre, seit circa 12 Jahren verheiratet und wir haben zwei Kinder (8 und 5).
Die Geschichte beginnt eigentlich bereits schon in letzten Jahr. Damals verstarb mein letzter Elternteil und ich stellte fest, ich bin im Spießerleben angekommen!
Die damit verbundene Unzufriedenheit endete in den Wunsch nach mehr Freiheit und in die Hoffnung den Job demnächst wechseln zu können.
Ich packte selbst das ganze auch unter Begriff Midlife Crisis zusammen und versuchte mich, damit zu arrangieren.
Schließlich geht das ja auch irgendwann vorbei und man geht meistens gefestigt aus der Situation heraus. Das behauptet zumindest das Internet.
Doch Ende letzten Jahres trat mehr und mehr meine Arbeitskollegin in mein Leben. Diese wollte auch den Arbeitgeber wechseln und so verbannt uns dieser Wunsch. Wir planten zusammen zu gehen und zu einen anderen Arbeitgeber zu gehen.
Es fing an mit Nachrichten, gefolgt von heimliche Gespräche in der Pause und ging dann schließlich über zu abendlichen Treffen.
Irgendwann bemerkte ich, dass die Situation mehr und mehr mit Emotionen belegt wurde.
So "knisterte" es bei unseren Treffen, wollte mir das aber nicht eingestehen. Sie war zu den Zeitpunkt auch noch vergeben und vor allem: Sie ist 18 Jahre jünger.
Irgendwann passierte es aber. Wir knutschten und bereute es beide im Nachhinein. Dennoch passierte es kurze Zeit später erneut. Ich versuchte nun die Beziehung mehrfach zu beenden und leitete einen Kontaktabbruch ein.
Es gelang uns aber beiden nicht dies einzuhalten.
Wir zwei tun uns schwer mit dieser Situation, aber wir "akzeptieren" sie nun und führen seit circa 3 Wochen einen Nebenbeziehung.
Es ist keine Äffäre. Wir haben Gefühle füreinander und haben beide auch das Problem mit meiner Situation.
Sie ist mittlerweile getrennt.
Ich weiß, ihr kommt jetzt mit der rosaroten Brille und den Hormone, aber die Frau hat mein Herz bereits im letzten Jahr erobert und ich versuche sie seit diesen Zeitpunkt aus meinen Kopf zu eliminieren Bzw. Wollte ich das auch nicht wahrhaben.
Nun zu meiner Ehe:
Menschen die ebenfalls so lange zusammen sind kennen die Problemen. Die Kinder schreien, der Haushalt, man lebt in einer WG und die Leidenschaft geht den Bach runter.
Diese Situation wurde im Verlauf unserer Beziehung mehrfach angesprochen.
Und das erst nicht seit gestern.
Unser erstes Gespräch hätten wir diesbezüglich bereits noch vor unserer Ehe und es folgten in regelmäßigen Abständen weitere.
Ich hatte bevor ich sie traf, mich halbwegs ausgelebt und hatte den Fokus nicht mehr so auf das sexuelle gesetzt. Ich wollte vielmehr einen zuverlässigen Partner finden.
Das ist mir zwar gelungen, doch der S. Ist mittlerweile Routine. Keine Küsse und überhaupt gibt es da so einiges, was ich mir wieder wünsche. Aber im Moment auch nicht unbedingt mit ihr.
Die ganzen alltäglich Probleme lasse ich hier mal beiseite.
Nun stehe ich in der Mitte meines Lebens und frage mich, ob ich den richtigen Weg gegangen bin. Vor allem ob ich den neuen gehen soll?
Nützt eine Eheberatung in solchen Situation oder ist der S. Frust nicht mittlerweile nicht so ausschlaggebend, dass es nichts mehr bringt?
Gibt es Leute die ähnliche Erfahrungen hatten?