Sorele
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dass ist aber lieb von dir, dass dich auch meine Geschichte interessiert hat.
.... und nein, es macht mir nichts aus, dass der thread wieder hervorgeholt worden ist ....... er wird eh bald wieder in der Senke verschwinden (schad, dass du dich nicht öffentlich machst, hätte es dir lieber in einer PN geschrieben).
Um zu deiner Frage zu kommen:
Damals war ich sehr verzweifelt wegen der aktuellen Situation und gab es eigentlich auch niemanden, dem ich davon berichten konnte.
Selbstverständlich lag jeder, der mir den Tipp gab, mit ihm zu reden und im Falle keiner Änderung einen Schlussstrich zu ziehen, richtig. So etwas umzusetzen allerdings ist auf einem ganz anderen Blatt geschrieben (dazu fehlte mir im Gegensatz zu dir die Kraft).
Der anfänglichen Verzweiflung ist eher Abgestumpftheit gewichen. Nicht, dass es nicht immer noch schmerzt, doch längst nicht mehr wie früher. Im Innenfeld leben wir Familie (mit allem, was dazu gehört - wie Planung der 4 Wände, der dazugehörende Umbau etc.), auch kümmert er sich um meine Kinder, wie es ihr Vater nicht zustande gebracht hat.
In letzter Zeit höre ich immer öfters, dass er mich "lieb hat" - er spricht die Worte in seiner Sprache aus und dennoch gibt es im Außenfeld kaum gemeinsame Aktivitäten.
Inzwischen bin ich es gewohnt, die Wocheneden für mich alleine zu planen, gerade so, als ob ich wirklich "single" wäre.
Unsicher bin ich jetzt nicht mehr, zerrissen jedoch sehr wohl. Manches Mal tut es mir weh, meist jedoch nicht mehr.
Ein akutes letztes Beispiel war: Mir ging es nicht besonders (meine damit psychisch) und ich hatte erhebliche Selbstzweifel. Er erfasste die Situation sofort und sein letzter Satz war so in etwa: "Du bist halt auch nicht glücklich, dass ich so jung bin." Auf meine Antwort, dass das Alter nicht maßgeblich ist, sondern die Reife und dass er diese meiner Meinung nach hat, gab es keine Antwort. Er nahm mich abschließend in den Arm und in dieser Nacht hatte ich das Gefühl, dass er mir all seine Liebe zu mir zeigen wollte ....... somit war auch dieses Thema gegessen.
Wird "diese" Situation angesprochen, weicht er aus und fertig.
Egal .......
Helfen wird mir niemand können. Es liegt rein an meinem Umdenken und es liegt rein daran, der "Beziehung" endlich den Todesstoß zu versetzen. Ich bin nicht frei und steh mir selbst im Wege.
Die anfängliche Leichtigkeit ist dem Verstecken-spielen gewichen ab dem Zeitpunkt, da seine Mutter mitgeschnitten hat, dass es "mich" gibt. Sein beharrliches Festhalten an dieser Situation, nicht preis zu geben, dass es mich gibt, will ich nicht mehr ergründen, denn im Endeffekt ist es egal, was ihn dazu bewegt .....
Was ich allerdings mit Sicherheit weiß ist, dass es uns Beiden weh tut ..... .
Es hat gut getan, mal wieder darüber sprechen zu können, dafür danke ich dir ......