Love2017
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Nun zu meiner. Ich hoffe, ich schaffe eine Kurzfassung.
Ich lernte letztes Jahr einen Mann im Internet kennen. Ich war noch nicht wirklich bereit für etwas Neues und sagte ihm das auch. Er blieb aber am Ball über viele Wochen und so schrieben wir fast täglich, lernten den anderen kennen, öffneten uns sehr, bauten eine grosse "Nähe" zueinander auf. Wir schwommen absolut auf einer Wellenlänge: Einstellungen, Werte, haben beide Kinder, lachten viel.... Das ging sehr lange bis wir uns das 1. Mal sahen und ich mich auf ein Treffen eingelassen habe. Bei einem nächsten Treffen schlug bei uns beiden der Blitz ein und wir beide waren leider völlig überfordert mit dieser Situation, was ich bis heute auch nicht richtig verstehe.
Ich distanzierte mich, rannte weg und er war völlig irritiert.
Wir näherten uns dann über ein paar Wochen wieder an und es kam auch zu weiteren Treffen, die ausnahmslos immer schön waren, aber diese erste Abfuhr steckte ihm in den Knochen. "Er hatte Angst, dass es wieder passieren würde." Wirklich ein offenes Gespräch darüber zu führen schafften wir nicht. Irre, da uns das "reden" ja eigentlich ausmachte. So drehte sich das dann, er wurde immer distanzierter, ich fühlte mich nicht mehr gut dabei und es fing das erste mal an kompliziert zu werden in der Kommunikation. Gefühle sprach keiner aus, aber sie waren da. Ich versuchte es mit viel mit wenig Abstand, mit Nähe. Alles scheiterte und so setzte ihm dann irgendwann die Pistole auf die Brust was denn nun seine Richtung wäre. Es herrschte dann vier Wochen Funkstille. Er meinte er mache sich seine Gedanken... und ich schaffte es nicht und wollte in dieser Zeit auch nicht nachhaken. Von Anfang an war für uns das wichtigste ehrlich zu sein und ich dachte mir wenn kein "Nein" kommt ist es auch erstmal gut so wenn etwas Zeit vergeht.
Diese vier Wochen waren dennoch sehr schlimm für mich und wird mir für immer eine Lehre sein, da ich auf eine Entscheidung wartete und mich im Kopfe permanent im Kreise drehte, viel an ihn dachte und Kontrolle abgab. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und kontaktierte ihn. Wir schrieben dann wieder sehr viel und endlich sprachen wir auch mal über Gefühle! Er wollte sich mit mir treffen und über alles reden. Ich war aber in diesem Moment so verletzt und enttäuscht, dass er es in den Wochen nicht mal schaffte eine Antwort zu geben... So kam es leider nicht zu diesem Treffen
Beim Schreiben gingen mir jetzt schon einige Lichter auf, tat aber trotzdem gut. Stehe mit beiden Beinen im Leben und fühle mich dennoch ohnmächtig mit diesen Gefühlen, die ich für diesen Mann empfinde und habe komplett meine Objektivität und mich in mich selbst verloren. Dieser Mann bedeutet mir unglaublich viel, habe sehr vieles noch nie so empfunden. Ich habe sehr viele Fehler gemacht (er sicher auch) und wir beide sind wahrscheinlich überhaupt nicht in der Lage gerade weiter zu gehen aus welchen Gründen auch immer. Dennoch möchte ich ihn nicht aus meinem Leben verlieren. Er meinte dass er mich als Frau unglaublich schätzt und mag und er hofft, dass wir uns auf einer "anderen Ebene" erhalten bleiben.
Was soll ich tun?
Mein Gefühl sagt mir Abstand halten, erstmal wieder zu mir kommen, alles sacken lassen. Ich weiss, dass wenn ich tatsächlich die Frau für ihn bin, er sich wieder melden wird, gleichzeitig denke ich, wäre ein Rückzug vielleicht jetzt auch das falsche Zeichen. Bin etwas ratlos.
Danke fürs Lesen.
und ich zwischen "er schreibt das, weil er Mitleid hat" und "da ist vielleicht doch noch eine Chance" hin und her hopse.
Prügele alles aus mir heraus
und da ich lieber ein Realist, statt Träumer bin, ist das auch so gemeint