Sorele
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schon seit Längerem lese ich aufmerksam den einen oder anderen Thread hier in diesem Forum und wage es eben deshalb, mich mit meinem Problem an euch zu wenden .....
Zu meiner Geschichte:
Ich, 39, bin seit ca. 1 3/4 Jahren mit einem jungen Mann, 28, liiert, wobei ich diesen Mann seit ca. 2 3/4 Jahren kenne.
Kennengelernt hatten wir uns über einen gemeinsamen Sport. Wir fanden uns gegenseitig sympathisch und begannen, eine Freundschaft aufzubauen. Irgendwann wurde unsere Freundschaft dann intensiver und, naja, vor eben 1 3/4 Jahren landeten wir gemeinsam im Bett.
Meine schlimmen Bedenken und Selbstvorwürfe über diese "Tat" zerstreute er damals insofern, indem er sagte: "Ist doch alles kein Problem, führen wir halt eine friends-with-benefits-Beziehung. Das ist eine coole Sache, so etwas habe ich schon einmal gemacht." und da meine Trennung mit meinem damaligen Lebensgefährten und Vater meiner Kinder auch noch nicht so lange zurück lag, willigte ich ein. Mein Gedankengang damals "So hast du alles ..... jemanden, der dich mag und trotzdem musst du dich nicht gänzlich binden."
Schon bald darauf merkte ich, dass mir diese Art von Beziehung doch nicht so gefiel, wie ich es mir vorgestellt hatte. Einerseits meldete sich wieder mein "schlechtes Gewissen (so nach dem Motto "er könnte ja mein Sohn sein"), andererseits entwickelte ich immer mehr Gefühle für ihn, die ich zwar nicht zulassen wollte, doch schlussendlich nicht mehr verhindern konnte ......
Kurzfassung jetzt: Nachdem wir uns anfangs fast ausschließlich ca. 3x die Woche zum Sex getroffen hatten (sportliche Aktivitäten nicht mitgerechnet), begannen wir uns ca. ein halbes Jahr später täglich zu sehen, was heißt, seither übernachtet er täglich bei mir und bindet sich im Haushalt mit ein. Meine Kinder, die mir insofern über meine Anfangsbedenken hinweghalfen, indem sie mir sagten „Mama mach', lebe das Hier und das Jetzt." sehen diese „Beziehung" positiv und fangen auch bereits an, ihm diverse Intimitäten anzuvertrauen bzw. fängt er an, meine Kids zu bekochen, zu beschenken usw..
Im Großen und Ganzen bin ich glücklich mit ihm - mit dieser Beziehung. Der Wehrmutstropfen dabei ist, dass ich diese Heimlichkeiten eigentlich gar nicht mehr mag (es läuft alles nach wie vor geheim ab und nur die wenigsten wissen über uns bescheid), ich es leid bin, aufpassen zu müssen, wem ich was sage UND ich festgestellt habe, dass ich eigentlich doch ein Beziehungstyp bin (mir tut es doch recht weh, nie irgendwo dabei sein zu können, bei den wenigen gemeinsamen Aktivitäten außer Haus, wie irgendeine Freundin behandelt zu werden - keinerlei Berührungen und bei der Verabschiedung ein Kuss auf die Wange).
Beide wissen wir, dass wir keine Zukunft miteinander haben werden und doch wird diese Verbindung immer intensiver und intensiver .........
Ich WEIß, dass dies alles falsch für mich läuft, ich WEIß, dass er über kurz oder lang gehen wird und trotzdem schaffe ich es nicht, es zu beenden.
Ich stehe mitten in einem Gefühlschaos, aus dem ich momentan nicht mehr heraus komme. Wer kann mir was raten! Beenden und das sofort, das Hier und Jetzt „genießen" oder mich so schön langsam distanzieren [wenn, dann wie bitte ;-(].
Ich wäre wirklich um jeden Ratschlag dankbar.
Vielen Dank fürs „Zuhören"

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