Hallo, ihr Lieben!
Nun bin ich aber überascht, welch heftige Diskussion hier entbrannt ist. Vielen Dank erstmal an Alle

Für mich stellt sich meine Situation in zwei Teilbereiche dar, die ich auch versuche, klar voneinander zu trennen. Die eine Seite ist die Frage nach dem Zustandekommen (der Trennung, ihrer nunmehr gelebten homos.uellen Lebensweise usw). Das viel Wichtigere für mich ist die andere Frage, nämlich die, wie ich damit umgehen soll und kann (mit der Trennung und ihrem Verhalten)
Zur ersten Frage: ich habe auch das von angesprochene Buch gelesen und die dortigen Erklärungsversuche, die s.uelle Neigung eines Menschen als Folge entweder eines hormonellen Einflusses auf das Sexual- und eventuell zudem des Verhaltenszentrum (also dann männliche Verhaltensweisen einer Frau oder umgekehrt) im embryonalem Stadium des Menschen, oder aber als genetische Ursache durch ein fehlendes x-Kromosom (wenn ichs noch richtig erinnere

- bin Wirtschafts- und kein Naturwissenschaftler) scheinen mir logisch. Und es mag so sein, dass diese Neigungen sehr lange für den Menschen selbst unentdeckt bleiben, bis ein entscheidender Umstand es für ihn sichtbar werden lässt. Das muss ich auch bei meiner Ex so sehen, wenn ich auch viele Dinge anführen könnte, die dafür sprechen, dass ihr jetziges Leben auch das Ergebnis der Charaktereigenschaften meiner Ex sind, nämlich ihrer Naivität, Beeinflussbarkeit und letztlich vielleicht auch einer traumatischen Ängstlichkeit. Aber das alles ist nicht mein Problem. Diese Frage muss meine Ex sich beantworten, so sie will.
Viel wichtiger also für mich die zweite Frage: wie gehe ich mit meiner Liebe um und mit der Tatsache, dass sie auch unsere Freundschaft eiskalt total abbrechen konnte. Wie gehe ich damit um, dass sie heute, 10 Monate nach der Trennung nicht gut über mich denkt, obwohl wir eine gute Beziehung (sagte sie selbst) und eine so lange intensive Freundschaft hatten.
Inzwischen habe ich natürlich längst akzeptiert, dass sich zwei Menschen auch entlieben können, dass das Verlassen werden genau so dazugehört wie das sich finden.
Woran ich aber zerbreche, ist wirklich der absolute break. Sie hat alles, was uns verband, eiskalt und brutal zerschnitten. Ich muss immer wieder an das Gespräch 2 Monate nach der Trennung und 2 Wochen vor ihrem endgültigen Auszug (sie war ja 2 Monate mit ihrer Freundin untergetaucht, bevor sie ihre Möbel abholte) denken. Ich hatte sie gebeten (gerade hinsichtlich unserer so langen Freundschaft), einmal unser s.uelles Problem, welches unstreitig vorlag, beiseite zu schieben und zu überlegen, welch viele großartigen Werte uns verbinden. Sie antwortete mit einer Gegenfrage: "Welche Werte?"
Anstatt das Gespräch abzubrechen, zählte ich ihr einige auf - und sie verließ den Raum mit einem Schulterzucken!
Und nun die Tatsache, dass sie schlecht über mich redet, bzw eine schlechte Meinung von mir hat...
Ich frage mich nur noch (leider immer noch und täglich), womit ich das verdient habe. Was ich getan habe. Welches Verbrechen ich begangen habe, dass ich so von ihr behandelt wurde und werde (wenn auch nicht direkt). Und ich bin nur noch sauer und enttäuscht. So sehr enttäuscht...
Danke fürs Lesen

Ralf