Purzel123
Mitglied
- Beiträge:
- 11
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 2
- Mitglied seit:
vor kurzem erst hatte ich hier einen Thread indem es darum ging, ob ich noch um meinen Freund kämpfen soll.
Inzwischen habe ich mich von ihm getrennt. Wir waren 5 Jahre ein Team und haben 1 Jahr zusammengewohnt. Da ich seine erste Freundin war, hat er Torschlusspanik bekommen und Angst bekommen etwas zu verpassen und mich nicht glücklich machen zu können. Ich stehe mit beiden Beinen fest im Leben, er studiert noch und weiß noch gar nicht so wirklich wohin ihn die Reise führt.
Aber klar ist: Wir lieben uns dennoch!
Die Neugier in ihm und die Zweifel waren allerdings größer, ob es nicht noch jemand anderes für ihn gibt. Es hat mir sehr weh getan, zumal er es immer weiter verdrängt hat und nicht wusste was er wollte.
Darum musste ich an mich denken und einen Schlussstrich ziehen.
Letztendlich haben wir uns einvernehmlich getrennt, ihn belastet zurzeit einfach zu viel. Darum konnte er sich nicht mehr, um unsere Beziehung kümmern. Wir sind beide sehr traurig darüber und haben uns immer wieder gesagt, das wir uns lieben, aber es nicht anders geht.
Ich bin dann erst einmal für 1 Woche zu einer Freundin gefahren, um der Situation zu entfliehen. Habe Achterbahnfahrten der Gefühle durchlebt und es wird auch noch mehr auf mich zu kommen.
Dennoch, und ich weiß nicht ob das nicht verrückt ist, als ich zurück kam, konnten wir einfach nicht loslassen. Die Trennung ist sicher, da wir beide uns jetzt ohne einander weiter entwickeln müssen. Wir glauben an das Schicksal und wenn dieses es wirklich vorgesehen hat, das wir zueinander gehören, werden wir irgendwann wieder zueinander finden.
Aber das eigentliche, weshalb ich hier schreibe, ist unser Verhalten jeweils gegenüber. Wir lieben uns, wissen aber das es wie es im Moment ist nicht funktioniert, aber die Trennung hat den Druck genommen.
Das das Wort Beziehung in seinem Kopf so etwas ausgelöst hat durch den ganzen Stress im letzten Jahr bei ihm hatte ich mir schon gedacht, aber dennoch streiten wir nicht. Schlafen noch im selben Bett miteinander. Diese Vertrautheit ist einfach da.
An dem Tag, als ich zurückkam, haben wir uns umarmt. Und wir wussten beide, das es falsch war, aber er konnte plötzlich nicht mehr die Finger von mir lassen.
Die Blockade die er Wochen zuvor hatte es mir nicht recht machen zu können und der zu wenige Sex waren weg!
Wir schlafen miteinander und ich wusste erst nicht damit umzugehen. Wir genießen es. Kennen uns und kosten es aus. Wir wissen das der jeweils andere frei ist und dennoch hängen unsere Herzen noch so an einander. Natürlich läuft ab und an eine Träne, aber einfach, weil es so eine schöne Zeit war.
Er möchte mich um sich herum haben, er sagt selbst das wir Seelenverwandte sind. Wir verstehen uns ohne Worte. Und es tut nicht weh. Ich genieße unseren derzeitigen Umgang miteinander.
Natürlich wird es nochmal weh tun, wenn wir unsere gemeinsame Wohnung aufgeben in drei Monaten, aber ich sehe es als Neustart und freue mich auf die Zukunft. Er möchte, obwohl es für ihn einfacher wäre, die Zeit noch mit mir in der Wohnung bleiben.
Wir sagen uns, warum es denn sein lassen, wenn es uns doch gut tut.
Sexuell hatte er mich total vernachlässigt und jetzt, die Ironie, läuft es besser als in dem Jahr zuvor, wo das alles angefangen hat. Fast so, als hätte man uns den Käfig genommen.
Ich würde ihn nicht zurück nehmen, da, wenn, ich erst möchte, das er seine Erfahrungen macht. Und wenn es dann noch passt und es die Lebenssituation zu lässt gerne wieder auf mich zu kommen lassen möchte.
Wir sind Freunde, Familie und Liebende.
Kann das gut gehen? Freundschaft + mit dem Ex? Wenn beide Seiten sich noch lieben, aber klar ist, das eine Beziehung zurzeit nicht mehr im Raum steht?
Wir beide möchten auch, wenn ich umgezogen bin und er zu seiner Mutter zurück geht, dass wir noch Kontakt halten.
Vielleicht war ja jemand schonmal in einer ähnlichen Situation. Denn das ist doch nicht normal?